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Ostprignitz-Ruppin Rheinsberger Bläser gaben Silvesterkonzert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberger Bläser gaben Silvesterkonzert
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00:22 04.01.2016
Juliane Felsch-Grunow dirigiert die Bläser. Quelle: Regine Buddeke
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Rheinsberg

Die Orgel erklingt – genauso wie die Trompeten und Posaunen. Mit gutem Grund: es ist Silvester. Wie könnte man ein Jahr schöner ausklingen lassen als mit Musik. Die Bläser der Rheinsberger Kirchengemeinde verabschieden 2015 auf ihre Weise: 250 Gäste sind gekommen, um dem Konzert zu lauschen.

Dirigentin Juliane Felsch-Grunow verspricht ein abwechslungsreiches Programm. Nach drei klassischen Stücken wird es vertrauter, einige Lieder singt das Publikum sogar mit. „God rest you merry, Gentlemen“ ist ein verzaubernd schönes Stück. „Man weiß nicht, ob es aus dem 16. oder 18. Jahrhundert stammt“, erzählt die Kantorin. „Egal, es ist einfach wunderschön.“

Zwischen den Liedern rezitiert Juliane Felsch-Grunow, die erst seit Herbst die Kantorenstelle in Rheinsberg innehat, Lyrik und Prosa. Mal schelmisch-ironisch wie Fontanes „Der Schwester zu Silvester“ oder „Silvester“ von Ringelnatz, oder auch besinnlich- ­leise wie beim Kindergebet „Abends, wenn ich schlafen geh“. Ein wenig „Lichterglanz“ von Jochen Rieger, ein bisschen Märchen aus Engelbert ­Humperdincks „Hänsel und Gretel“, drei Orgel-Variationen über ein englisches Weihnachtslied – dann wird es modern – ein Hauch Glamour-Pop umhüllt quasi die goldglänzenden Instrumente der 25 Musiker.

Filmmusik aus „Der Fluch der Karibik“

Die Filmmusik aus „Der Fluch der Karibik“ steht schon lange auf dem Programm der Rheinsberger Bläser, erzählt die Kantorin, die sich bei der Programmauswahl größtenteils auf das bisherige Repertoire des Ensembles stützt. „Wir spielen allerdings nur die Kurzfassung und nicht den ganzen Film, sonst verpassen sie Ihre Silvesterparty“, scherzt sie und verspricht im selben Atemzug: „Auf jeden Fall kommt es mit Pfeffer.“ Wohl wahr: pointiert und schneidig rebelliert das markante Motiv durchs Kirchenschiff. Und animiert die Zuschauer zu ersten Bravorufen.

Und weiter gehts mit vollen Segeln: „Deck the halls“ – ein Weihnachtslied aus Wales. Übersetzt heiße der Text „Schmücket den Saal mit Stechpalmenzweigen“, erklärt Felsch-Grunow den bekannten Song. „Aber das kann man auf Deutsch nicht singen.“ Noch eine Swing-Version von „Jingle Bells“, dann eine festliche Intrade – die genauer gesagt „Extrade“ heißen müsste, dann ist das Programm auch schon am Ende angelangt.

Juliane Felsch-Grunow bedankt sich bei den Bläsern für die gute Zusammenarbeit. Die Musiker ­geben das gerne zurück und danken der neuen Kantorin für „das wachsende Vertrauensverhältnis“.

„Wir freuen uns auf ein erfolgreiches 2016“, spricht Karsten Schulz für alle. Das Publikum applaudiert heftig und bekommt als Zugabe „What a wonderful world“. Ob man das überhaupt spielen könne, habe ein Musiker gefragt, so die Kantorin und antwortet: „Ja, man kann. Und man muss. Unbedingt!“

Von Regine Buddeke

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