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Rücksichtslos auf miserabler Straße

Katerbow Rücksichtslos auf miserabler Straße

Eigentlich hatte die Gemeinde die Straße zwischen Katerbow und Walsleben schon entwidmen wollen – so schlecht war der Zustand der Piste. Seit die Straße wegen Bauarbeiten auf der L 18 häufig als Abkürzung genommen wird, haben sich die Schäden noch weiter vergrößert. Anwohner ärgern sich zudem über rücksichtslose Fahrer auf dem zum Teil einspurigen Weg.

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Erst vor Kurzem war die Straße zwischen Katerbow und Walsleben geschoben worden. Inzwischen haben sich wieder Löcher gebildet.

Quelle: Frauke Herweg

Katerbow. Tiefe Löcher im Schotter, zerfahrene Ränder – wer sein Auto liebt, fährt auf dieser Straße lieber Schritttempo. Schon seit langem ist die Straße zwischen Katerbow und Walsleben in einem schlechten Zustand. Seit die Landesstraße 18 bei Katerbow jedoch wegen Bauarbeiten gesperrt ist und viele Auto- und Lkw-Fahrer die Straße als Abkürzung zur offiziellen Umleitung nehmen, haben sich die Schäden noch einmal vergrößert. „Die Straße ist kurz und klein gefahren“, sagt ein Zuhörer auf der Gemeindevertretersitzung von Temnitzquell am Montagabend.

Was die Katerbower besonders ärgert: Obwohl die Straße eigentlich nur von Fahrzeugen mit einem Gewicht von weniger als 5,5 Tonnen befahren werden darf, donnern dort auch viele Lkw entlang – mit entsprechenden Folgen für die Straße. Unternehmen kann das Amt Temnitz dagegen nichts. „Wir bräuchten Kontrollen, Kontrollen, Kontrollen“, sagt Amtsdirektorin Susanne Dorn. Zwar hat die Polizei dort schon Fahrer geblitzt, die schneller als die erlaubten 50 Stundenkilometer unterwegs waren. Kontrollen der Tonnage gab es jedoch nicht. Dorn macht sich allerdings wenig Illusionen, dass die Polizei solche Kontrollen überhaupt personell stemmen kann.

Bürgermeister Johannes Oblaski hält ohnehin nicht viel von Kontrollen. Er würde eher für Betonpoller plädieren, die es Riesenfahrzeugen unmöglich macht, die Straße zu nutzen. Keiner achte auf die aufgestellten Schilder. „Wir haben Durchgangsverkehr“, sagt Oblaski. „Selbst Laster fahren da durch.“

Auf der einspurigen Straße mangelt es mitunter an Rücksichtnahme

Vor Kurzem wurde Oblaski auf einem einspurigen Plattenwegstück derart von einem Holzlaster bedrängt, dass er schließlich in eine Ausweichbucht fuhr. „Der fuhr dann mit 90 an mir vorbei“, sagt Oblaski. Auch andere regelmäßige Nutzer der Straße ärgern sich über die Rücksichtslosigkeit mancher Fahrer. Dorn wurde auf dem Weg zur Sitzung in Rägelin ebenfalls bedrängt. Sie hat sich die Nummer des Fahrers aufgeschrieben.

Eigentlich hatte die Gemeinde schon überlegt, die Straße ganz oder teilweise zu entwidmen. Dann richtete der Landesbetrieb Straßenwesen die Baustelle auf der L 18 ein – mit offizieller Erlaubnis werden seitdem sogar Linienbusse auf die Strecke zwischen Katerbow und Walsleben geschickt.

28 000 Euro hatte die Gemeinde in diesem Jahr in die Sanierung eines Teilstücks investieren wollen. So zumindest war es im ersten Entwurf des Haushalts festgeschrieben. Von diesen Plänen rückten die Gemeindevertreter jedoch wieder ab. Sie stellten das Vorhaben am Montagabend wieder zurück. „So lange die Tonnage-Frage nicht geklärt ist, wäre es unsinnig, dieses Geld auszugeben“, sagt Oblaski. Schon nach kürzester Zeit wäre die Straße wieder zerfahren.

Von Frauke Herweg

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