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Ostprignitz-Ruppin Rund um die Uhr im Einsatz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rund um die Uhr im Einsatz
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00:30 23.11.2015
Chirurg Tom Hedrich schaut sich Vanessa Zerbes Beingips an. Quelle: Sandra Bels
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Kyritz

Vanessa Zerbe hat Glück im Unglück. Sie ist von einem Auto angefahren worden, aber außer einem schmerzenden Bein geht es ihr augenscheinlich gut. Mit einem Rettungswagen wird der Teenager ins Kyritzer KMG-Krankenhaus gebracht. In der Rettungsstelle weiß man schon Bescheid.

Die Meldung aus dem Rettungswagen ist für die Arbeit der Rettungsstelle unerlässlich. Je genauer die Angaben über den Zustand des jeweiligen Patienten sind, desto besser kann in der Rettungsstelle die Behandlung vorbereitet werden. Vanessas Bein muss geröntgt werden. Danach steht fest: Der Oberschenkel ist gebrochen. Vanessa braucht einen Gips. Aufstehen und laufen sind damit allerdings nicht drin. Auch für den anstehenden Familienurlaub sieht es plötzlich schlecht aus. Vanessa wird in den Gipsraum geschoben, wo Krankenschwester Manuela Schmierschalla und Gesundheits- und Krankenpflegerin Jasmin Trocha ihr zusammen mit Tom Hedrich den Gips anpassen. Hedrich ist Chirurg und Handchirurg. Er leitet die Rettungsstelle und die Notfallambulanz im Kyritzer KMG-Klinikum seit 2012.

Während Vanessa überlegt, wen sie später auf ihrem Gips unterschreiben lassen will, behandelt Hedrich schon den nächsten Patienten. In der Notfallambulanz ist Sprechstunde. Patienten warten auf eine Untersuchung. „Meist haben sie schon länger Probleme oder werden von den Hausärzten zu uns geschickt“, so Hedrich. Für sie werden Termine vergeben. Sprechstunden sind an drei Tagen in der Woche. Behandelt werden allgemeine chirurgische Beschwerden. Es gibt eine Handsprechstunde und eine Berufsgenossenschafts-Sprechstunde, in der etwa Arbeitsunfälle behandelt werden. Anders ist das bei der Rettungsstelle. Notfallbereitschaft besteht dort 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche. Die Notfallbereitschaft sie ist komplett von der Ambulanz getrennt. Patienten mit akuten Verletzungen kommen entweder selbst oder werden mit dem Rettungswagen eingeliefert, wie Vanessa.

13 000 Behandlungen gab es im Jahr 2014 an den Sprechtagen in der Ambulanz. „Dazu gehören auch Wiederbestellungen“, sagt Hedrich. Die Fälle in der Rettungsstelle werden ab 15.30 Uhr registriert. Davor fließen sie in die Statistik der Ambulanz mit ein. 3800 Notfälle gab es 2014 nach 15.30 Uhr. Mehr als 1000 Einsätze von Notärzten wurden 2014 registriert. Etwa 15 Kollegen gehören zum Team. Tagsüber sind es alle Anästhesisten, danach gibt es einen diensthabenden Arzt. „Ob der Notarzt alarmiert wird, entscheidet die Leitstelle“, erklärt Tom Hedrich. Das geschieht nach bestimmten Fragen und Stichworten. „Bei Kindern fast immer“, so der Chirurg.

Ein neuer Patient kommt. Das Team der Rettungsstelle steht bereit. Im Wartebereich sitzen weitere Patienten. „Es geht hier nach medizinischer Reihenfolge und nicht nach Ankunft“, sagt Tom Hedrich. Akute Fälle müssten stets vorgezogen werden. „Wartezeiten sind da manchmal nicht zu vermeiden“, bedauert Hedrich. Besonders am Wochenende komme es mitunter zu Wartezeiten, weil die Ärzte auch die Stationen zu betreuen haben. „Wir müssen Prioritäten setzen“, sagt Hedrich. Und so manche Behandlung koste einfach Zeit, wie zum Beispiel bei einem Schlaganfall. Die Wartezeit verlängert sich ebenfalls, wenn eine Operation notwendig wird. All das könne man eben vorher nicht wissen, so Hedrich. Er lobt die Mitarbeiter der Rettungsstelle: „Es ist ein super Team. Gibt es Probleme kommen sie sofort auf mich zu.“ Hedrich weiß aber auch, dass nicht immer alle zufrieden sein können. „Wir arbeiten ständig an der Qualität“, sagt er. Patienten, die nach einer längeren Zeit noch nicht behandelt werden konnten, rät er, sich zu melden. Vanessa musste nicht lange warten. Ihre Verletzung zählte zu den akuten Fällen, die sofort behandelt werden.

Von Sandra Bels

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