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Ostprignitz-Ruppin Rückzug aus Freyenstein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rückzug aus Freyenstein
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00:17 21.04.2017
Helga und Wilfried Alpermann gehörten zu den Stammkunden des Geschäftes. Quelle: Björn Wagener
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Freyenstein

Nach 25 Jahren ist nun Schluss: Die Außenstelle der Landfleischerei Tetschendorf in Freyenstein hat am Samstag ihren Betrieb eingestellt. Laut Geschäftsführer Frank Mücke seien die Umsätze immer weiter zurückgegangen, sodass das Geschäft nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben war. Auch wenn er diesen Schritt selbst sehr bedauere, so sei er doch unumgänglich gewesen.

„Das ist schrecklich, ich bin den Tränen nahe“

Die Kunden werden da noch deutlicher. „Das ist schrecklich, ich bin den Tränen nahe“, bekennt Sabine Witzschke. Sie habe als Stammkundin hier auch regelmäßig für eine behinderte Freundin eingekauft. Wie das künftig werden soll, wisse sie noch nicht, sagte sie am Donnerstag, als die letzten Stunden der Öffnungszeit abliefen. Am Samstag um 10 Uhr war dann endgültig Schluss. „Das ist wirklich traurig. Ich habe hier auch immer etwas für meine Mutter eingekauft“, sagt Wolfgang Briesemeister, als er den verlangten Bierschinken und die Grützwurst von Verkäuferin Petra Bärfacker entgegennimmt. Für Kundin Beatrice Laufer aus Berlin sei das „ein Grund, weshalb ich nicht aufs Land ziehen würde. Es gibt dort kaum Einkaufsmöglichkeiten“, sagt sie. Selbst eine Lebensmittelkontrolleurin kam am Donnerstag noch einmal ins Geschäft – wie jedes Jahr. Von der bevorstehenden Schließung habe sie nichts gewusst, sagte sie und bedauerte das ebenfalls. Stammkundin Helga Alpermann und ihr Mann Wilfried sind fassungslos: „Das kann doch nicht sein. Das darf es nicht geben“, so Helga Alpermann. Beide loben den Geschmack und die Qualität der Wurst, die in der ganzen Familie sehr beliebt sei. „Ich möchte nicht woanders hingehen“, sagt die Seniorin.

Im Laden herrscht ein Kommen und Gehen. „Das liegt an Ostern. Der Tag vor den Feiertagen ist immer einer der stärksten“, sagt Frank Mücke. Der Alltag sehe jedoch anders aus. Die verbliebene Ware sei am Samstag abverkauft und die Reste auf andere Filialen verteilt worden. Neben ihrem Stammsitz in Tetschendorf betreibt die Landfleischerei auch Außenstellen in Wittstock und Putlitz. Selbst in Putlitz, das nur wenig größer als Freyenstein ist, laufe es gut.

Drei Ladenschließungen in zwei Jahren

Freyenstein dagegen musste in den vergangenen zwei Jahren mehrere Schließungen verkraften. Ende April 2015 machte der Center-Kauf am Marktplatz dicht. Das Gebäude steht bis heute leer. Im vergangenen Jahr schloss dann auch das „Fruchtkörbchen“ von Gudrun Schade in der Marktstraße. Und jetzt erwischte es die Fleischerei, obwohl sie auch eine Ecke mit Gemüse, Konserven und Lebensmitteln des täglichen Bedarfs anbot. „Wir haben damals einige Waren und Regale vom Fruchtkörbchen übernommen“, sagt Mücke. Der Umsatz sei auch kurzzeitig in die Höhe geschnellt, dann aber zusehends kontinuierlich nach unten gegangen.

Suche nach einer neuen Lösung

„Es ist traurig, dass es wieder so weit kommen musste“, sagt Ortsvorsteher Manfred Engel. Aber seiner Meinung nach sei das absehbar gewesen. „Nur von ein paar verkauften Brötchen kann man nicht leben.“ Damit verliert Freyenstein die letzte Einkaufsmöglichkeit. Allerdings suche die Landfleischerei nach einer Alternative für das Städtchen. Wie diese Lösung aussehen könnte, darüber sei noch nicht entschieden, teilte Frank Mücke am Dienstag mit. Bis dahin müssen die Kunden die nächsten Supermärkte in Meyenburg und Wittstock ansteuern – oder die verbliebenen Filialen der Tetschendorfer Landfleischerei.

Von Björn Wagener

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