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Ostprignitz-Ruppin Rheinsberger Ortsdurchfahrt fließt weg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rheinsberger Ortsdurchfahrt fließt weg
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15:38 02.07.2016
Die Rheinsberger Mühlenstraße ist in so miserablem Zustand, dass die Stadt sie schon sperren wollte. Quelle: Celina Aniol
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Rheinsberg

Dieser Sommer ist zu viel für die Rheinsberger Ortsdurchfahrt. Die Hitze vor wenigen Tagen hat der Mühlenstraße beinahe endgültig den Garaus gemacht. Bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius hat sich der Fahrbahnbelag regelrecht aufgelöst. Die Hitze hat so schwere Schäden angerichtet, dass die Rheinsberger Stadtverwaltung kurz davor war, die Piste zur Sicherheit zu sperren. Nur mit einer Notreparatur konnte die Straße wenigstens vorerst wieder in einen befahrbaren Zustand versetzt werden.

„Der Asphalt hat sich regelrecht verflüssigt“, sagt Rheinsbergs Stadtentwicklungsreferent Thomas Lilienthal. Die Fahrbahndecke war so weich, dass der flüssige Bitumen schon auf den Gehweg spritzte, wenn Autos darüber fuhren. Mitarbeiter der Stadt fürchteten, dass es zu Unfällen kommt, wenn Autos bremsen müssen. Hätte ein Fahrzeug stehen bleiben müssen, dann wäre es dem folgenden vielleicht nicht einmal mehr möglich gewesen, anzuhalten, weil es mit dem weichen Asphalt weitergerutscht wäre, sagt Lilienthal.

Mit Splitt konnte der flüssige Asphalt noch einmal gesichert werden

Das Ganze ist am Abend aufgefallen – zu einer Zeit, als beim eigentlich zuständigen Landesbetrieb für Straßenwesen niemand mehr erreichbar war. Die Stadtverwaltung stand kurz davor, die Reißleine zu ziehen und die Mühlenstraße für den gesamten Verkehr dicht zu machen. Aber auch das wäre schwierig geworden. „Wir hätte wenigsten vier Stunden gebraucht, um eine Umleitung auszuschildern“, fürchtet Referent Lilienthal. Schließlich gelang es doch, einen Betrieb zu finden, der die weiche Fahrbahndecke mit zusätzlichem Splitt erst einmal stabilisieren konnte. Eine Dauerlösung ist das aber nicht.

In den nächsten Wochen soll der Landesstraßenbetrieb eine besondere Kleberschicht auf die alte Asphaltdecke auftragen, die für Halt sorgt. Doch das ist erst möglich, wenn es sich deutlich abkühlt.

Anwohner fordern seit Langem eine gründliche Sanierung der Mühlenstraße. Doch die ist derzeit nicht in Sicht – und die Stadt Rheinsberg will die Sanierung auch gar nicht. Denn dann wäre das vielleicht wichtigste Vorhaben für die Stadtentwicklung der nächsten Jahre in Gefahr – der Bau der seit Langem geplanten Umleitungsstrecke um den historischen Stadtkern.

Rheinsberg will lieber eine Umgehungsstraße

Der Landesstraßenbetrieb hat sich bereiterklärt, die Landstraße von Flecken Zechlin zur B 122 am Rheinsberger Schloss zu verlegen. Autos sollen auf Dauer nicht mehr am Schlosspark vorbei und durch die Mühlenstraße fahren.

Stattdessen soll eine neue Umgehungsstraße gebaut werden, die von der B 122 am Lidl-Markt abzweigt, über den Damaschkeweg und den alten Bahndamm führt und schließlich an der Landesstraße 15 endet – etwa in Höhe der Ortsausfahrt in Richtung Flecken Zechlin. Die Mühlenstraße ist dann vielleicht nur noch Fußgängerzone.

Rheinsberg hofft auf viel Hilfe des Landes für das Zehn-Millionen-Euro-Vorhaben. Doch das Land zahlt nur für ein Verkehrsprojekt in der Stadt: für die Sanierung der Mühlenstraße oder die neue Ortsumfahrung. Die Anwohner der Mühlenstraße müssen deshalb noch einige Jahre mit der Situation leben. Der Stadt ist die Umgehungsstraße zu wichtig.

Von Reyk Grunow

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