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Rheinsberger Obermühle verfällt weiter

Eigentümer sucht angeblich eine Lösung Rheinsberger Obermühle verfällt weiter

Die Planen sind mittlerweile zerschlissen, Regen dringt ins ungeschützte Mauerwerk ein: am Zustand der Rheinsberger Obermühle hat sich nicht viel geändert, seit der Landkreis den Besitzer im Sommer aufgefordert hat, das Gebäude vernünftig zu sichern. Der Eigentümer ist nach eigenen Angaben derzeit auf der Suche nach einer Fachfirma.

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Die Obermühle in Rheinsberg bietet weiter ein klägliches Bild.

Quelle: Vogel

Rheinsberg. Die historische Obermühle am Rande des Rheinsberger Schlossparkes verfällt weiter. Zwar hatte der Landkreis den Besitzer im Sommer aufgefordert, das nur notdürftig mit Planen abgedeckte Dach bis zum Jahresende endlich vernünftig zu sichern. Doch seitdem hat sich an dem Zustand kaum etwas geändert: Viele Planen sind verschlissen, Regen und Kälte gelangen nahezu ungehindert ins unter Denkmalschutz stehende Gemäuer. Laut Kreissprecherin Britta Avantario sucht der Eigentümer aber eine Lösung. Doch sei eine erste Variante nicht zum Tragen gekommen, weil der Zustand des Daches noch schlechter gewesen sei als vermutet. „Deshalb sucht der Eigentümer nun nach einer Firma, die entsprechend ausgestattet ist, um den Verpflichtungen aus der Ordnungsverfügung nachzukommen“, so Avantario. Wie lange der Eigentümer für die Suche nach einer geeigneten Firma Zeit hat, das ließ die Kreissprecherin offen. Sie erklärte lediglich, dass das angedrohte Zwangsgeld nach einer Anhörung „vorerst“ ausgesetzt worden sei.

Die Stadt Rheinsberg und der Rheinsberger Heimatverein sind mit der desolaten Situation der Obermühle seit Langem unzufrieden. Immerhin steht das Gebäude an einer der Hauptzufahrtsstraßen von Rheinsberg. Wegen der exponierten Lage gab es auch bereits viele Pläne für das Haus. So sollten dort schon eine Gastronomie, Ferienwohnungen und ein Atelier entstehen. Aber aus all diesen Plänen für das Gebäude, das zwischen 1848 und 1851 an der Stelle erbaut wurde, an der sich bereits seit 1533 eine Mühle befand,wurde nichts. Derzeit wird das Gelände lediglich von der Firma Rheinsberg Adventure Tours (RAT) als Lager für Boote und als Einstiegsstelle für Paddler genutzt. „Rheinsberg würde sich freuen, wenn hier was passiert“, hatte RAT-Chef Robert Franck bereits im Sommer erklärt (die MAZ berichtete). Doch bis heute ist das Dach nicht richtig gesichert – und der Eigentümer hält sich in der Öffentlichkeit weiterhin bedeckt.

Von Andreas Vogel

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