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Ostprignitz-Ruppin Roman Blank tritt in die SPD ein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Roman Blank tritt in die SPD ein
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10:48 27.02.2018
Roman Blank Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Die Mitgliederversammlung des SPD-Ortsverbandes Wusterhausen am Donnerstagabend dieser Woche begann mit einer offiziellen Begrüßung und Blumen für ein neues Mitglied. Roman Blank, Bürgermeister der Stadt und einer der Kandidaten für die Wahl am 30. August in dieses Amt, ist vor einigen Wochen der Partei beigetreten. Er wurde nun offiziell im Ortsverband willkommen geheißen.

Für den „Neuen“, der seinen Aufnahmeantrag im Januar gestellt und die Unterlagen für die Abstimmung über eine Große Koalition mit der CDU zu Hause auf dem Küchentisch zu liegen hat, ist die Mitgliedschaft ein „logischer Schritt“. „Die Partei hat mich schon bei meiner ersten Kandidatur vor acht Jahren unterstützt. Damit rechne ich natürlich wieder“, sagt er.

Mitgliederentscheid sei ein Beispiel für „gelebte Demokratie“

Der Hauptgrund für den Abschied vom parteilosen Amtsträger sei das aber nicht. „Mir gefällt, wie die Partei mit den Problemen der Menschen im Land umgeht. Sie gibt sich Mühe, beweist auch bei allen Rückschlägen Augenmaß in den Entscheidungen und stellt das Miteinander in den Vordergrund“, meint Roman Blank.

Den jetzt anstehende Mitgliederentscheid nimmt er als Beispiel für „gelebte Demokratie“. Auf die Frage, wie er denn abstimmen werde, sagt er nur ein Wort: „Wahlgeheimnis“, lässt aber dann durchblicken, dass es wohl ein „pro GroKo“ wird. Die vergangenen Jahre, in der er sich als Bürgermeister eingearbeitet habe, hätten zum Entschluss geführt, bei den Sozialdemokraten seine politische Heimat zu suchen.

Die Genossen in Wusterhausen hatten sich auf ihrer turnusmäßig stattfindenden Versammlung weniger mit großer Politik, als mit Alltagsproblemen zu beschäftigen. Neben den Berichten über die Arbeit in den Ausschüssen der Gemeinde ging es vor allem um zwei Themen, die von Einwohnern an die Mitglieder herangetragen wurden.

Stufen zu Geschäftseingängen sind ein Problem für Gehbehinderte

Trotz der Fortschritte beim Abbau von Barrieren auf Wegen und Plätzen in der Stadt gibt es nach wie vor ein großes Problem. Insbesondere die Läden am Marktplatz sind aufgrund ihrer Stufen an den Eingängen für Personen mit Gehbehinderung nur schwer zu erreichen. Hier muss Abhilfe geschaffen werden, so die einhellige Meinung. „Was nützt die ganze Werbung für einen lebendigen Stadtkern und die dort ansässigen Gewerbetreibenden, wenn dann nicht jeder in das Geschäft hineinkommt?“, stellte die stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbandes Barbara Linke als rhetorische Frage in den Raum.

Die SPD will mit den Gewerbetreibenden am Markt und mit der Gemeinde darüber sprechen, inwieweit hier Verbesserungen möglich sind, zum Beispiel mit Rampen, wie vor dem Markt 9. Die Gemeinde möge bei Bereitschaft der Händler klären, ob Umbauten aus Sicht des Denkmalschutzes möglich sind und mit Fördergeldern unterstützt werden können.

Sanierung der Berliner Straße gefordert

In diesem Zusammenhang wurde auch der Zustand der Berliner Straße bemängelt. Durch den neuen Netto-Einkaufsmarkt an der B 5 ist die „Berliner“ für die Wusterhausener viel wichtiger geworden. Die Sanierung dürfe nicht immer wieder nach hinten geschoben werden.

Ein weiteres Thema war die Erreichbarkeit des Bürgermeisters als Ansprechpartner. In anderen Kommunen bieten Chef oder Chefin der Verwaltung Bürgersprechstunden an. Sollte das nicht auch in Wusterhausen Praxis werden?

Bürgermeister ist jederzeit für die Einwohner ansprechbar

Roman Blank hatte ein Argument dagegen. Er berichtete, dass Bürger zu den unterschiedlichsten Zeiten zu ihm kämen, um Unterstützung bei ihren Angelegenheiten zu erfahren. „Den Leuten zu sagen, ich habe nur zwei Mal zwei Stunden in der Woche Zeit für sie, halte ich für ein schlechtes Signal“, so Blank. Sie könnten jetzt bei Gesprächsbedarf während der Öffnungszeiten im Rathaus jederzeit zu ihm kommen. Es gebe da keine Unterschiede zu den anderen Mitarbeitern in der Verwaltung.

Von Wolfgang Hörmann

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