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Ostprignitz-Ruppin Rotasin präsentiert sich bei Wirtschaftsnacht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rotasin präsentiert sich bei Wirtschaftsnacht
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00:17 21.08.2016
Betriebsleiter Michael Pielka (l.) und Geschäftsführer Christian Heinzelmann an einem Einzelteil für ein Toilettenhäuschen. Quelle: Peter Geisler
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Märkisch Linden

Wassertechnik für den Garten, Pumpengehäuse, Rutschen für Spielplätze – die Produktpalette der Firma Rotasin Kunststofftechnik ist breit gefächert. Seit seiner Gründung im Jahr 1995 versteht sich das Unternehmen als Spezialist für die Herstellung von Kunststoffteilen. Was das genau bedeutet und wie die Abläufe in den Produktionshallen funktionieren, können sich Interessierte zur Langen Nacht der Wirtschaft am 24. September genauer ansehen.

Mitarbeiter Mark Mikles verleiht der Oberfläche den Feinschliff. Quelle: Peter Geisler

Das aktuelle Projekt des Unternehmens sind Trocknungstoiletten für Länder der Dritten Welt. „Da wo es keine Kanalisation gibt und auch der Einsatz eines Chemieklos nicht möglich ist“, sagt Mit-Geschäftsführer Christian Heinzelmann. Durch Hitze und warme Luft würden die Exkremente vertrocknen und schließlich verdunsten. Unterstützt werde das Projekt von der Weltbank, einer multinationalen Entwicklungsgruppe. Deren Kernaufgabe ist es, die wirtschaftliche Entwicklung von weniger entwickelten Mitgliedstaaten durch finanzielle sowie technische Hilfe zu fördern. „Aktuell wird ein Prototyp der Toilette auf verschiedenen Messen ausgestellt und es laufen Produkttests in Spanien und Brasilien“, sagt Heinzelmann. „Ich bin zuversichtlich, dass wir bald Serienreife erreichen.“

Auch Produktion von Kleinstserien möglich

Seit 2011 ist Rotasin im Temnitzpark ansässig – die Firma zog von Neuruppin in das Gewerbegebiet, weil die Geschäftsräume erweitert werden mussten. Zuletzt sei ein neues Auslieferungs- und Werkzeuglager gebaut worden, erzählt Heinzelmann, der sich den Posten des Geschäftsführers mit seinem Vater Roland Heinzelmann teilt. Auch der Maschinenpark sei erweitert worden und umfasse jetzt vier Rotationsgussanlagen. Dennoch seien die Produktionsprozesse vergleichsweise wenig automatisiert, erklärt der Diplom-Ökonom. „Wir können hier auch Kleinst­serien produzieren, also ab circa 50 Stück. Das ist dann zwar teurer, aber machbar.“ Viele Kunden würden insgesamt nur rund 50 Teile im ganzen Jahr bestellen. „Das Rotationsgussverfahren hat den Vorteil, dass die Werkzeugkosten im Vergleich zum Spritzguss gering sind“, sagt Heinzelmann. „Das Risiko ist also kalkulierbar.“ Dieses Verfahren sei bereits fast 70 Jahre alt und stamme ursprünglich aus den USA.

Die Rotasin-Mitarbeiter Thorsten Richter (l.) und Patrick Strache bereiten die Herstellung eines Kunststoffteils vor. Quelle: Peter Geisler

Rotasin beschäftige aktuell rund 36 Mitarbeiter, sagt Heinzelmann. Eine klassische Hochsaison der Produktion gebe es für das Unternehmen nicht. „Aber ab dem Frühjahr zieht die Herstellung von Spielplatzgeräten und Kugelleuchten für den Garten schon an.“ Und zu merken sei auch, dass der Umsatz im eigenen Onlineshop zur Ferienzeit weniger werde. „Da sitzen die Leute eben abends nicht mehr vorm Computer und shoppen“, sagt Heinzelmann und lacht.

Viele Quereinsteiger unter den Mitarbeitern

Patrick Strache zeigt einen weiteren Formgeber für den Kunststoff. Quelle: Peter Geisler

Das Unternehmen ist seit diesem Jahr auch Ausbildungsbetrieb. Angeboten wird eine Lehre zum Kaufmann im Büromanagement. „Dafür, dass wir mit der Ausschreibung so spät dran waren, haben wir recht viele Bewerbungen bekommen“, sagt Christian Heinzelmann. Und es sei auch eine Auszubildende gefunden worden, die im September ihren Dienst antrete.

„Einen Ausbildungsberuf für Rotationsguss gibt es nicht“, sagt Heinzelmann. Viel wichtiger seien ihm bei seinen Mitarbeitern ohnehin gesunder Menschenverstand und Verantwortungsbewusstsein. Der Pool an Mitarbeitern sei bunt gemischt, viele Quereinsteiger seien darunter. „Köche, Bäcker, Zimmermänner – im Prinzip sind das Menschen, die in ihren alten Berufen nicht mehr glücklich waren“, sagt Heinzelmann, der vor seinem Eintritt ins Familienunternehmen zehn Jahre lang in internationalen Großkonzernen tätig war. Die Teilnahme an der Langen Nacht der Wirtschaft ist für ihn eine Premiere.

Von Josephine Mühln

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