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Rudern gegen Krebs mit Teilnehmer-Rekord

Neuruppin Rudern gegen Krebs mit Teilnehmer-Rekord

Ganze 105 Team starteten am Sonnabend bei der Jubiläums-Regatta von „Rudern gegen Krebs“. Das ist neuer Rekord, erklärte Antje Schulz vom Ruderclub Neuruppin, der das gemeinnützige Rennen mit der Stiftung „Leben mit Krebs“ seit zehn Jahren organisiert. Die Startgelder, in etwa 20 000 Euro, kommen Sport-Projekten für Krebspatienten zugute.

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Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Schülermannschaften. Im Ziel war die Besatzung der Grundschule Alt Ruppin den Montessorischülern (in blau) eine Nasenlänge voraus.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Es ist ein neuer Rekord: 105 Teams haben sich am Sonnabend an der Jubiläumsregatta „Rudern gegen Krebs“ beteiligt. Die Veranstalter und auch die Stadt Neuruppin dürfen zu Recht stolz sein – immerhin zählt die Fontane­stadt mit zehn ausgerichteten Regatten auf Platz zwei deutschlandweit. Als Gäste kamen auch Ministerpräsident Dietmar Woidke und Olympiasiegerin Kerstin Kowalski.

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Die Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ ist eine Initiative der Stiftung „Leben mit Krebs“. Seit 2005 werden die Regatten bundesweit in Zusammenarbeit mit Rudervereinen vor Ort und Therapieeinrichtungen veranstaltet. Seit zehn Jahren ist auch Neuruppin mit dabei.

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„Klaus Schrott von der Stiftung ,Leben mit Krebs’ hatte mich damals auf einer Tagung mit dieser Idee infiziert“, erzählt Kerstin Stoytchin, die 2006 gerade nach Neuruppin gezogen war und dort sofort begann, die Ruderclubs abzuklappern. Bei Antje Schulz und den rund 150 Aktiven des Neuruppiner Ruderclubs (NRC) fand sie Gehör. Die fanden es gut, mit den Einnahmen der Regatta – das Startgeld für ein Team beträgt 300 Euro – Sportprojekte zu unterstützen, die die Lebensqualität Krebskranker verbessern. „Sport lässt erwiesenermaßen die Krebsbehandlung besser vertragen und kann lebensverlängernd wirken“, erklärt André Buchali, Chefarzt der Strahlentherapie an den Ruppiner Kliniken, der ebenfalls mitruderte.

105 Teams nahmen in diesem Jahr teil

Damit steht er nicht allein: sehr viele Sponsoren und Aktive haben mitgewirkt, die gute Teilnahme zu gewährleisten. „Ich staune, wie unsere Trainer das gestemmt haben, die vielen Teams vorab ehrenamtlich zu trainieren“, sagt SCN-Chefin Antje Schulz, die mit der Stiftung und etlichen Helfern das Event alljährlich auf die Beine stellt. Denn etliche der Ruderer sitzen zum ersten mal an den Skulls. Aber egal, ob Ruderer oder nicht – alle eint: Der gute Zweck ist das allerwichtigste. Dass darüber der Spaß an der Gemeinschaft nicht zu kurz kommt, ist überall am Neuruppiner Bollwerk greifbar. Teamgeist, Fairness und Freude überwiegen den Ehrgeiz, einen der Pokale zu ergattern.

Für Edmund Neugebauer, Dekan der Medizinischen Hochschule, ist es das erste Rennen dieser Art. „Ich war aufgeregt am Start“, bekennt er. „Wir im Dekan-Kahn haben uns aber nicht schlecht geschlagen“, sagt er. Von allen sieben Booten der MHB habe man immerhin die zweitbeste Zeit eingefahren. „Obwohl der Dekan mitgerudert ist“, scherzt MHB-Sprecher Eric Hoffmann. „Oder gerade deshalb“, kontert Neugebauer.

Die Teilnahme kostet 300 Euro Startgeld, Kinderboote 150 Euro

Während die Erwachsenen noch in den Vorläufen übers Wasser zischen – ein Schwan konnte gerade noch rechtzeitig wegspritzen – holt sich das Nachwuchsteam aus Alt Ruppin gerade seinen Pokal ab. „Wir finden es gut, dass hier Spenden gesammelt werden“, sagt Maximilian Richter. „Aber die Freude am Rudern ist auch da“, ergänzt Teamkollege Julian Erfurth.

Das Boot der Firma PAS ist international: mit einem Mexikaner, Kolumbianer, Polen und Silke Kuhn. „Wir werden uns im zweiten Lauf von Platz 49 auf Platz 1 vorkämpfen“, witzelt sie gut gelaunt.

Ein Stück weiter sitzen die Rheinsberger Ruderer. Lutz Rottke vom „Jungen Fritz“ hat sechs Boote gesponsert. „Das ist aus einer Schnapsidee entstanden“, erklärt Sebastian Boehlke, der Rottke dazu „angestiftet“ hat. „Der Deal war: Lutz sponsert Startgeld und Trikots, ich organisiere die Teams.“ Darunter auch Anfänger: „Vor sechs Wochen bin ich zum ersten Mal in meinem Leben gerudert“, sagt Olaf Breetz aus einem der Teams. Das Team des Kreissportbundes hingegen ist von Anfang an dabei – seit zehn Jahren.

Die Startgelder fließen in Sport-Projekte für Krebspatienten

Für Aufsehen sorgen die „Oldies am Ruder“ – alle über 70. „Wir wollen zeigen, dass man auch im Alter noch aktiv sein kann“, sagt Bärbel Lukaszewicz. Teams wie „Für Astrid“ oder „Britta rudert mit“ lassen ahnen, dass vielen Menschen die Teilnahme auch persönlich etwas bedeutet.

In diesem Jahr gab es erstmals einen Städtewettkampf. Je ein Rostocker Frauen- und Männerteam traten gegen die Gastgeber an. Während bei den Frauen die Hansestädter die Nase vorn hatten, punkteten bei den Männern die Gastgeber, trotzdem die Konkurrenz deutlich jünger war. „Mit viel Erfahrung und Finalgon im Rücken“, erklärt Moderator Mario Schmidt, der seit zehn Jahren dabei ist und den Tag am Mikro launig kommentiert.

Neuruppin will bei der nächsten Hanse-Sail in Rostock fürs Fontanejubiläum werben.

Die Veranstalter rechnen mit rund 20 000 Euro, die gespendet werden

Noch ein neues Format haben sich die Veranstalter ausgedacht: ein Einerboot tritt gegen ein Drachenboot mit 20 Mann an. Die Zuschauer dürfen vorab wetten, wer gewinnt. Ruderer wussten natürlich, dass das der Einer sein wird: um Längen. Auch diese 416 Euro kommen in den großen Topf – am Ende rechnen die Veranstalter mit rund 20 000 Euro, die in die Projekte fließen. Die zwei Wettsieger – einer erfährt beim Rennen von seinem Glück – gewinnen einen Rundflug.

Daten und Zahlen

105 Mannschaften waren insgesamt am Start.

Rund 20 000 Euro, so rechnen die Veranstalter, werden für die Projekte gespendet werden.

Grundschulen:

1. Alt Ruppiner Kids (Grundschule

Alt Ruppin*)

2. Montessori 1 (Montessori-Schule)

3. Dream Team Evi (Evangelische Schule)

4. Karlicrew 2 (Grundschule „Karl Liebknecht“)

5. Kyritzer Goethe-Kids (Kreis-Apotheke Kyritz)

6. Need Speed Gentz (Wilhelm-Gentz-Schule)

Patientenboote:

1. Teetzensee (Heike Kamrath)

2. Mittwochsfrauen (Heike Kamrath)

3. Sport zum Leben 1 (OSP Patienten)

4. Sport zum Leben 2 (OSP Patienten)

Stadtpokal Frauen: Die Rostockerinnen (Stadt Rostock)

Stadtpokal Männer: Team Neuruppin Herren (Stadt Neuruppin)

Finale C:

1. Team Holz (Böllnitz Tischlerei)

2.

3. Cockpit Prignitz Express (DB Regio Nord Ost)

4. Renthunter 1 (Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft)

5. Krebsjäger (Ruppiner Kliniken)

6. Loveboat (Ruppiner Kliniken)

Finale B:

1. Team SEWA (SEWA)

2. Team Zahnfee (Dr. Anja Paris)

3. BKK VBU Familienherz e.V. (Bauring Hochbau)

4. Bauring- Tischtennisgleiter (Bauring Hochbau)

5. FCA Motorvillage Berlin (Fiat Professional)

6. Above Sea Level (ASL Automationssysteme Leske)

Finale Frauen:

1. Für Astrid (Gynäkologische Praxis Martina Duchrow)

2. Lisson (Blitzschutzanlagen Lisson)

3. Rudernde Einhörner (IWV Neuruppin Helge Biemann)

4. Aristocats (Ruppiner Kliniken)

5. Sparkasse OPR Frauen (Sparkasse OPR)

6. Nursy’s (Ruppiner Kliniken GmbH)

Finale A:

1. Die BKK VBU - Uncle-Logen (BKK VBU)

2. Team Pflastersteine (Ingenieurbüro Hirsch GmbH)

3. Energie Dropse 2 (E.DIS)

4. KAU-Boy’s (öBAG Dr. K. Schulz-Steinberg & K. Schulz)

5. Starfighter (Mercedes Jürgens)

6. Junger Fritz (Zum Jungen Fritz, Gast- und Logierhaus)

* Sponsor des Startgeldes (jeweils in Klammern

Von Regine Buddeke

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