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Ostprignitz-Ruppin Rhinluch gestern und heute
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rhinluch gestern und heute
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14:58 29.10.2017
Detlef Glase referierte im Café Constance vor vielen Zuhörern die Geschichte des Rhinluchs. Quelle: FOTO: Dagmar Simons
Wustrau

Wer, wenn nicht Detlef Glase, wäre der Richtige, wenn es um das Rhinluch geht. Immerhin war der Wustrauer lange Jahre Geschäftsführer des Fehrbelliner Wasser- und Bodenverbands, ist also bestens bewandert in der Gegend. Das Thema stieß offensichtlich auf großes Interesse. Die Plätze im Wustrauer Café Constance am Sonnabend reichten kaum aus für die große Schar an Zuhörern. „Wenn mehr als 20 Leute kommen, sind es viele“, hatte Detlef Glase noch nachmittags zu seiner Frau gesagt. Umso überraschter zeigte er sich von dem Zuspruch. „Wir sind doch alles Rhin­kosaken“, begründete eine Fehrbellinerin ihr Interesse. Auch Glases Nachfolger René Philipp war gekommen.

Abkühlung im Wellenbad

Mit dem Vortrag schließt sich ein Kreis, Am 21. Oktober wurde eine Foto-Ausstellung zum Thema „Das Wustrauer Luch gestern und heute“ mit einer Lesung eröffnet. „Nun die Krönung“ wie die Gastgeberin Ingelore Radke den Referenten ankündigte.

Glase beschränkte sich auf das obere Rhinluch, das sich bis Fehrbellin hinzieht. „Das Besondere ist, dass es ein großer nahezu menschenleerer Raum ist.“ Die Gegend wurde geprägt unter anderem von Friedrich II. – aber auch von Karl August Frost, dem Sekretär des letzten Zieten, der dessen Gut im Luch verwaltete und am Torfabbau verdiente. Nicht nur er machte viel Geld mit dem Torf. So ging beispielsweise Alexander Gentz als „Torflord“ in die Geschichte ein.

Dass es einmal ein Wellenbad in Fehrbellin gab, war den meisten Zuhörern unbekannt. Wie Detlef Glase berichtete, stellte ein Freund von Alexander Gentz 1853 einen Antrag bei den Behörden. Der wurde genehmigt. Ein Foto zeigte Badende, die sich unter dem Wasserfall des Wehres abkühlten. Heute unvorstellbar wegen der vielen Sicherheitsvorschriften.

Detlef Glase sprach über die letzte große Meloration zwischen 1969 und 1980. Das große Ziel, so Glase, sei immer der Ausgleich zwischen zu nass und zu trocken gewesen. Das ist noch heute so.

Von Dagmar Simons

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