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Ostprignitz-Ruppin Rhinhöhe: Konzept für bessere Energiebilanz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rhinhöhe: Konzept für bessere Energiebilanz
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17:13 21.11.2017
Die von Stadtwerken in Auftrag gegebene Studie schlägt vor, in Rheinsberg auch Geothermie zu nutzen (im Bild ein Geothermiewerk in Rheinland-Pfalz) Quelle: dpa
Rheinsberg

Effizienterer Einsatz von Energie, geringerer Ausstoß von Kohlendioxid – das Neuruppiner Unternehmen „tetra ingenieure“ hat für die Rheinsberger Siedlung Rhinhöhe die Vision eines energetisch vorbildlichen Wohngebietes entwickelt. Im Auftrag der Rheinsberger Stadtwerke hatten die Ingenieure untersucht, wie die Energiebilanz in Rhinhöhe ausfällt und wie sie sich verbessern lässt. Geschäftsführer Ernst-Peter Jeremias präsentierte ein energetisches Quartierkonzept am Montagabend den Stadtverordneten.

Die „tetra ingenieure“ schlagen mehrere Schritte vor: So lässt sich die Energie­effizienz der Gebäude erhöhen, wenn die Hausbesitzer entsprechend in die Anlagentechnik investieren. Zugleich empfehlen sie, Geothermie für das Wärmenetz zu nutzen. Unweit der Siedlung hatte die Stadt vor mehr als 20 Jahren eine Bohrung machen lassen. „Wir haben es bis heute nicht geschafft, diese Quelle für die Stadt zu erschließen“, sagte Jeremias.

Informationsveranstaltung im kommenden Jahr

Noch ist völlig offen, inwieweit sich das Konzept umsetzen lässt. Denn die Hausbesitzer müssen bereit sein, die Kosten für die Umrüstung der Gebäudetechnik selbst zu tragen. Jeremias kündigte eine Veranstaltung an, bei der sich Rhinhöhe-Bewohner Anfang kommenden Jahres über erforderliche Umbauten und eventuelle Fördermöglichkeiten informieren können. Die Stadtwerke müssten zudem die Investitionen für die Hausanschlussstationen und in das Netz stemmen. In einem ersten Schritt sind dafür 200 000 Euro notwendig, die Gesamtinvestition liegt bei mehreren Millionen Euro. Jeremias geht davon aus, dass der Umbau, zu dem auch die umweltfreundlichere Gestaltung des Verkehrs gehört, zehn bis 15 Jahre in Anspruch nehmen wird.

Zur Rhinhöhe, deren erste Häuser bereits in den 20er Jahren entstanden, gehören 230 Haushalte, so die Analyse. Die Untersuchung hat nach Angaben der Stadt 37 000 Euro gekostet – die Kreditanstalt für Wiederaufbau übernahm davon 30 000 Euro.

Von Frauke Herweg

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