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Rheinsbergs Kultur-Chef geht

Musikkultur braucht neuen Leiter Rheinsbergs Kultur-Chef geht

Kammeroper und Musikakademie in Rheinsberg brauchen ab 2016 einen neuen Geschäftsführer. René Serge Mund gibt den Posten als Chef der gemeinsamen Musikkultur-Gesellschaft nach zwei Jahren auf. Er hat zum Ende des Jahres seinen Rücktritt erklärt. Das Kulturministerium lobt Munds Einsatz in Rheinsberg seit 2013.

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Seit 2013 ist René Serge Mund in Rheinsberg.

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Erst vor wenigen Wochen hat die Musikakademie Rheinsberg eine neue künstlerische Direktorin bekommen. Jetzt steht die nächste große Personalveränderung an: René Serge Mund, Geschäftsführer von Kammeroper und Musikakademie, gibt seinen Posten ab. Der 68-Jährige hat zum Ende des Jahres seinen Rücktritt erklärt.

„Ganz überraschend kommt das für uns nicht“, räumt Stephan Breiding, der Sprecher des Kulturministeriums in Potsdam, ein. Von Anfang an sei klar gewesen, dass das Engagement von René Serge Mund in Rheinsberg nur begrenzt sein wird.

Mund sollte Kammeroper und Musikakademie vereinen

2013 hatte das Land Brandenburg weitere Anteile an Kammeroper und Musikakademie von der Stadt Rheinsberg und dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin übernommen. Als Mehrheitsgesellschaft hatte die Landesregierung eine gemeinnützige Musikkultur-Gesellschaft für Rheinsberg gegründet. René Serge Mund fiel die Aufgabe zu, Kammeroper und Musikakademie unter dem Dach der neuen Gesellschaft zu vereinen. „Und aus unserer Sicht hat er dabei eine hervorragende Arbeit geleistet“, sagt Ministeriumssprecher Breiding.

Erfahrung mit der Leitung von Kultureinrichtungen hat Mund jede Menge. 1947 wurde er in Malta geboren, lebte aber seit 1966 in Deutschland. Er studierte Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft und Theaterwissenschaften und promovierte in Berlin. Danach arbeitete er unter anderem bei der EU und dem Internationalen Währungsfonds. Erfahrungen im Kulturbetreich hat er an diversen Theatern gesammelt. Mehr als 25 Jahre lang war er Intendant an Bühnen in ganz Deutschland.

In Cottbus warf er aus Protest das Handtuch

Zuletzt war er geschäftsführender Direktor der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus mit dem Staatstheater und dem Kunstmuseum Dieselkraftwerk. 2012 hatte er schließlich aus Protest gegen immer neue Sparforderungen des Landes bei den beiden großen Kultureinrichtungen in Cottbus das Handtuch geworfen.

Trotzdem hatte das Land ihn wegen seiner großen Erfahrung 2013 gebeten, nach dem Tod des langjährigen Verwaltungschefs Rainer Schwarz die Leitung der Kammeroper und später auch der Musikakademie zu übernehmen.

Dass auch die finanzielle Lage der Musikkultur-Gesellschaft angespannt ist, ist kein Geheimnis. Der Sanierungsbedarf ist groß. Dringend müsste in Gebäude und Technik investiert werden. Das Land als Mehrheitsgesellschafter hatte zuletzt mehr Engagement von Rheinsberg und vom Landkreis gefordert. Doch die sehen sich nicht in der Lage, mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Dass er Rheinsberg nun verlassen wolle, habe ausschließlich private Gründe, sagt René Serge Mund. „Herr Mund hat wichtige Weichen gestellt für ein erfolgreiches Zusammenwachsen der beiden Einrichtungen“, lobt Stephan Breiding seinen Einsatz. Unabhängig von René Serge Munds Rücktritt sei das Ministerium bereits dabei, die Ausschreibung des Geschäftsführerpostens ab 2016 vorzubereiten.

Von Reyk Grunow

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