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Ostprignitz-Ruppin River-Café leidet unter der Brückensanierung
Lokales Ostprignitz-Ruppin River-Café leidet unter der Brückensanierung
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18:41 13.03.2018
Hier lässt es sich gut sein: Tobias Netta vor dem River-Café. Quelle: Foto: Felsch
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Molchow

Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land mit seinen vielfältigen Wasserlandschaften und Wäldern ist ein Naturparadies, das immer mehr Touristen entdecken. Die Zahl der Urlauber, die mit dem Boot, mit dem Rad oder per Pedes das Ruppiner Land durchstreifen, steigt kontinuierlich an, zur Freude der Bewohner, die ihren Lebensunterhalt mit dem Tourismus verdienen.

Zu ihnen gehört Tobias Netta, der seit zwei Jahren das River-Café am Kanal zwischen Molchow- und Teetzensee betreibt – herrlich gelegen, mit hervorragendem Cappucino und leckerem selbst gebackenen Pflaumen-Streuselkuchen. 14 Dauerliegeplätze und 10 Gastliegeplätze hält er an seinem kleinen Hafen für die Bootsbesitzer bereit. Bei schönem Wetter kann man unter Topfpalmen vom Liegestuhl aus den Blick auf das Wasser genießen und den vorbei fahrenden Booten hinterher schauen. „Für mich ist es der schönste Moment am Tag, wenn ich morgens hierher komme und meine Tasse Kaffee am Wasser genießen kann“, sagt er. Was wünscht man sich mehr? Doch fragt man den Betreiber, wie denn die vergangene Saison gelaufen ist, so verfinstert sich seine Miene sofort. „Dieser Sommer war furchtbar“ , sagt Tobias Netta, der optimistische Jazztrompeter, der die Welt kennengelernt hat und sich hier im Brandenburgischen seinen Traum erfüllte. Das regenreiche Jahr sorgte dafür, dass sich die Wasserwanderer und Radfahrer rar machten, die einen großen Teil seiner Kundschaft ausmachen. Wer es dennoch mit entsprechender Kleidung wagte, sich in die Natur zu begeben und vielleicht eine Rundfahrt um den Molchowsee zu unternehmen, mit anschließendem Café-Besuch, gelangte zwar bis nach Molchow, aber nicht zum Café auf der andern Seeseite, denn die Brücke wurde abgerissen und soll voraussichtlich zur Saison 2018 fertiggestellt werden.

Seit Abriss der Brücke ist das Lokal auf dem Landweg nicht erreichbar

Auch für die Molchower, die sich dort regelmäßig zusammen fanden, ist das River Café nun nicht mehr erreichbar, sie haben ihren Treffpunkt in das Dorfgemeinschaftshaus verlegt. Die Gäste, die sich im Luisenhof eine Ferienwohnung mieteten, müssen sich nun ihr Frühstück selbst zubereiten. Nachbarn und Bungalowbewohner auf der westlichen Seeseite finden zwar noch hin und wieder den Weg zu Café, doch auch sie flüchten langsam vor den Herbststürmen. Der Weg, der dort parallel zum Ufer entlangführt, ist kaum noch befahrbar. Tiefe Rinnen und Löcher reihen sich aneinander, so dass die Autofahrer ihn nur im Schritttempo passieren können. Dem Café-Betreiber bleibt die Hoffnung, dass der Weg vielleicht doch noch im Herbst in Ordnung gebracht wird. Für den kommenden Winter hat Tobias Netta bereits zahlreiche Veranstaltungen geplant – vorausgesetzt, die Heizung kommt rechtzeitig. Dann soll es für die Dorfbewohner und alle Besucher aus der Region Konzerte, Lesungen und gemütliche Abende am wärmenden Feuer geben. „Ich habe schon viel Feuerholz eingelagert“, sagt Tobias Netta und auch einen Leitspruch für die geplanten Veranstaltungen hat er schon. Nicht „Rock am Ring“, sondern „Grog am Rhin“ soll es bei ihm heißen. „Auf alle Fälle will ich auch für die Adventswochenenden einige Überraschungen bereit halten.“

Trotzdem hat der Betreiber ein neues Format geplant: Grog am Rhin

Momentan hat er nur ab und zu noch die Gelegenheit, Gäste, die mit dem Boot kommen, freundlich zu begrüßen , ihnen beim Anlegen behilflich zu sein und sie mit Torte oder Eis zu verwöhnen. Der Herbst ist bereits angekommen. Zeit genug, um Pläne zu machen.

Für die kommende Saison wünscht sich der Café-Betreiber in erster Linie eine intakte Brücke. „Für mich ist es nicht entscheidend, wie die Brücke aussieht, für mich ist es wichtig, dass sie kommt“, sagt er. Sein Optimismus hat ihn trotz der Misere noch nicht verlassen. Sein Café bleibt den Ruppinern und den Besuchern der Region auf alle Fälle bis zum Jahr 2025 erhalten. „Für mich ist das eine Prüfung, da muss ich durch“, sagt er lächelnd.

Von Cornelia Felsch

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