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Ostprignitz-Ruppin Riesige Voliere fast fertig
Lokales Ostprignitz-Ruppin Riesige Voliere fast fertig
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00:17 14.08.2016
Das ist das „Gerippe“ der neuen Voliere – dem künftigen Übungsgelände für große Vogelarten. Quelle: (2): Wildtierauffangstation
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Struck

Eine mächtige Voliere wird die Wildtierauffangstation in Struck (Prignitz) in Kürze in Betrieb nehmen. Das eindrucksvolle Gerät ist 20 Meter lang, 5,55 Meter breit und 5,30 Meter hoch. Es soll künftig Greifvögeln oder Störchen ihren Weg in die Freiheit ebnen. Denn sie können dort auf Flugrunden ihre Muskeln stärken, bevor sie draußen wieder selbst für sich sorgen müssen. Nach einem längeren womöglich verletzungsbedingten Aufenthalt in der Station sind die Muskeln meist schwach und müssen erst wieder aufgebaut werden. Die Voliere soll den Tieren genau das ermöglichen – und damit die erste Phase nach der Auswilderung erleichtern.

„Noch ist die neue Voliere nicht ganz fertig“, sagt Angie Löblich von der Station, aber es seien nur noch kleinere Restarbeiten nötig, bis es so weit ist. Sie befinde sich hinter einem Scheunentrakt in ruhiger Umgebung, um Sichtkontakt möglichst zu vermeiden.

Zeltgestell für Reisebusse

Der große Käfig besteht aus Metallrohren und Gittermatten – ursprünglich gedacht als Zeltgestell für Reisebusse. Der Bau verlangte den Tierschützern in Struck einiges ab – in handwerklicher wie auch finanzieller Hinsicht. Allerdings habe die obere Jagdbehörde des Landes Brandenburg das 8300 Euro teure Projekt bezuschusst, berichtet Angie Löblich, die sich über diese Unterstützung sehr freut.

Jedes Jahr rund 100 verletzte Vögel

Rund 100 verletzte oder kranke Vögel aus der Region werden jedes Jahr in der Wildtierauffangstation in Struck behandelt, betreut und aufgepäppelt – darunter etwa 30 bis 35 Greifvögel wie Mäusebussarde, Habichte oder Rotmilane. Sie alle, aber auch kleinere Arten wie Krähen, Elstern oder Eichelhäher werden sich in Zukunft im Fitnessstudio für Vögel stärken können, bevor es für sie zurück in die Freiheit geht.

Besonders große Sorgen bereiteten der Station allerdings die Störche. Sie fänden – ähnlich wie auch Greifvögel – immer weniger Nahrung, weil Brachflächen fehlen. „Deshalb sieht man sie an Straßenrändern oder Autobahnen, wo sie nach Fressbarem suchen. Für die Störche war es ein katastrophales Brutjahr.“

Drei Störche in der Obhut

Aktuell befinden sich drei Störche in der Obhut der Station – zwei Jungtiere und ein Brutvogel. Sie alle sind verletzt. Ein Jungvogel hat einen verdrehten Flügel, der andere ein Problem mit seinen Luftsäcken.

Der Altvogel aus Drenkow in Mecklenburg-Vorpommern leide unter einer Gelenkverletzung. „Wir hoffen, dass der verbliebene Partner es schafft, die Brut allein zu versorgen.“

An möglichen Kandidaten für die Flugpremiere in der neuen Voliere mangelt es also nicht. Die Zeit drängt, denn Ende August machen sich die Störche wieder auf in ihre Überwinterungsgebiete.

Ob es gelingt, die Vögel bis dahin noch rechtzeitig wieder fit zu bekommen, sei nicht ganz sicher. „Es wird eng“, schätzt Angie Löblich die Lage ein. Aber mit der neuen Fitness-Voliere steigen zumindest die Chancen, dass die Pechvögel vielleicht doch noch Glück haben könnten.

Von Björn Wagener

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