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Saisoneröffnung auf dem Campingplatz

Bantikow Saisoneröffnung auf dem Campingplatz

Die Saison auf dem Campingplatz von Familie Siemer in Bantikow ist eröffnet. Die ersten Gäste sind schon ein paar Tage da. Sie bleiben über Ostern. Meist sind es Familien mit Kindern, die Ruhe in der Natur suchen.

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Familie Schiefelbein/Morner kommt regelmäßig zum Entspannen nach Bantikow. Sie lieben die Ruhe und die Natur.

Quelle: Sandra Bels

Bantikow. Das Wetter kann Familie Schiefelbein/Morner nicht davon abschrecken, auf den Campingplatz in Bantikow Ostern zu verbringen. Nach dem Frühstück in dem kleinen Bürstner-Wohnwagen geht es raus an die frische Luft – egal ob es regnet. Die Fahrräder vor dem Wohnwagen lassen keinen Zweifel daran. Merle, ihre Schwester Joanna und Mutter Stefanie sind die Morners. Lucas und sein Vater Christian sind die Schiefelbein-Jungs, wie sie sagen. Allesamt kommen aus Berlin-Köpenick.

„Den Platz hier fanden wir durch Zufall“, sagt Christian Schiefelbein. Eigentlich hatte ihn sein Onkel gefunden. Seit fünf Jahren kommt die Patchworkfamilie nach Bantikow. „Wir schätzen die Ruhe und das familiäre“, sagt Christian Schiefelbein. Stefanie Morner ergänzt: Die Leute sind freundlich und es ist sehr sauber hier.“ Vor allem stimme das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Ziegen im Streichelzoo haben gerade Nachwuchs bekommen, der schon ordentlich im Gehege herumtollt

Die Ziegen im Streichelzoo haben gerade Nachwuchs bekommen, der schon ordentlich im Gehege herumtollt.

Quelle: Sandra Bels

Außerdem eigne sich die Gegend perfekt für Tagesausflüge. Was die Kinder wollen, machen sie beim Frühstück unmissverständlich klar: „Spielen, spielen, spielen.“ Der idyllische Campingplatz inmitten der Natur eignet sich wunderbar dafür. Er gehört Renate und Wolfram Siemer aus Bantikow. Sie verlegen ihren Lebensmittelpunkt immer ab April in den Wald. Es ist ihre 25. Saison. Seit 1992 geht es jedes Jahr so.

Damals wollte die Gemeinde den Platz schließen. „Wir haben damals gesagt, dass wir es versuchen wollen“, erinnert sich Renate Siemer. Nun ist ein Vierteljahrhundert vorbei. „Als wir damals anfingen, gab es hier noch tiefsten DDR-Standard“, sagt Renate Siemer. Den möchte heute kein Camper mehr. Deshalb wurde auf dem Gelände immer wieder gebaut. Zunächst erweiterte das Ehepaar die schon damals vorhandene Rezeption. Dann wurde das Areal erschlossen mit Wasser, Strom, Abwasser und Gas. 2001 eröffneten Siemers das neue Sanitärgebäude. Nach und nach wurden die Stellplätze mit Wasser-, Strom- und Fernsehanschlüssen ausgerüstet.

150 Stellplätze stehen zur Verfügung

Heute gibt es 150 Stellplätze. 80 für Dauergäste und 70 werden von Touristen genutzt. Am 15. Oktober ist für alle Schluss. Dann machen Siemers das Gelände winterfest. Die Dauercamper können zwar kommen, das Sanitärgebäude ist aber geschlossen und es gibt keine Rezeption, lediglich eine Toilette ist in Betrieb.

Viele Stammgäste wie die Schiefelbein/Morners kommen in jeder Saison. „Wir freuen uns, dass wir mittlerweile so gut angenommen werden“, sagt Renate Siemer. Zu ihrem Team gehören neben ihrem Mann Wolfram auch Sohn Christian und die Saisonkräfte Carla Schmidt und Astrid Hanack. Die Männer kümmern sich um Technik und Gelände, während die Frauen die Gäste betreuen.

Zur Saisoneröffnung Anfang April hatten sich bereits die ersten Gäste angemeldet. Das Wetter spielte ja auch mit. Nun ist es etwas schlechter geworden, was die Camper aber nicht stört. Kinder toben auf dem Spielplatz und streicheln die Ziegen. Gerade erst haben sie Nachwuchs bekommen und der turnt schon ordentlich im Gehege herum. Manche Dauercamper haben ihre Plätze schon zu Ostern geschmückt. Bunte Eier hängen an den Sträuchern. Osterhasen stehen am Vorzelt. „Himmelfahrt und Pfingsten wird es meistens voll“, sagt Renate Siemer. Das sind typische Camperwochenende, weil sie so schön lang sind.

Familie Siemer wirbt auf Messen mit dem roten Wohnwagen

Familie Siemer wirbt auf Messen mit dem roten Wohnwagen.

Quelle: Sandra Bels

Egal wer kommt und von wo, jeder Gast wird bei Siemers persönlich begrüßt. Und zur Saisoneröffnung gibt es auch noch einen Blumengruß. In der Saison veranstalten Siemers dann ihr traditionelles Knatterfest, das auf den Namen des Platzes zurückgeht. Er heißt „Knattercamping“. Warum? Das hat Wolfram Siemer schnell erklärt: „Wenn sie auf Messen mit einem Naturcampingplatz am Bantikower See werben, laufen viele Leute vorbei, davon gibt es viele in Brandenburg, spricht man aber vom Knattercamping erregt man Aufsehen.“

Bereich fürs Nackt-Campen

Aber nicht nur deshalb ist der Platz etwas Besonderes. Gehört er doch zu den handverlesenen Campingplätzen in Brandenburg mit einem extra Bereich fürs Nackt-Campen, der durch eine Hecke von den bekleideten Urlaubern abgetrennt ist. Das 4500 Quadratmeter große Areal hat einen eigenen Strand. Jeder FKK-Stellplatz ist nicht weiter als 40 Meter vom See und FKK-Strand entfernt. Auch das zentral gelegene Waschhaus Campingplatzes und die Trinkwasserhähne befinden sich in der Nähe der Stellplätze.

Von Sandra Bels

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