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Rheinsberg Streit um Windräder hält an
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Streit um Windräder hält an
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19:35 11.02.2019
Bei Dorf Zechlin sollen sechs Windräder errichtet werden. Quelle: Peter Geisler (Symbolfoto)
Stuttgart/Rheinsberg

Das Stuttgarter Unternehmen EnBW Windkraftprojekte bleibt trotz der Absage durch das Potsdamer Landesumweltamt bei seinen Plänen für den Bau von sechs Windrädern in der Nähe von Dorf Zechlin. „Wir sehen unsere Naturschutzgutachten nicht ausreichend gewürdigt“, sagte am Montag Pressesprecher Ralph Eckhardt. Im Kern des Streits geht es demnach darum, ob der Große Zechliner See regelmäßig von Singschwänen als Schlafgewässer genutzt wird.

Das Land geht davon aus und verweist darauf, dass Singschwäne spätestens seit dem Winterhalbjahr 2015/16 regelmäßig auf dem Großen Zechliner See gesehen worden sind – was einen Schutzbereich von fünf Kilometern im Umkreis verlange.

Am Widerspruch wird gearbeitet

Das sieht das Unternehmen offenbar anders. Die genaue Begründung für den Widerspruch werde aber gerade noch erarbeitet, so Sprecher Eckhardt. Sollte das Land dem Widerspruch stattgeben, könnte es recht schnell gehen. Das Unternehmen rechnet mit einer Bauzeit von gerade einmal sechs Monaten für die sechs Anlagen, wobei jede mehr als 200 Meter hoch sein soll.

EnBW Windkraftwerke hat schon mehrere solcher Projekte gestemmt. Dabei sei auch stets darauf geachtet worden, dass die betroffenen Kommunen an den Erlösen für den Windstrom beteiligt werden, so Eckhardt.

Die Rheinsberger Stadtverordneten lehnten das Projekt ab

Gleichwohl hatten die Rheinsberger Stadtverordneten das Projekt einhellig abgelehnt. Auch die Regionale Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel, die für das Ausweisen von sogenannten Eignungsgebieten für Windräder zuständig ist, hatte die Region bei Rheinsberg ausgeklammert).

EnBW Windkraftwerke hatte sich davon nicht beirren lassen und den Antrag für den Bau der sechs Anlagen gleich beim Landesumweltamt gestellt. Daraufhin hatte es Anfang Juli eine elfstündige Anhörung in Rheinsberg zum Projekt gegeben, bei dem sowohl EnBW als auch die Gegner ihre Argumente vortrugen. Das Landesumweltamt hatte danach die Statements geprüft – und im November entschieden, dass es den Bau der Windräder bei Rheinsberg ablehnt.

Von Andreas Vogel

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