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Ostprignitz-Ruppin Stadtvertreter empört über Bummel-Vorwürfe
Lokales Ostprignitz-Ruppin Stadtvertreter empört über Bummel-Vorwürfe
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00:30 19.03.2018
Ilona Schenk aus Kleinzerlang ist empört, dass ausgerechnet der Rheinsberger Bürgermeister bei ihr Disziplin anmahnt. Quelle: Katharina Kastner
Rheinsbergt

Eine richtige Welle der Empörung brach über Frank-Rudi Schwochow in der Rheinsberger Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag in Dorf Zechlin herein. Einige Stadtverordnete fühlten sich von den Worten des BVB/Freie Wähler-Bürgermeisters angegriffen, der kürzlich öffentlich mehr Disziplin von den Mitgliedern des Sozialausschusses verlangte.

Diese Äußerung ist nach einer Sitzung gefallen, die nicht stattfinden konnte, weil zu wenige Ausschussvertreter zur Versammlung erschienen waren. Nur drei von sieben Mitgliedern des Gremiums waren da (die MAZ berichtete).

Der neue Rheinsberger Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow hält einige seiner Stadtverordneten für disziplinlos. Quelle: privat

„Keiner von uns hat es mit Absicht gemacht“, beteuerte Lysann Gutenmorgen von der CDU-Fraktion. Das hätte angesichts der Grippewelle, die in ganz Deutschland grassiert, auch dem Bürgermeister klar sein müssen, sagte sie, sichtlich verärgert. Er sei seit etwa 37 Jahren Abgeordneter, ergänzte Heinz Karwath (Die Linke). Aber nicht einmal zu DDR-Zeiten habe es jemand geschafft, ihm solche bösen Absichten zu unterstellen.

Marion Grefrath von der SPD-Fraktion störte sich ebenfalls an dem Ton Schwochows. Ihr missfalle diese Aussage vor allem, weil dieser selbst in der Vergangenheit Sitzungen mit voller Absicht verlassen habe, weil er nicht mit bestimmten Personen an einem Tisch sitzen wollte. Der seit Januar amtierende Rathauschef war noch bis vor Kurzem Stadtverordneter.

Schenk: Noch solche Diskreditierungen – und ich platze!

Ihre Fraktionskollegin Ilona Schenk erinnerte an den Stoffaffen, den Schwochow vor einigen Jahren lange Zeit demonstrativ auf seinem Tisch als eine Reminiszenz an den Begriff „Affenstall“ für die Rheinsberger Verwaltung thronen ließ.

„Da hätte ich mir mehr Disziplin gewünscht“, sagte Schenk. Ebenso wie bei den vielen Anfragen des ehemaligen Stadtvertreters, durch die sich die Sitzungen in die Länge gezogen hätten. Sie selbst sei seit Jahrzehnten ehrenamtlich für die Kommune im Dienst. „Und ich mache es sehr diszipliniert“, betonte die Ortsvorsteherin von Kleinzerlang. Deshalb werde sie sich auch nicht länger als eine Schuldige vorführen lassen. Wenn der Bürgermeister noch einmal eine ähnlich „diskreditierende Äußerung“ von sich gibt, „dann platze ich wie eine Bombe“, drohte Ilona Schenk.

Schwochow: Jede Sitzung kostet Geld

Der Rathauschef verteidigte seine Aussage. Schließlich sei der Ausschuss nicht nur dieses eine Mal, sondern bereits mehrfach ausgefallen. „Und jede Sitzung kostet Arbeitszeit und Geld“, so Schwochow. Zeit, in der die Verwaltung die Versammlung vorbereitet, sowie jedes Mal mindestens 500 Euro für die Aufwandsentschädigung und andere Ausgaben. Deshalb halte er es für legitim, beim wiederholten Ausfall wegen Nichterscheinens von Stadtvertretern bei diesen Disziplin anzumahnen. Auf die Krankheit der Stadtvertreter ging Schwochow bei seinen Erklärungen zu dem Thema nicht ein.

Von Celina Aniol

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