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Rund 2500 Wittstocker auf Zeitreise

Wittstock Rund 2500 Wittstocker auf Zeitreise

Einen unterhaltsamen Streifzug durch Gaststätten und Ausspannen vergangener Zeiten unternahmen am Freitagabend rund 2500 Wittstocker beim 18. Sagenhaften Abendspaziergang.

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Willkommen im ehemaligen Café Hintze: Hier gab es Blechkuchen und „echten Bohnenkaffee“.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. „Kalle, komm’ jetzt gefälligst nach Hause. Verdammt noch mal, komm’ endlich. Du musst morgen wieder in den Stall.“ Zeternde Weiber, besoffene Kerle, Schnaps, Bier und kartenkloppende Burschen im Dämmerlicht längst verblichener Schankstuben: Was für eine Stimmung in den Straßen und Gassen von Wittstock! Und wenn der edle Gerstensaft die Beine schwer macht - kein Problem. Es gibt ja das Hotel Kaiserhof. „Eine Übernachtung mit Frühstück, nur 30 Reichsmark“ schallt es immer wieder aus dem Fenster.

Betrunkene Soldaten im Gasthaus „Lämmchen“

Betrunkene Soldaten im Gasthaus „Lämmchen“.

Quelle: Björn Wagener

Draußen ziehen gut 2500 Menschen vorüber, angeführt von Bürgermeister Jörg Gehrmann, seinen vier Wachen, Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Schulz und Rosenkönigin Tanja I. Es ist Freitagabend und Ende August – Zeit für den Sagenhaften Abendspaziergang, den die Stadt bereits zum 18. Mal veranstaltete. Los ging es gegen 21 Uhr vom Bleichwall aus, wo das Wittstocker Blasorchester die Gäste zünftig einstimmte und der Bürgermeister die Spaziergänger begrüßte. „Gaststätten und Ausspanne“ lautete das Thema.

18 Schaubilder, 200 Akteure

Mit 18 Schaubildern, umgesetzt von rund 200 Akteuren, wurde sehr lebhaft an Gasthäuser und Pferde-Ausspannen erinnert, die es einst in Wittstock gab. Laut Petra Fastenrath vom Kulturamt beherbergte die Stadt in der

Beste Laune in der Theaterklause

Beste Laune in der Theaterklause

Quelle: Björn Wagener

Historie insgesamt 48 Gasthäuser – unter anderem die Ausspanne Gädke/Risse; das Café Hintze, wo „echter Bohnenkaffee“ in die Tassen floss; den Brandenburger Hof, den vor allem Sportler und Feuerwehrleute gern besuchten, oder die Theaterklause, wo Trink-Lieder gesungen wurden. Am Deutschen Haus gab es Schmalzstullen – und Schnaps im Café Beroun. Eine Kutsche mit Pferden davor stand an der Gaststätte Stern; in der Paul-Rohm-Gaststätte im Markthof erklang schallender Gesang, während die Bierkrüge gen Himmel gestreckt wurden. Und an der einstigen „Gummistiefelbar“ stellte Gerhard Dreger reimend fest: „Heute gibt’s hier nur noch Pillen und Troppen und für de Scheißeritis wat zum Stoppen.“

Der Spaziergang endete nach knapp anderthalb Stunden auf dem Marktplatz, wo die Spaziergänger bei Musik und Gastronomie von Heute den Abend ausklingen lassen konnten.

Von Björn Wagener

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