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Ostprignitz-Ruppin Robert Cray rockt die Kulturkirche
Lokales Ostprignitz-Ruppin Robert Cray rockt die Kulturkirche
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00:17 12.10.2016
Gefühl pur: Robert Cray und seine Gitarre. Soul und Blues von feinster Machart. Quelle: Fotos: Dirk Becker
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Neuruppin


„Hallo Neuruppin, bist du bereit.“ Der Soultrain machte am Freitagabend halt im Städtchen. An der Haltestelle Pfarrkirche hatten sich die Reisenden eine Platzkarte reserviert, die mit Robert Cray eine Fahrt durch die Weiten des Blues und Soul miterleben wollten. Nahezu ausverkauft der ehrwürdige Veranstaltungsort.

Ungeheuer entspannt rollte der Zug an, laid back, zurückgelehnt im Rhythmus, legten Drummer Les Falconer und Bassist Richard Cousins das Fundament, gemeinsam mit Tastenmann Dover Weinberg. Die vier wissen genau, was sie zu tun haben und wo eine ordentliche Pause hingehört. Allesamt alt genug, sich nichts mehr beweisen zu müssen. Allen voran der 63-jährige Robert Cray, dem die 40-jährige Karriere eine bluesige Patina auf die Stimmbänder gelegt hat.

Der Mann hat den Blues, ohne Frage, Er besingt die gebrochenen Herzen, die Tür an Tür wohnen in Right next Door. Einem seiner größten Hits aus dem Jahr 1986, vom Album Strong Persuader, das mit zwei Millionen verkauften Exemplaren, zweifach mit Platin ausgezeichnet wurde. Und er singt von der Zeit, die deine Probleme löst, wenn du den Blues hast in Time takes two aus dem Jahr 2003. Und von der Vorhersage, die Schmerz verspricht und dich zittern lässt – I shiver. Die Seele dieses Musikers füllt den Raum der Pfarrkirche bis in den letzten Winkel in den gefühlvollen Momenten der langsamen Stücke, in den Momenten, in denen er versunken mit seiner Stratocaster spricht. Der Gitarre, dem Werkzeug der Bluesmänner.

Cray kann auch tanzen. Das hat er den Platzkarten-Inhabern voraus, die fest im Stuhl verwachsen, ihrer Begeisterung durch Kopf-, Schulter- und Fußwippen Ausdruck verleihen. Einige wenige finden den Weg in den Randbereich des Konzertraumes, dem Beispiel des Frontmanns und seines kongenialen Bassspielers zu folgen, die Hüften zu schwingen.

Der Soultrain nimmt Geschwindigkeit auf, es geht barfuß durch den Soulgarten. Robert Cousins Markenzeichen: ohne Schuhe zu spielen und bei jedem Stück die Bässe zu wechseln. Humorig: Die Ansage Crays mag nicht ausbleiben bei der Vorstellung seiner Musiker: „... and on bassguitarsss“. Der Meister selbst mag es auch ohne Strumpf, aber mit Sandalen am Fuß. Er wechselt die Strats alle zwei Stücke. Dann wird die eine, die graue, durchgestimmt, und die andere, die mit der Sonnenaufgangslackierung, auch sunburst genannt, darf bluesiges, souliges, oder eben auch poppiges von sich geben. Obwohl: Bei einem von Crays Hits wird sehr deutlich, dass allzu poppiges aus den 80ern, vom Fahrtwind der Jahrzehnte langen Karriere korodiert wurde, dem Gefühl hingegeben.

Dynamik bekommt an diesem Abend in der Neuruppiner Kulturkirche ebenfalls eine neue Dimension. Selten kommt der Zuhörer in den Genuss, die Röhren der Verstärker rauschen und leise britzeln zu hören. Dass ein so wuchtig auftretendes Quartett, so leise spielen kann ist unerhört.

Drei Zugaben, darauf lassen sich die Profis ein. Robert Cray, der häufig die Setliste während des Konzerts ganz neu aufstellt, lässt es mit seinen Mitstreitern zum Ende hin noch einmal funky krachen. Dann ist Endstation und die geneigte Zuhörerschaft erhebt sich vom Stuhl. Standing Ovations für ein großartiges Konzerterlebnis.

Von Dirk Becker

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