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Rheinsberger Jugend hat ihren Pavillon wieder

Ende gut, alles gut Rheinsberger Jugend hat ihren Pavillon wieder

Was lange währt, wird endlich gut. Nach einigen Diskussionen und Verzögerungen ist es soweit: Rheinsbergs Jugend hat ihren Pavillon zurück. An fast gleicher Stelle und unter altbewährter Trägerschaft der „Falken“ haben die Jugendlichen ihr neues Domizil bezogen: Mit einem Tag der offenen Tür und einem gutbesuchten Konzert.

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Darauf ein Prosit: die Jugendlichen freuen sich, dass sie ihren Pavillon wiederhaben.

Quelle: Regine Buddeke

Rheinsberg. Die gute alte Platte hat noch längst nicht ausgedient. Als dekoratives Element zieren die Vinyls Wände und Tischplatten des neuen Pavillons für Jugendliche in Rheinsberg, der nicht nur unweit des alten neu errichtet wurde, sondern auch nach wie vor vom Träger „Die Falken“ behütet wird. Baubeginn war im November 2014, nach vergleichsweise kurzer Zeit, aber fünfmaliger Verschiebung der Schlüsselübergabe wegen Verzögerungen und Nachbesserungsarbeiten war es nun soweit: das neue Domizil hat seine Türen geöffnet.

Hübsch Retro

Hübsch Retro: Venylplatten auf Tischen und an Wänden machen Lust auf Musik.

Quelle: Regine Buddeke

Der Weg dahin war nicht ganz einfach, so der Landesgeschäftsführer der Falken, Robert Sprinzl, über die vielen Diskussionen im Vorfeld um den Abriss des alten Pavillons im Zuge des Edeka-Neubaus und der gerüchteweisen Neuausschreibung der Trägerschaft (die MAZ berichtete). „Glücklicherweise ohne bleibende Schäden“, so Sprinzl und appelliert an die anwesenden Jugendlichen, nicht nur abzuhängen, sondern sich auch einzubringen. „Ich bin sicher: das Haus hat eine Zukunft. Die jungen Menschen werden das hier schaffen.“ Das sieht auch Rheinsbergs Bürgermeister Jan Pieter Rau so und sicherte weitere Unterstützung von Seiten der Stadt zu. „Es ist ein gutes Gebäude geworden“, sagt er beim einleitenden Sektempfang zum Tag der offenen Tür, zu dem ausdrücklich alle Rheinsberger und Neu-Rheinsberger – gemeint sind die Asylbewerber – eingeladen wurden. Denn hier sehen sich die Unterstützer des Pavillonprojekts in der Pflicht, den Aktionsradius perspektivisch zu erweitern. Danilo Schlaack und seine Mitstreiter vom Verein „Wir machen Gemeinschaft“ haben sich im Vorfeld der Neueröffnung aktiv um die in Rheinsberg eingetroffenen Flüchtlinge bemüht. „Wir wollen ihnen eine Perspektive in der Stadt bieten. Einen Treffpunkt“, so Sprinzl. Insgesamt sei es das Ziel aller Beteiligten, über die kalte Jahreszeit nicht nur die Jugendlichen in den Pavillon zu holen, sondern auch die Kinder. Dafür wird es bald das erste „Spielcafé“ geben, eine Veranstaltung, die am 24. Oktober Premiere hat und zwei, drei Mal im Monat stattfinden soll. Auch Jugendkoordinator Mario Stärck will demnächst einmal pro Woche ein Projekt im Pavillon durchführen. Darüber hinaus hat Danilo Schlaack einen Wunsch: „Jeder ist eingeladen, sich einzubringen. Wir wollen ein Programm für junge Leute mache und Platz bieten für eigene Ideen und Angebote.“ Auch ehrenamtliche Helfer würden dringend gesucht und mit offenen Armen empfangen.

Schon der Tag der offenen Tür lockte am Sonnabend viele Rheinsberger zum Umschauen und Feiern. „Was ruhig begann, hat fulminant geendet“, so Danilo Schlaack erfreut über den Zustrom. Am Nachmittag seien etwa 100 Leute hereingeschneit. Zum Abend hin waren es dann gut 180 Konzertbesucher, die den drei jungen Bands lauschten: den Death-Metallern von „Brutal Kraut“, den Pop-Punkern von „Reach the sun“ und den Hard-Rockern namens „Prinzip Hoffnung“ – ein Name wie ein gutes Omen für den Pavillon.

„Es war wie ein großes Familienfest“, so Danilo Schlaack über den gelungenen Auftakt. Es seien viele Flüchtlingsfamilien mit Kind und Kegel gekommen – dank der vor­angegangenen Bemühungen. „Viele sind bis spät in die Nacht geblieben – das macht uns ein Stück weit stolz.“ Die Stimmung sei – dem Anlass entsprechend – toll gewesen. „Wir sind sehr zufrieden.“

Von Regine Buddeke

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