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Richterakademie wird weiter modernisiert

Wustrau Richterakademie wird weiter modernisiert

Die Deutsche Richterakademie investiert am Standort Wustrau 2017 in die Heizung und in schnelles Internet. Im kommenden Jahr soll die zweite Etage des Schlossgebäudes werden. Direktor Stefan Tratz erhofft sich davon ein besseres Arbeitsumfeld für die Tagungsteilnehmer. Zuletzt verzeichnete die Akademie in Wustrau einen Besucherrekord.

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Die Hymne ist noch nicht verklungen

Stefan Tratz führt durch den zweiten Stock. Die Räume hier sind sichtlich in die Jahre gekommen..

Quelle: Peter Geisler

Wustrau. Es ist noch keine 14 Tage her, da begrüßte Stefan Tratz die 50 000ste Tagungsteilnehmerin in der Richterakademie Wustrau. Tratz, Direktor des Hauses, überreichte Bettina Tayefeh Mahmoudi vom Amtsgericht Weilburg in Hessen zu diesem Anlass einen Blumenstrauß. Inzwischen dürfte der Hausherr von Schloss Wustrau knapp hundert neue Gäste in Empfang genommen haben. Es ist viel los in der Akademie.

Mehr als 2300 Teilnehmer verzeichnete man im vergangenen Jahr am Standort Wustrau und damit etwa 100 mehr als im Vorjahr. Während am zweiten Standort Trier noch ein paar Reserven sind, sagt Tratz mit Blick auf Wustrau: „Wenn man die Krankheitsfälle rausrechnet, waren wir zu 100 Prozent belegt.“

Während die hohe Resonanz einerseits Grund zur Freude für den Direktor und seine 27 Mitarbeiter ist, bereitet sie ihm an anderer Stelle Kopfzerbrechen. Denn Renovierungsarbeiten lassen sich mit einem vollbelegten Haus nicht realisieren. Doch die sind laut Stefan Tratz dringend notwendig. Stück für Stück wird das Schloss bereits seit einigen Jahren saniert. Zunächst kamen ein Aufzug und ein modernes, zweites Treppenhaus, im letzten Jahr wurden weite Teile der Fassade erneuert. Nun steht das zweite Geschoss an. Dessen Interieur stammt noch aus DDR-Zeiten. Die Tapete blättert ab, die Isolierung ist schlecht und Tageslicht verliert sich kaum in die Räume. Für die Gäste aus dem In- und Ausland ist dies kein schöner Anblick.

Die Fassade wurde schon weitgehend erneuert, Pavillon und Sockel fehlen noch

Die Fassade wurde schon weitgehend erneuert, Pavillon und Sockel fehlen noch.

Quelle: Peter Geisler

Die Bauarbeiter sollen daher im kommenden Jahr anrücken, genauer gesagt in den Sommermonaten 2018. Ein halbes Jahr Bauzeit ist anberaumt. Deutlich freundlicher und großzügiger sollen die Räume im zweiten Stock werden, um auch größeren Arbeitsgruppen ein gutes Umfeld zu ermöglichen. So könnten zwei Räume zusammengelegt werden mit einer variabel nutzbaren Trennwand in die Mitte.

Während der Bauzeit sollen alle großen Tagungen in Trier stattfinden und kleinere Fortbildungen auf die Nebengebäude in Wustrau ausweichen, erklärt der Direktor. „An einen Tagungsbetrieb im ersten Stock des Schlossgebäudes ist nicht zu denken, wenn ein Stockwerk darüber die Presslufthämmer dröhnen“, sagt Tratz. Angesichts des straffen Zeitplanes sind die Planungen bereits recht weit, Details wird die Akademie jedoch erst bekanntgeben, wenn der Haushaltsauschuss darüber befunden hat. Bund und Länder teilen sich die Kosten der Deutschen Richterakademie auf. Tratz ist indes „zuversichtlich“, dass aus dem Gremium noch in diesem Jahr grünes Licht kommt.

Auch die Sanierung des Dachbodens ist bereits angedacht

Auch die Sanierung des Dachbodens ist bereits angedacht.

Quelle: Peter Geisler

2017 sollen zunächst einmal kleinere Arbeiten auf dem Gelände erfolgen. Heizungsrohre, die sich durch einen hohen Wärmeverlust auszeichnen, werden ausgetauscht und schnelle Internetleitungen auf dem Grundstück verlegt. Zwar stehe und falle die Geschwindigkeit mit der Breitbandanbindung der gesamten Region, doch wolle man seinen Teil bereits jetzt dazu beitragen. Nicht zuletzt sollen auch die Arbeiten an der Schlossfassade abgeschlossen werden – der Sockel wartet noch auf einen frischen Anstrich.

Von Mischa Karth

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