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Rheinsberger Wohnung mit Dachschaden

Flüchtlingsfamilie ratlos Rheinsberger Wohnung mit Dachschaden

In Rheinsberg herrscht Aufregung über eine Flüchtlingswohnung. In dieser tropft an mehreren Stellen Wasser von der Decke, an einer auch direkt neben einer Lampe. Die Wohnungsgesellschaft Rewoge hat jetzt darauf reagiert und den Dachschaden beheben lassen. Gleichwohl gibt es weiterhin Kritik. Denn die Flüchtlingsfamilie musste mehrere Wochen auf die Reparatur warten.

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Der Dachschaden an der Wohnung in Rheinsberg ist jetzt behoben.

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Hans-Georg Rieger wollte seinen Augen nicht trauen. Der Kreistagsabgeordnete hatte am Montag eine syrische Familie in deren Wohnung am Rheinsberger Stadion besucht – und war entsetzt: „Sie hatten drei Schüsseln aufgestellt, um das Wasser auffangen zu können, das durch die Decke tropft.“ Demnach suchte sich das Wasser an insgesamt sechs Stellen seinen Weg nach unten, in einem Fall auch direkt neben einer Deckenlampe und einem Lichtschalter.

Rieger hält es für einen “Skandal“, dass Flüchtlingen derart marode Unterkünfte angeboten werden. Schließlich wüssten Flüchtlinge kaum, an wen sie sich wenden könnten, damit der Schaden möglichst schnell behoben werde. Der Abgeordnete (BVB/Freie Wähler) fragt sich deshalb, warum derart marode Wohnungen überhaupt vergeben werden.

Eine Tochter der Stadt

Um Flüchtlingen eine Unterkunft anbieten zu können, in der sie auch betreut werden, hat die Rheinsberger Wohnungsgesellschaft (Rewoge) einen Verbund aus 40 Wohnungen gebildet. Der Vorteil: Die Wohnungen liegen nah beieinander, so dass eine gute Betreuung möglich ist.

Die Rewoge ist ein Unternehmen der Stadt Rheinsberg. Sie bewirtschaftet mehr als 1000 eigene Wohnungen und verwaltet darüber hinaus rund 2500 Wohn- und Geschäftseinheiten für Dritte und die Stadt Rheinsberg.

Stephan Greiner-Petter zeigte sich am Mittwoch indes verwundert über die Aufregung. Für den Geschäftsführer der Rheinsberger Wohnungsgesellschaft Rewoge handelt es sich um einen ganz normalen Wasserschaden, der mal vorkommen kann. Immerhin sind die Häuser vom Typ WBS 70 inzwischen mehr als 20 Jahre alt. Laut Greiner-Petter war der Bereitschaftsdienst der Rewoge von einem Sozialpädagogen, der die Flüchtlingsfamilie betreut, über den Schaden informiert worden. Daraufhin sei die Stelle im Dach, durch das das Wasser getropft war, abgedichtet worden. Demnach wollte sich Nachmittag noch eine Dachdeckerfirma die Stelle genau ansehen, ob weitere Arbeiten notwendig sind.

„Das ist ein völlig normales Problem und wird wie das von jedem anderen Mieter behandelt“, versicherte der Rewoge-Chef. Er lobte zugleich die Zusammenarbeit mit den Sozialpädagogen, die sich um die Flüchtlinge in Rheinsberg kümmern. „Die machen eine gute Arbeit.“ Laut Greiner-Petter gibt es mit den Flüchtlingen kaum Probleme. „Wer doch mal eines hat, der meldet sich einfach bei uns.“ Das führt mitunter zu kuriosen Situationen, etwa wenn Asylbewerber wissen wollen, wie die Mülltrennung in Deutschland funktioniert. Greiner-Petter hat sich dafür extra eine Sprach-App runtergeladen, um notwendige Begriffe ins Arabische übersetzen zu können. „Das macht schon Spaß, damit zu arbeiten.“

Hans-Georg Rieger zeigte sich zufrieden, dass der Wasserschaden in der Wohnung der syrischen Flüchtlingsfamilie, die acht Kinder hat, nun behoben wurde. Allerdings hat das laut dem Abgeordneten auch lange genug gedauert. Demnach war die erste Nässe in der Wohnung bereits vor drei Wochen aufgetreten.

Von Andreas Vogel

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