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Ostprignitz-Ruppin Rhinpassage hat ab März neuen Eigentümer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rhinpassage hat ab März neuen Eigentümer
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10:46 27.02.2018
Künftig soll die Rheinsberger Rhinpassage übers ganze Jahr mehr Besucher anlocken. Neben den zahlreichen Läden soll es auch ein Café geben. Quelle: Peter Geisler
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Rheinsberg

Es tut sich was im Zen­trum von Rheinsberg. Die Rhinpassage in der Rhinstraße hat ab 1. März 2018 einen neuen Eigentümer. Dirk Pospiech, der ein Immobilienbüro in Neuruppin betreibt, hat die bekannte kleine Einkaufsmeile erworben. Bisheriger Eigentümer war die Carstens-Keramik Rheinsberg, vertreten durch Geschäftsführer Ralf Grabowski. Diese wird als Mieter weiterhin mit ihrer Produktionsstätte und der Werksverkaufsausstellung in der Passage bleiben.

Aus persönlicher Motivation gekauft

Grabowski suchte bewusst keinen Investor als Käufer, erzählt Dirk Pospiech: „Ich habe das Gewerbeobjekt als Privatperson gekauft.“ Ihm gehe es nicht ums Zahlenwerk, sondern er wolle etwas aus persönlicher Motivation mit Leidenschaft vorantreiben: „Mit Rheinsberg verbindet mich einiges. Ich habe hier meine Kindheit und Jugend verbracht.“

Die Entstehung und Geschichte der Rhinpassage sind ihm vertraut. 1995 wurde diese auf dem Gelände der Firma Carstens Keramik gebaut. Sie ist das moderne Gegenstück zur Hauptgeschäftsstraße in der Schloßstraße. Früher standen anstelle der Rhinpassage die alten Fabrikhallen der Steingutfabrik.

Gelände soll attraktiver werden

Einen Bummel durch die Einkaufsmeile sollte sich kein Besucher entgehen lassen, heißt es auf der Website von Carstens Keramik. Allerdings muss derjenige auch erst mal auf die Rhinpassage aufmerksam werden, insbesondere Ortsfremde. Das 9 000 Quadratmeter große Gelände mit Parkflächen für Pkw und Busse lockt derzeit nicht gerade optisch an. Dirk Pospiech möchte die Rhinpassage nun sichtbarer machen und ihr zu mehr Anziehungskraft verhelfen, sagt er: „Ich werde sie als Einkaufscenter revitalisieren und sie zu einem ganzjährigen Treffpunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen machen.“

Die Lage des Grundstücks unmittelbar am Rheinsberger Rhin soll dafür ebenso genutzt und das Areal dahingehend attraktiver gestaltet werden, so dass sich Besucher am Fluss aufhalten können. Er denke in neuen Sphären, sagt Pospiech, dafür sei es wichtig, dass alle in der Rhinpassage am gleichen Strang ziehen.

Idee: ein Café am Eingang der Passage

Bei den Mietern der Läden hat sich Dirk Pospiech bereits vergangenen Freitag persönlich vorgestellt. Außer Carstens Keramik befinden sich auf den rund 4000 Qua­dratmetern Gewerbeflächen der Heimatverein, das Sterntaler Outlet, ein Yoga-Studio und diverse weitere Geschäfte. Nur drei Gewerbeeinheiten mit insgesamt 500 Quadratmetern stehen im Moment leer. Wohl nicht mehr lange. Neu-Eigentümer Dirk Pospiech ist schon im Gespräch mit potenziellen Mietern. Am Eingang zur Passage, im Bereich zum Parkplatz, schwebt ihm ein Café vor:„Besucher sollen sich erstmal hinsetzen, einen Kaffee trinken, eine Kleinigkeit essen, bevor sie shoppen und bummeln gehen.“

Außer einem Café würde er gerne einen Laden mit feinen, regionalen Produkten in die Rhinpassage holen. „Vielleicht wird es auch einen regelmäßigen Bauernmarkt geben. Und ich möchte Künstler aus der Region einbinden.“ Wechselnde Ausstellungen in den Geschäften könnte Pospiech sich vorstellen. Er setzt auf Qualität, Regionalität, Kunst und Kultur.

Internetseite ist in Arbeit

Ideen hat der Ostprignitz-Ruppiner viele. Eine davon hat er schon in die Tat umgesetzt und die Domain für die Rhinpassage gesichert. „Die Einkaufsmeile soll auch im Netz sichtbar sein, die Läden gezeigt, Veranstaltungstermine genannt werden. Zur Zeit ist es ein schlecht beworbener Standort“, findet Dirk Pospiech. Die Internetseite sei bereits in Arbeit und soll in absehbarer Zeit online gehen.

Alle Mieterangelegenheiten wickelt künftig die Hausverwaltung Karbe in Neuruppin ab. Pospiech selber sieht sich rein als Vermieter und Netzwerker: „Ich möchte liebevolle und gut gelaunte Mieter. Dafür will ich auch einiges tun. Mein Ziel ist es, mit den Änderungen in der Rhinpassage etwas für die Rheinsberger und Touristen zu schaffen.“

Von Anja Reinbothe-Occhipinti

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