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Ostprignitz-Ruppin Rollireitschule hilft Flüchtlingskindern
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rollireitschule hilft Flüchtlingskindern
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00:25 11.11.2015
Vier Kinder aus dem Übergangswohnheim für Flüchtlinge in Treskow. Quelle: Buddeke
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Wuthenow

„Für einen guten Zweck“, beschreibt Gastgeber Dirk Becker kurz den Anlass des Benefiz-Konzertes, das am Samstagabend in seiner Wuthenower Scheune erklingt. Gut 30 Gäste, darunter auch Bürgermeister Jens-Peter Golde, sind dabei. Geboten wird nicht nur Musik, sondern auch eine leckere Wein- und Quiche-Verkostung durch Peter Sonntag, früherer Inhaber des Weinhauses am Neuen Markt . Der jetzt in Mainz lebende Sommelier hat delikate Weine mitgebracht, die in Beckers Scheune Neuruppin-Premiere haben.

„Wir werden Nachbarn“ – das Projekt des Vereins Hobis der Rollireitschule Radensleben hat sich das Ziel gesteckt, traumatisierten Flüchtlingskindern mit einer Bewegungstherapie zu Pferde zu helfen. Bereits im Sommer startete eine erste Testphase als Ferienprojekt mit zehn Kindern zwischen sieben und neun Jahren – mit großem Erfolg. „Kinder sind pferdeaffin. Und ein Pferd ist eine Herausforderung“, sagt Karl Lahm, Präsidiumsmitglied des Behindertensportverbandes Brandenburg, der wenig später am Klavier mit zwei Kollegen an Klarinette und Cajon Bach und Mozart, Saint-Saens und Weber, Tango und Jazz spielen wird. Er hat das spezielle Bewegungsprojekt ausprobiert und ist begeistert. Ebenso Christa Lemmé vom Hobis-Verein. „Im Oktober sind zwei Kurse mit Kindern aus dem Treskower Übergangswohnheim gestartet. Um die zu finanzieren, brauchen wir Geld.“

Gastgeber Dirk Becker (M.) musizierte mit. Quelle: Buddeke

Denn zur Therapie gehört neben der Arbeit mit den Pferden auch ein Deutschkurs. Stephanie Kühl, Sozialarbeiterin im Heim, sieht, wie sehr der Dienstagnachmittag in Radensleben den Flüchtlingskindern gut tut – vier von ihnen sind beim Konzert dabei. Freudig begrüßen sie Gundula Lüdke, Betreiberin der Rollireitschule und Landestrainerin für Dressurreiten mit Handicaps. Die sitzt Seite an Seite mit Ehrengast Martina Billing, die in Radensleben trainiert. Siebenmal hat die blinde Rollstuhlfahrerin bei den Paralympics diverses Edelmetall errungen, sie ist 17-fache Welt- und 20-fache Europameisterin – in den Disziplinen Speer, Kugel und Diskus. Allen gemeinsam geht es um die gute Sache. Die neue Bewegungstherapie „Nuester“, so Gundula Lüdke, bewirke nicht nur bei Menschen mit körperlichen und geistigen Handicaps wahre Wunder, auch für die Treskower Kinder ist sie ein Segen.

Von Regine Buddeke

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