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Ostprignitz-Ruppin Rheinsberger Friedrichszentrum ist verkauft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberger Friedrichszentrum ist verkauft
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00:17 31.01.2016
Das Friedrichszentrum in Rheinsberg hat neue Eigentümer. Quelle: Aniol
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Rheinsberg

Die bisherigen Eigentümer des Rheinsberger Friedrichszentrums haben das Objekt an eine Immobilienanlagegesellschaft aus den Benelux-Staaten verkauft. Das bestätigte am Donnerstag Wulff Aengevelt. Aengevelt ist einer der geschäftsführenden Gesellschafter der Eigentümer-GbR Rheinsberg und einer der Chefs von Aengevelt-Immobilien. Das international agierende Makler-Unternehmen aus Düsseldorf hat gemeinsam mit dem Amsterdamer Immobiliendienstleister Innova Vastgoed Holland den Verkauf vermittelt. Die Übergabe des Friedrichszentrums an die neuen Investoren erfolgte am 20. Januar. Wie viel Geld die Fondsgesellschaft für das 1,8 Hektar große Areal in der Rheinsberger Innenstadt bezahlt hat, will Aengevelt nicht verraten. Angeboten wurde das 1996 eröffnete Zentrum aber für einen siebenstelligen Betrag.

Der neue Eigentümer sei Aengevelt zufolge „keine riesengroße, aber wachsende“ Gesellschaft, die zahlreiche vergleichbare Objekte in Europa besitzt. In Rheinsberg wollen sie die Pläne der bisherigen Besitzer weiterverfolgen und unter anderem einen Heimwerkermarkt bauen, für den es seit August eine Baugenehmigung gibt. Im Moment laufen Gespräche zwischen der Gesellschaft und dem potenziellen Mieter, der der Hagebau-Gruppe nahesteht. Aengevelt geht davon aus, dass bei einer Einigung das Geschäft schon im Herbst eröffnet werden könnte.

Die Eigentümer-GbR hat das Zentrum abgestoßen, weil die Gesellschafter, die alle aus dem Raum Düsseldorf kamen, immer älter wurden und es für sie immer mühsamer wurde, sich adäquat um das Areal zu kümmern. Das berichtet Wulff Aengevelt, der mit 68 Jahren der Zweitjüngste der sechs ursprünglichen Besitzer ist. Hinzu kam, dass einer der Geldanleger gestorben und sein Erbe an zwei minderjährige Enkel gefallen ist. Deshalb musste sich die GbR seit ein paar Jahren jede Entscheidung vom Familiengericht bestätigen lassen, was ihre Handlungsfreiheit deutlich einschränkte. Dennoch hat die Gesellschaft noch im vergangenem Jahr das Norma-Gebäude erweitert und die Dächer aller Häuser sanieren lassen.

„Wenn man sich mehr als 20 Jahre jeden Tag mit so einem Zentrum beschäftigt, dann wächst es einem ans Herz“, sagt Wulff Aengevelt, der ein wenig traurig über den Verkauf ist. „Zumal, wenn es turbulente Zeiten gab, die man gut überstanden hat.“ So haben die Besitzer über ein Jahrzehnt keinen geeigneten Pächter für das Hotelgebäude gefunden. „Das muss man durchhalten, und nicht der Versuchung erliegen, schnelles Geld machen zu wollen, indem man einen Laien draufsetzt, der die ganzen Strukturen kaputt macht.“ Diese Denkweise sei aufgegangen. Nachdem das Zentrum lange ein Sorgenkind der Stadtentwicklung war, wurde es spätestens um 2011 durch umfangreichen Umbau und konsequenten Akquise von neuen Geschäften wiederbelebt. Im Jahr hat es jetzt rund 350 000 Besucher.

Von Celina Aniol

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