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Rheinsberger diskutieren, statt sofort zu agieren

Kaputte Landesstraßen Rheinsberger diskutieren, statt sofort zu agieren

Grundsätzlich sind die Rheinsberger Stadtvertreter dafür, dass die L 15 und 16 saniert werden, und das seit Jahren. Anstatt sofort zu handeln, wie es BVB/Freie Wähler/FDP fordert, will die Mehrheit der Stadtverordneten noch einmal über die Notwendigkeit der Erneuerung gründlich beraten.

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In Linow ist die L 15 im jämmerlichen Zustand.

Quelle: Foto: Aniol

Rheinsberg. Eigentlich ist die Lage klar. Egal, an welcher Stelle man sich die Landesstraßen im Bereich der Dörfer Linow, Wallitz und Dorf Zechlin anschaut, zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Fahrbahn ist ein interessantes und über Jehrzehnte angewachsenes Konglomerat aus verschiedensten Schichten, übersät mit Löchern, soweit das Auge reicht. Deshalb wäre es nur naheliegend, dass sich die Rheinsberger zusammentun und mit einer Stimme die längst hinfällige Sanierung der L 15 und der L 16 dort fordern. Doch so einfach ist ein solches Engagement nicht. Zumindest nicht in Rheinsberg.

Dort hat die große Mehrheit der Stadtverordneten nämlich jüngst dagegen gestimmt, dass sich die Kommune unverzüglich um das Problem kümmert. Stattdessen sollen noch einmal die Ortsbeiräte sowie die Fachausschüsse noch einmal über das hinlänglich bekannte Problem beraten. Damit bügelten die Stadtvertreter die Anträge der Fraktion BVB/Freie Wähler/FDP ab. Diese wollte, dass sich Rheinsberg mit der Forderung nach einer Erneuerung der Ortsdurchfahrten in Linow und Wallitz sowie der Landesstraßen zwischen Linow und Dorf Zechlin sowie Wallitz und Kagar direkt an die Landesregierung wendet. Das Geld dafür sollte das Land in den Haushalt 2017/18 einstellen. Zudem sollten der Kreistag als Unterstützer von der Stadt eingespannt und die einzelnen Parteien im Landtag auf das Problem aufmerksam gemacht werden.

Zwar seien mit dem Land in den vergangenen Jahren darüber immer wieder Gespräche geführt worden, sagte der Fraktionsvorsitzende Frank-Rudi Schwochow. Weil aber das Geld fehlte, sei beispielsweise das Kopfsteinpflaster der schmalen Dorfstraße in Wallitz, die über keine Regenentwässerung verfügt und wo der Ausweichverkehr bis an die Häuser heranreicht, zuletzt Anfang der 1990er Jahre mit einer Asphaltschicht überzogen worden, die längst wieder kaputt ist. Da die L 16 bis Wallitz und die L 15 von Templin über Fürstenberg und Menz aber bereits saniert wurden, sei die Geldnot kein Argument. Dass das Land etwas unternehmen kann, beweise zudem das Beispiel Schweinrich, so Schwochow. Dort werde die Landesstraße erneuert – aber nur, weil sich die Kommune dafür lange und stark eingesetzt hatte.

„Sie sollen nicht immer auf Züge aufspringen, die schon lange abgefahren sind“, kritisierte Linows Ortsvorsteher und Stadtverordneter Burkhardt Stranz mit dem Verweis auf das Engagement im Ort und bei der CDU für die Sanierung. „Auch 2016 wird es noch einmal eine Demo geben.“ Es sei aber nichts Ungewöhnliches, dass Züge mit demselben Ziel von verschiedenen Gleisen abfahren, entgegnete Schwochow. „Wir machen keine Parteipolitik, sondern Sachpolitik.“ Auch wenn Schwochow beteuerte, dass alles mit den Ortsbeiräten abgestimmt sei, verlangten die anderen Fraktionen am Ende die erneute Diskussion in den Ortsbeiräten.

Von Celina Aniol

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