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Rheinsberger Hofkapelle gibt Abschiedskonzert

Bravo-Rufe für „Camerata Bachiensis“ Rheinsberger Hofkapelle gibt Abschiedskonzert

Zum Abschluss ihres Residenzjahres spielte die Rheinsberger Hofkapelle 2015 „Camerata Bachiensis“ noch einmal in voller Besetzung. Die begeisterten Zuhörer bedankten sich am Sonnabend im Schlosstheater mit Bravo-Rufen bei den jungen Musikern, die auf historischen Instrumenten musizierten.

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Emotional und sehr persönlich gestaltete die Sopranistin Julia Kirchner die Arie der Armida aus Händels Oper „Rinaldo“.

Quelle: Cornelia Felsch

Rheinsberg. Mit glühenden Augen und leidenschaftlich von der Bühne gefeuertem Gesang begeisterte die Sopranistin Julia Kirchner am Sonnabend als Zauberin Armida die Konzertbesucher im Rheinsberger Schlosstheater. Ihre Stimme zeigte sich erstaunlich wandlungsfähig – so wie die Mimik ihres Gesichts. Für ihre dramatische Präsens, aber auch für die zarten, anrührenden Töne erntete sie im Abschlusskonzert der „Camerata Bachiensis“ mehrmals Bravo-Rufe. Mit den Arien aus Georg Friedrich Händels Oper „Rinaldo“ setzten die jungen Musiker am Sonnabend einen grandiosen Schlusspunkt.

Zum Abschluss ihres Residenzjahres präsentierte sich die Rheinsberger Hofkapelle 2015 noch einmal in voller Besetzung – mit Sängerin, Barockoboe, Streichern und Basso continuo. Sie eröffnete den Abend – wie kann es anders sein – mit einem Quartett von Johann Joachim Quantz, dem Flötenlehrer Friedrich des Großen. Er erteilte dem Preußenkönig täglich Unterricht und durfte ihn auch kritisieren. Quantz blieb bis zu seinem Tod am Hof Friedrichs.

Das Ensemble „Camerata Bachiensis“ wurde 2012 in Leipzig von eine Gruppe junger Musiker gegründet, die sich eine frische, dynamische, an den ästhetischen Vorstellungen der Barockzeit orientierte Aufführungspraxis zur Aufgabe gemacht haben. Bisher standen vor allem Komponisten aus dem mitteldeutschen Raum im Zentrum ihres Repertoires.

Vergessene Werke des Kapellmeisters Johann Melchior Molter

Die Musiker spielen auf historischen Instrumenten oder entsprechenden Kopien und wollen dem Publikum vor allem weniger bekannte Komponisten vorstellen und selten aufgeführte Werke nahebringen. Zu ihnen gehört auch der deutsche Violinist, Komponist und Kapellmeister Johann Melchior Molter, dessen Werke bis auf seine Klarinettenkonzerte größtenteils in Vergessenheit geraten sind. „Dieser Komponist liegt uns sehr am Herzen“, erklärte die Violinistin Anne Kaun dem Publikum. Am Sonnabend spielte das Ensemble eine Kantate des Komponisten. Von Johann Sebastian Bach erklang im Anschluss das Konzert Nummer 5.

Die Konzertfreunde erlebten an diesem Nachmittag im Rheinsberger Schlosstheater nicht nur ein musikalisch anspruchsvolles Konzert; für sie war es auch eine Freude, den Künstlern beim Musizieren zuzuschauen. Nichts war geschwollen oder übertrieben. Mit federnder Leichtigkeit erklangen die Werke auf den barocken In-strumenten und auch während des Konzerts war noch Platz für ein Lächeln. Nach der Arie der Kleopatra aus Händels Julio Cesare, die als Zugabe erklang, verabschiedete sich das Publikum von der Hofkapelle 2015 und applaudierte noch einmal begeistert und anhaltend.

Von Cornelia Felsch

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