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Ostprignitz-Ruppin Rückenwind für Fehrbellins Imker
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rückenwind für Fehrbellins Imker
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00:28 16.11.2015
Bevor einer im Bienenstock rumzustochern beginnt, hat Fehrbellin die Biene zu einem ortsüblichen und willkommenen Nachbar erklärt. Quelle: DPA
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Fehrbellin

Bienen stechen. Bienen stören. Bienen gehören verboten. Diese Meinung vertreten immer mehr Menschen, die aufs Land ziehen. Einige von ihnen wollen sogar den Imkern untersagen, die fleißigen Insekten in ihrer Nachbarschaft zu halten, weil sie sich dadurch belästigt fühlen. Das hat Fehrbellins Ute Behnicke recherchiert. „Erst habe ich mich gewundert, dass das ein Problem sein soll“, sagt sie. „Wenn man sich aber umguckt, dann stellt man fest, dass Imker wirklich zunehmend unter Druck geraten.“

Zwar steht derzeit vermutlich kein Fehrbelliner Imker deswegen vor Gericht. Und doch findet es Ute Behnicke wichtig, dem Berufsstand für den Fall der Fälle den Rücken zu stärken. Deshalb hat sie den Gemeindevertretern vorgeschlagen, dass sie sich für die „Ortsüblichkeit der Bienenhaltung“ aussprechen – was diese auch einstimmig taten. „Das ist eine große Hilfe für die Imker“, erklärt die Bürgermeisterin, die auf das Thema durch Vertreter von Imkervereinen aus Fehrbellin und Wustrau aufmerksam gemacht worden war.

Bienenhaltung gilt in Fehrbellin jetzt als ortsüblich. Quelle: dpa

Denn in einem Klageverfahren haben die Imker viel bessere Chancen zu gewinnen, wenn die Bienenhaltung von vornherein als ortsüblich eingestuft ist – auch wenn das kein Garant dafür ist, dass sie ihre Tiere behalten dürfen. „Das bietet ein bisschen mehr Sicherheit“, bestätigt Lothar Lucke, zweiter Vorsitzender beim Landesverband Brandenburgischer Imker, in dem etwa 2000 Bienenhalter mit ihren 20 000 Bienenvölkern organisiert sind. Denn vor Gericht wird jeder Fall einzeln betrachtet. Bei der Entscheidung der Richter spielen weitere Faktoren wie zum Beispiel die Größe des Imkergrundstücks, der Standort des Bienenstocks oder die Hauptflugrichtung der Insekten eine Rolle. „Aber die Ortsüblichkeit ist ganz wichtig“, sagt Lucke. Wie viele Kommunen Brandenburgs sich mittlerweile zu dieser vorsorglichen Klausel bekannt haben, weiß er nicht. Anfang des Jahres waren es aber etwa 20.

Der Landesverband bemüht sich, dass es noch mehr werden – zumal die Imker ohnehin Probleme mit Nachwuchs haben. Denn auch seine Vertreter haben festgestellt, dass es immer mehr Beschwerden von Anwohnern gibt, die bei Bienenstöcken in der Nachbarschaft Panik bekommen und gegen diese klagen. „Die Tendenz ist steigend“, sagt Lothar Lucke. Und es seien tatsächlich vor allem Zuzügler, die aus der Stadt ins Grüne ziehen, die schnell gegen zu viel Natur auf die Barrikaden gehen.

Von Celina Aniol

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