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Rheinsberg Wohnhaus brennt völlig nieder
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberg Wohnhaus brennt völlig nieder
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01:16 12.10.2018
In Rheinsberg brennt zur Stunde ein großer Bauernhof. Die Feuerwehren löschen die Flammen. Foto: Julian Stähle Quelle: Julian Stähle
Heinrichsdorf

Das Haus einer vierköpfigen Familie aus Heinrichsdorf bei Rheinsberg ist am Dienstag völlig abgebrannt. Verletzt wurde durch die Flammen dabei glücklicherweise niemand: Die Eltern waren arbeiten und die beiden Kinder in der Schule, als das Feuer um die Mittagszeit ausbrach. Erst Stunden später konnte der Brand gelöscht werden. Das Gebäude sei aber nicht mehr bewohnbar, so Ortsvorsteher Mirko Teppner.

Das Haus einer vierköpfigen Familie aus Heinrichsdorf bei Rheinsberg ist am Dienstag völlig abgebrannt. Verletzt wurde durch die Flammen glücklicherweise niemand. Zur Brandursache wird ermittelt.

Zu der Ursache gab es am Dienstag Nachmittag noch nicht einmal Vermutungen. „Die Kriminaltechniker werden voraussichtlich erst am Mittwoch reingehen können“, sagte Polizeisprecherin Dörte Röhrs. Denn erst dann werde die Brandstelle genug abgekühlt sein. Ein angelassener Herd oder ein defektes Küchengerät könne es aber nicht gewesen sein. „Das Feuer ist an einer Stelle ausgebrochen, die weit weg von der Küche weg war.“

Ursache noch völlig unklar

Um 12.33 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, nachdem eine Dorfbewohnerin das Feuer entdeckt hatte. Da stand das Gebäude schon voll in Flammen. Die Rheinsberger Brandschützer rückten aus, hatten jedoch Probleme, an Löschwasser zu kommen.

Der erste Brunnen sei versandet gewesen, berichtete Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow. Und auch der weiter entfernte zweite habe nicht genügend Leistung gebracht. Die Freiwilligen haben deshalb Leitungen über die Bundesstraße 122 legen müssen. Die Straße musste dafür bis 15.38 Uhr gesperrt werden, so Röhrs.

Probleme mit dem Löschwasser

Wegen der Wasserknappheit sei auch seine Einheit mit sechs Leuten und dem Tanklöschfahrzeug um kurz nach 13 Uhr angefordert worden, erzählte der neue Lindower Amtswehrführer Enrico Herwy, der bei dem Einsatz als Maschinist fungierte. Sie sicherten die Rückseite des Gebäudes ab und verhinderten, dass das Feuer auf die benachbarte Scheune übergriff.

Besondere Herausforderungen auf dem Grundstück

Insgesamt 37 Feuerwehrleute der Prinzen- und der Drei-Seen-Stadt löschten den Brand, sagt der Rheinsberger Stadtbrandmeister Fred Kuball. Er leitete den Einsatz und hatte am Dienstag keine Zeit, detailliert über die Arbeiten der Freiwilligen zu berichten. Eine besondere Herausforderung aber war, dass einerseits Brennholz am Haus gestapelt war und auf dem Hof Reifen, Landmaschinen und andere Fahrzeuge parkten, andererseits ein Wald angrenzte, sagte Herwy. Nachdem die Wasserversorgung aber gesichert war, sei es allerdings schnell gelungen, das Feuer einzugrenzen. Er ging aber davon aus, dass die Nachlöscharbeiten lange andauern werden.

Viel Arbeit durch das Feuer vernichtet

Wie groß der durch den Brand verursachte Schaden ist, das konnte am Dienstag niemand genau sagen. Die Summe dürfte allerdings beträchtlich sein. Denn neben dem Hauptgebäude brannten auch ein Schuppen und eine Werkstatt, erzählt der Ortsvorsteher. Bei dem Haus selbst handele es sich um ein umgebautes Stallgebäude, das die betroffene Familie in den vergangenen Jahren in Eigenregie mit Holz verkleidet hatte. „Da steckt sehr viel Arbeit drin“, so Mirko Teppner, der mit der Familie eng befreundet ist.

Kinder sollten von dem Brand erst später erfahren

Für die Erwachsenen sei der Brand ein Schock gewesen. Sie seien dennoch vergleichsweise gefasst, werden aber auch von der Notseelsorge betreut, erzählte Teppner am Dienstagnachmittag. „Die sagt, dass der nervliche Zusammenbruch aber erst am Abend zu erwarten ist.“ Ihn beschäftigt vor allem, wie die Kinder mit dem Schicksalsschlag fertig werden. Der Sohn, den er von der Grundschule abgeholt und zu sich nach Hause gebracht hatte, und auch die Tochter, die zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Weg von der weiterführenden Schule war, sollten da erst von dem Feuer erfahren.

Für eine Übergangswohnung sorgen Freunde und Stadt

Auch für Teppner ist der Brand ein schreckliches Ereignis. „Wir sind mit der Familie eng befreundet. Das ist für uns alle ein Schock.“ Um den Freunden zu helfen, will der Ortschef zusammen mit dem Ortsbeirat so schnell wie möglich ein Spendenkonto einrichten. Um ein Dach über den Kopf müssen sie sich indes nicht kümmern. „Ihnen stehen mehrere Türen bei Freunden und Familie offen.“ Dort wolle die Familie auch zumindest erst einmal unterkommen. Und falls sie es sich anders überlegt, halte auch die Stadt in Absprache mit der Rheinsberger Wohnungsgesellschaft Rewoge eine möblierte Wohnung frei für sie, berichtete Schwochow. Auch sonst wolle die Kommune der Familie helfen, wo sie kann. „Wir lassen keinen im Regen stehen.“

Von Celina Aniol

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