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Ostprignitz-Ruppin Rückspiegel zur Schule in Zaatzke
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rückspiegel zur Schule in Zaatzke
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00:29 28.02.2018
Detlef Lewandowski, Ingrid Blüschke und Edith Günther (v. l.) schauen sich alte Fotos an. Quelle: Christamaria Ruch
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Glienicke

„Die Leute warten schon immer auf diesen Nachmittag“, sagt Heidi Sommerfeld. Nur noch ein paar Minuten und dann beginnt der Einblick in die Geschichte der Schule in Zaatzke. Die Frauen und Männer aus Glienicke, Zaatzke und anderen Dörfern sitzen am Sonnabendnachmittag im Gemeindehaus in Glienicke und warten auf eine besondere Schulstunde.

Edith Günther ist 92 Jahre und älteste Zeitzeugin in der Runde. Vor ihr liegt ein Foto von 1936. „Da war ich in der vierten Klasse in Zaatzke“, sagt sie. Gemeinsam mit ihrem Schwiegersohn Detlef Lewandowski schaut sie auf das Bild. Auch Ingrid Blüschke beugt sich darüber und fragt nach einigen Namen. Wenig später ist diese Aufnahme auf der Leinwand zu sehen. Edith Günther nickt und verfolgt genau, welcher Name als nächstes vorgelesen wird. Mehrmals kann sie weiter helfen und die Geburtsnamen von Mitschülern benennen.

Die Schule in Zaatzke ist immer Gesprächsstoff

Für Ingrid Blüschke und Heidi Sommerfeld gehört die Spurensuche in der Vergangenheit seit 15 Jahren zum Alltag. Immer wieder setzen sie ein neues Kapitel in der Geschichte ihrer Dörfer öffentlich in Szene. Die Schule in Zaatzke bewegt auch heute noch viele der Besucher. „Ich bin von 1955 bis 1960 dort zur Schule gegangen“, erinnert sich Detlef Lewandowski. Damals war die Schule im Schloss untergebracht.

„Der genaue Zeitpunkt für den Anfang der Schule in Zaatzke ist nicht bekannt“, sagt Ingrid Blüschke. Dabei stützt sie sich auf die vielen Unterlagen, die Heidi Sommerfeld gesammelt hat. Der erste Lehrer in Zaatzke hieß Wille und wird 1767 erwähnt.

Kinder sollten nicht schlauer als die Väter sein

Dem ging ein Erlass von 1717 über die Einführung der Grundschulpflicht vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. voraus. In der Folgezeit entstanden in Preußen 2000 Schulen. Zunächst unterrichtete der Dorfpfarrer Lesen, Schreiben, Rechnen und Religion. Schulgeld wurde eingeführt und armen Kindern konnte über die Ortsalmosenkasse der Schulbesuch ermöglicht werden. Trotz Schulpflicht schickten einige Bauern ihren Nachwuchs nicht auf die Schulbank.

„Es herrschten Vorurteile, wenn der Vater nicht lesen konnte, mussten seine Kinder nicht klüger werden als er“, so Blüschke. 1918 folgte die Trennung von Staat und Kirche. „In Zaatzke hat man sich nicht gleich daran gehalten, denn bis 1922 unterrichtete Pfarrer Dutschke noch“, sagte Blüschke. Die Schule in Zaatzke schloss schließlich 1976.

Die Chronik von Zaatzke, die Annemarie Kurzke umfassend zusammen getragen hat, ist seit 1997 verschwunden. Wer Hinweise über den Verbleib hat, kann sich bei Ingrid Blüschke telefonisch unter 03394/44 36 52 melden.

Von Christamaria Ruch

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