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Ostprignitz-Ruppin Rheinsberger Kids proben ihr Musical
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberger Kids proben ihr Musical
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00:23 23.12.2015
Ganz schön flatterhaft: Die kleinen Möwen üben mit Angelina Fiedler. Quelle: Regine Buddeke
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Rheinsberg

Die Nähmaschine rattert, noch eine letzte Naht – dann darf Merlin Gerndt sein Kostüm anziehen. Im vergangenen Jahr hat er im Musical „Der blinde Passagier“ den Maximus gespielt, dieses Mal ist er der Käpt’n. „Da müssen etliche Kostüme geändert werden“, so Gewandmeisterin Karoline Sicker, die extra aus Dresden angereist ist, um wieder mit dabei zu sein, wenn in Rheinsberg das Kindermusical aufgeführt wird – mit Kindern aus Rheinsberg und Berlin. Bereits im vergangenen Jahr zog die Gemeinschaftsproduktion des Kinder- und Jugendmusik-Fördervereins Rheinsberg, der Musikakademie Rheinsberg und der DGB-Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin viele Besucher an. „Wir haben uns entschlossen, den Blinden Passagier noch einmal zu spielen, weil das Stück viele Rollen hat. Wir hatten starken Zulauf“, erklärt Stefan Labenz, der seit 2007 künstlerischer Leiter des Musicals ist, das in Rheinsberg mittlerweile zur Institution geworden ist.

Stefan Labenz mit dem „echt“ blinden Passagier Ole. Quelle: Buddeke

Damals war er noch Student – heute bringt der Musiklehrer auch ein paar seiner Schüler aus Berlin mit. Auch Songtexter Micha Wudick wird zur Aufführung eigens aus Washington D. C. anreisen; Choreografin Angelina Fiedler ist aus Barcelona gekommen, um mit den Kindern die Tänze einzustudieren. Die Proben laufen bereits seit vier Wochenenden, bis zur Premiere am 8. Januar ist noch einiges zu üben. „Wir haben Zeit, die Rollen zu schärfen – das reizt mich“, so Labenz, der dem Käpt’n beispielsweise einen Hamburger Dialekt verpasst hat. Für Merlin eine Herausforderung. Der 17-Jährige ist vor Jahren zufällig ins Musical gekommen – es hat sich zu einer wahren Leidenschaft entwickelt. Das ist auch der Grund, warum es Karoline Sicker immer wieder in ihre alte Rheinsberger Heinrich-Rau-Schule zieht, um mit den Kindern gemeinsam Kostüme und Requisiten zu schneidern.

„Wenn ich hilflos bin“, singen ein Dutzend Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen. Immer wieder unterbricht Labenz, korrigiert, motiviert.„Wir proben auf hohem Niveau – in anspruchsvoller Dreistimmigkeit“, sagt er über das Stück, das er und der Komponist demnächst publizieren wollen, dass auch andere Schulen es spielen können. „Das ist nicht einfach nur ein Musical – es ist auch jazzig, poppig, mit ein bisschen Techno“, erklärt er. Die Kids sind mit Feuereifer dabei. Der zehnjährige Ole spielt den blinden Passagier. „Also den wirklich blinden“, erklärt der Schüler. Denn im Stück gibt es einen heimlichen Passagier und den Blinden. „Es ist voll schwer, gegen etwas zu rempeln, obwohl man es eigentlich sehen kann“, sagt Ole. Auch den richtigen Ton zu treffen, sei nicht immer leicht. „Er kann schon den kompletten Text – obwohl er am meisten hat“, lobt Labenz. „Ole übt pausenlos“, sagt auch Gudrun Kurzke, die an der Schule Darstellendes Spiel lehrt.

Termine: „Der blinde Passagier“ wird im Schlosstheater Rheinsberg am 8. Januar, 19 Uhr , am 9. Januar, 15 Uhr und am 11. Januar um 10 und 13 Uhr aufgeführt.

Von Regine Buddeke

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