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Rundgang mit Planern durchs Wohngebiet

Kyritz Rundgang mit Planern durchs Wohngebiet

Es handelte sich um die ersten Schritte auf dem Weg zu einem Sanierungskonzept für Kyritz West: Bei einem Rundgang durchs Viertel am Donnerstagabend hörten die von der Stadt engagierten Planer ganz genau auf die Wünsche der Bewohner in Sachen Freiflächengestaltung.

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Die Gestaltung der Höfe war ein wichtiges Thema. Die Planer fragten nach Wünschen und Ideen.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. An die 40 Bewohner des Plattenbaugebietes Kyritz West beteiligten sich am Donnerstagabend auf Einladung der Stadt an einem Rundgang durch ihr Viertel. Ziel des Ganzen war es, Ideen für die künftige Gestaltung der Grünflächen und Freianlagen zu sammeln.

Grundlage bilde das Programm „Soziale Stadt“, in das Kyritz kürzlich aufgenommen worden sei, erklärte Ralf Schmidt vom Stadtsanierer EWS: „Das heißt, dass nach Jahren der Sanierung der Altstadt nun auch Kyritz West mehr in den Fokus rückt.“ Dafür gab es von den vorwiegend älteren Teilnehmern des Rundgangs schon mal Beifall.

Programm für vielleicht zehn Jahre

Der Quartiersmanager Jörg Mose ergänzte: „Heute ist der Auftakt zu diesem Freiraumkonzept, das erarbeitet werden soll.“ Erst einmal gehe es darum, die Anwohner zu hören, ihre Ideen und Wünsche, betonte Axel Klapka vom Berliner Büro „K1 Landschaftsarchitekten“. Und da sei eine ganze Menge möglich. „Sie haben es eigentlich wunderbar grün hier. Das ist ein Riesenpotenzial.“ Zugleich stellte Klapka klar, dass nicht alles von heute auf morgen zu verwirklichen sein werde: „Wir reden hier über ein Städtebauprogramm, das vielleicht zehn Jahre läuft.“

Zum Einstieg gab es die Kyritz-West-Tasche mit einigen Informationen und weiteren Einladungen auf Papier

Zum Einstieg gab es die Kyritz-West-Tasche mit einigen Informationen und weiteren Einladungen auf Papier.

Quelle: Alexander Beckmann

Der Rundgang startete an der Kita in der Werner Straße. Geplant ist dort bereits die Erweiterung um einen Nachbarschaftstreff. Eventuell, so eine Idee, ließe sich ja auch eine Art öffentliche Kantine oder Ähnliches etablieren. Auf jeden Fall sehen die Planer den Bereich um die Kita und die Kaufhalle als Mittelpunkt des Viertels, der entsprechend aufgewertet werden sollte.

Grüne Oasen mit Potenzial

Weiter ging es über die Höfe zwischen den Wohnblöcken. Der Erhaltungszustand der inzwischen bis zu 60 Jahre alten Anlagen gab in der Runde punktuell immer wieder Anlass zu Klagen: kaputte Gehwege, ins Kraut geschossenes Grün, zerstörte Spielgeräte. Gerade Spielgelegenheiten für Kinder und Angebote für Jugendliche wurden bereits als typisches Defizit des Viertels ausgemacht.

Es gab weitere Vorschläge: „Für die älteren Leute könnten Bänke aufgestellt werden.“ Und ergänzend: „So, dass man sich auch mal zusammensetzen kann.“ Dass es an so etwas fehlt, hatten die Planer bei ihren ersten Bestandsaufnahmen schon vermutet. Platz, so ihr Eindruck, gibt es mehr als genug. Große Teile der Grünflächen seien kaum mehr als Brachen, die der Gestaltung harren. Eine ihrer Ideen: Die großen Hofkarrees jeweils mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu gestalten – mal eher für Familien mit kleineren Kindern, mal als Ruhezone.

Damit kamen Fragen auf. „Wie wichtig ist Ihnen, dass das Auto im Blickfeld steht? Könnte das auch auf die Straße, damit der Hof ruhiger wird?“, hieß es beispielsweise hinter den Häusern in der Friedensstraße. Da gingen die Meinungen auseinander.

Weitere Veranstaltungen geplant

Die Garagengebiete waren ebenso Thema wie Abstellplätze für Fahrräder und Gehhilfen sowie die Kleingärten. Von denen sind inzwischen immer mehr ungenutzt. „Sie sind etwas, das schön ist, was Kyritz West ausmacht“, fand der Planer Axel Klapka und plädierte nachdrücklich dafür, Lösungen zu ihrem Erhalt zu finden.

Für den langfristigen Erhalt der Kleingärten wird angesichts nach und nach schwindenden Interesses an dem Hobby noch nach Wegen gesucht

Für den langfristigen Erhalt der Kleingärten wird angesichts nach und nach schwindenden Interesses an dem Hobby noch nach Wegen gesucht.

Quelle: Alexander Beckmann

Zwei Stunden lang zog die Gruppe durchs Viertel, und auch die Ältesten blieben tapfer dabei. Am Ende gab es einen Imbiss und die Aussicht auf weiteren Austausch.

Für den 12. und 19. Juli sind nun mehrere große Gesprächsrunden mit verschiedenen Interessengruppen geplant.

Von Alexander Beckmann

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