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Ostprignitz-Ruppin Rotarier sammeln für Jugend und Kultur
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rotarier sammeln für Jugend und Kultur
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00:17 15.02.2017
Mit Szenen aus dem Musical „Cats“ eröffneten die Tänzerinnen der Jugendkunstschule den Rotaryball am Sonnabend in der Neuruppiner Pfarrkirche. Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

Geschmeidig bewegen sich die Mädchen der Jugendkunstschule über den Boden der Neuruppiner Pfarrkirche. Elegant schlängeln sich die Tänzerinnen in ihren Katzenkostümen durch die plaudernden Gäste des diesjährigen Rotaryballs. Hier und da strecken sie ihre Krallen aus oder jagen sich gegenseitig. Minutenlang verharren „Katzen“ auf der Empore in starrer Pose und an den hölzernen Säulen darunter. Immer wieder zücken einige der über 200 Ballgäste ihr Smartphone, um schnell noch ein Foto zu machen, bevor der Gong zum dritten Mal schlägt und das Fest mit seinen Reden offiziell beginnt.

Rotary-Präsident Peter Neiß hat sich die Mädchen der Jugendkunstschule an diesem Sonnabend mit Bedacht eingeladen. Sie sind ein Symbol für das neue „Masterprojekt“, dem sich die Neuruppiner Rotarier in der Amtszeit von Peter Neiß widmen wollen. Es geht um Jugend und Kunst – um Kunst für, von und mit jungen Menschen.

Rotaryball ist Höhepunkt einer Amtszeit

Der Rotary Club ist als sogenannter Serviceclub ein weltweiter Zusammenschluss von Männern verschiedenster Berufe, die sich den Dienst an der Gesellschaft auf die Fahnen geschrieben haben. Sie tun das unter anderem, indem sie Geld sammeln und ausgewählte Projekte unterstützen. Die Rotarier sind regional organisiert. Der Club in Neuruppin hat knapp 50 Mitglieder. „Nicht alle kommen aus Neuruppin“, sagt Peter Neiß. „Wir haben auch Mitglieder aus Rheinsberg und aus anderen Orten.“

„Theater, Theater“ war das Motto des diesjährigen Rotaryballs – auch für Peter Neiß (2. v. r.) und seine Mitsänger im „Rotarischen Chor“. Quelle: Reyk Grunow

Seit einem knappen halben Jahr ist Neiß – pensionierter Beamter und Chef des Tempelgartenvereins – Präsident der Neuruppiner Rotarier. Zwölf Monate dauert seine Amtszeit, dann übernimmt ein anderes Mitglied die Führung. Mit seinem Masterprojekt drückt jeder Präsident der Arbeit des Clubs für ein Jahr seinen Stempel auf. Gesellschaftlicher Höhepunkt des Jahres ist der Rotaryball in der Pfarrkirche – die Gelegenheit, für das neue Masterprojekt zu werben und Geld zu sammeln. Unter anderem geschieht das über eine große Tombola, für die viele Unternehmer hochwertige Preise gestiftet haben.

Es geht vor allem auch um Integration

Jugend und Sport war das Schwerpunktthema der Rotarier unter Neiß’ Vorgänger Olrik Prisemuth. Sieben Sportvereine unterstützten die Rotarier mit ihrem Masterprojekt „Was uns bewegt“. Der Neuruppiner Kanuverein, die Radballer des Radsportclubs, die Tischtennisabteilung des SV Union und andere konnten Zuschüsse erhalten, um Dinge für die Arbeit mit Jugendlichen anzuschaffen, die sie sich allein kaum leisten konnten.

Jetzt wollen die Rotarier vor allem Kulturprojekte für Jugendliche unterstützen. „Am besten Projekte mit integrativem Charakter“, sagt Peter Neiß. „Aber das ist nicht Bedingung.“ In welche Vorhaben das Geld konkret fließen wird, steht noch nicht fest. Neiß weiß, dass es mehrere Initiativen gibt, die deutsche und nichtdeutsche Jugendliche zusammenbringen. Die Jugendkunstschule hat solche Vorhaben, in Radensleben und Wuthenow existieren private Initiativen, in Rheinsberg auch. „Aber es gibt sicher noch viel mehr, von denen wir noch nicht wissen“, sagt der Rotary-Präsident: „Ich bin sicher, dass wir das Geld ausgegeben kriegen. Und dass wir es sinnvoll investieren.“

Von Reyk Grunow

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