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Ostprignitz-Ruppin Rollendes Hightech-Büro für die Feuerwehr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rollendes Hightech-Büro für die Feuerwehr
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00:37 17.03.2018
Der neue Einsatzleitwagen der Feuerwehr für den Katastrophenschutz im Landkreis Ostprignitz-Ruppin kostete fast 450 000 Euro. Quelle: Matthias Anke
Kyritz

Vollgestopft mit hochmoderner Informations- und Kommunikationstechnik ist der neue Einsatzleitwagen für den Katastrophenschutz im Landkreis. Das Fahrzeug wurde am Mittwoch in Kyritz übergeben. Dort ist es auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale Ostprignitz-Ruppins stationiert.

„Auf dass es fast nie eingesetzt werden muss, und wenn doch, dann haben wir die besten Voraussetzungen dafür“, sagte Landrat Ralf Reinhardt (SPD) mit Blick auf die Technik. Ein zwölf Meter hoch ausfahrbarer Antennenmast samt Rundumkamera sowie die Satellitenschüssel lassen schon von außen erahnen, was sich drinnen abspielt: Im Aufbau des fast 450 000 Euro treuen Lkws verstecken sich gleich zwei Büros. Im hinteren befinden sich drei Arbeitsplätze für Funker. Der vordere ist ein Besprechungsraum und entsprechend größer. An der Wand hängt ein Flachbildschirm. Digitalfunkgeräte stehen bereit, mehrere Telefone und Laptops sowie ein Multifunktionsgerät zum Drucken, Faxen, Kopieren.

Über zehn Meter lang, 2,50 Meter breit und 3,50 Meter hoch ist das neue Einsatzleitfahrzeug für den Katastrophenschutz im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Es steckt voller Technik.

Mit dem vollvernetzten Computersystem sollen schwierige Lagen jeder Art bearbeitet werden. Dank eigener Stromversorgung und Klimaanlage samt Standheizung kann es ortsunabhängig eingesetzt werden, wie Sven Kluge erläuterte. „Es ist das Modernste, was geht“, sagte der Sachgebietsleiter für den Brand- und Katastrophenschutz sowie den Rettungsdienst im Landkreis. Als Einsatzbeispiele nannte er den jüngsten Herbststurm Xavier und den Chemieunfall auf der A 24.

Bisher war ein vergleichbares Fahrzeug im Landkreis nicht vorhanden. Über den vorherigen Einsatzleitwagen, der in Walsleben stationiert war, lasse sich dagegen nur schmunzeln, wie Vize-Kreisbrandmeister Olaf Lehmann blicken ließ.

Zum Personal gehören nur speziell geschulte Feuerwehrleute

Laut Lehmann, der ebenso wie Vize-Kreisbrandmeister Ralf Leppin der Fahrzeugübergabe beiwohnte, besteht der Führungsstab samt der Assistenten aus ehrenamtlichen Feuerwehrleuten. Im Ernstfall werden sie aus mehreren Feuerwehren des Landkreises zusammengezogen.

Ziel sei es, drei Teams mit je vier Leuten zur Führungsunterstützung vorzuhalten. Hauptsächlich geht es dabei um die Funkkommunikation. Der Stab selbst wird aus mindestens sieben Leuten gebildet. Dazu befähigt, diese Aufgabe überhaupt auszuführen und im Notfall gerufen zu werden, sind laut Lehmann momentan insgesamt zehn Feuerwehrleute. Sie wurden in der Landesfeuerwehrschule speziell darin ausgebildet. Diese operative Einheit, die auch über einen Mannschaftstransportwagen verfügt, ist zudem nicht mit dem Krisenstab auf Verwaltungsebene zu verwechseln.

Einsatzleitwagen wurden für sieben Brandenburger Landkreise gebaut

An der Finanzierung des neuen Fahrzeugs beteiligte sich das Land Brandenburg mit rund 340 000 Euro. Laut Sven Kluge wurden derart moderne Einsatzleitwagen für sieben Landkreise angeschafft. Nach einem entsprechenden Ausschreibungsverfahren hatte die Firma Binz aus Ilmenau in Thüringen den Zuschlag erhalten, diese sieben sogenannten ELW 2 auf MAN-Basis anzufertigen.

In der Feuerwehrzentrale des Landkreises OPR in Kyritz muss nun als nächstes eine der Toreinfahrten etwas vergrößert werden. Der Platz für die viele Technik kommt schließlich nicht von ungefähr: Der zwölf Tonnen schwere Wagen ist 2,50 Meter breit, über zehn Meter lang und 3,50 Meter hoch.

Von Matthias Anke

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