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Ostprignitz-Ruppin Saisonstart auf neuer Motocross-Strecke
Lokales Ostprignitz-Ruppin Saisonstart auf neuer Motocross-Strecke
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21:19 06.03.2016
Am Wochenende wurde auf dem Gelände des MC Dreetz in die Motocross-Saison 2016 gestartet. Quelle: Matthias Anke
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Dreetz

Verbrannter Sprit und Kettenölaroma wabern über dem märkischen Sand. Von nebenan her weht der Duft des dichten Kiefernwaldes. Das Insektenschwarmgesumme hält er trotzdem nicht auf. Denn auch noch weit hinter den Bäumen ist es bis in die ganze Region hinein unüberhörbar: Beim MC Dreetz hat die Saison begonnen.

Dreetzer wollen Austragungsort der ADAC-MX-Masters werden

Nach diesen ersten Trainingsrunden vom Sonnabend und einem eher spaßigen, sogenannten Scrub-Contest, bei dem die Maschine im Sprung möglichst schräg gestellt wird, ist auch die neue Anlage nun vollends eingeweiht. Die Dreetzer ließen sie im vergangenen Herbst komplett umgestalten. Schließlich haben sie Großes vor. „Wir haben uns für die ADAC-MX-Masters-Serie beworben und wollen 2017 einer der Austragungsorte sein“, informiert Oliver Herde, der Vereinsvorsitzende.

Herde wurde kürzlich bei der Jahreshauptversammlung dieses 120 Mitglieder zählenden Vereins (darunter 40 Kinder) wiedergewählt. Bis auf den bisher zweiten Vorsitzenden Enrico Döscher, der nun von Michael Sims abgelöst wurde, ist der alte auch der neue Vorstand.

Der neue Vorstand des MC Dreetz

Bei der Jahreshauptversammlung wurde Oliver Herde kürzlich als Vereinsvorsitzender bestätigt. Zweiter Vorsitzender ist neuerdings Michael Sims. Marcus Ladewig bleibt Schatzmeister.

Sportleiter ist Jörg Thormann. Als Jugendsportwart fungiert Arno Koch.

Schriftführer sowie mit der Öffentlichkeitsarbeit betraut ist Thomas Wichert, der auch als Teamfotograf gefragt ist. Seine Rolle als Vereinssprecher übernahm er von Joachim Ribbe. Dieser ist noch als Beisitzer vertreten sowie Umweltbeauftragter.

Um das Marketing kümmert sich Gideon Reymann, um die Verpflegung Udo Lindemann. Streckenwart ist Bert Ostermeier.

„Unsere Strecke hat jetzt einen komplett anderen Fluss“, erklärt Vereinssprecher Thomas Wichert. Eigens für diese Neugestaltung wurde ein Streckendesigner aus Belgien beauftragt, der in der Szene kein Unbekannter ist. Nach den Vorbereitungen war binnen zweier Tage und mit Hilfe von Planierraupe, Lkw und Bagger alles geschafft.

Der Parcours ist laut Wichert jetzt aber nicht nur flüssiger als zuvor, sondern vor allem durchweg breiter. Auch das ist eine Grundlage für die ADAC-Masters, die zu den hochkarätigsten Rennen überhaupt zählen und für viele Fahrer vom Stellenwert her gleich hinter der Weltmeisterschaft rangieren.

Ein Streckendesigner aus Belgien hat die Dreetzer Anlage neu geplant. Quelle: Matthias Anke

Wenn alles klappt, könnte Dreetz 2017 einer von sieben Wettkampforten in Deutschland werden. Doch bis dahin ist noch eine Menge mehr zu erledigen auf dem Dreetzer Gelände. Wie Vereinschef Herde sagt, soll das Clubhaus erweitert werden für mehr Platz, damit eine vernünftige Anmeldung der Fahrer möglich wird. Auch ein professionelles Pressezentrum soll eingerichtet werden.

Rennen mit 400 Fahrern aus 20 Ländern wäre großes Ding für Dreetz

„Das wird etwas Bleibendes. Wir können ja für größere Veranstaltungen nicht dauernd Bürocontainer anmieten und jedes mal alles hin und her schleppen“, sagt Herde. Ein Rennen wie das ADAC-MX-Masters sei schließlich eine ganz andere Nummer als die bisherigen Veranstaltungen in Dreetz, wo die Besucher ja auch schon immer in die Tausende gingen. Nun aber bereite man sich auf ein Rennen mit über 400 Fahrern vor, die aus 20 Ländern kommen und in drei Klassen antreten.

Und weil das alles nicht ganz billig ist, hofft der Verein auf das Fördergeldprogramm „Leader“. Es geht dabei um 75 Prozent der Baukosten. Dass die entsprechenden Anträge gestellt sind, war bereits bei der vorigen Neustädter Amtsausschusssitzung angesprochen worden, als es um die Vereinsförderung in der Region ging.

Blick auf das Fahrerlager. Kamen zum Saisonstart rund 70 Teilnehmer, ist bei einem Rennen wie dem ADAC-Masters mit mehr als 400 Fahrern zu rechnen. Dafür braucht es gewisse Voraussetzungen, die in Dreetz jetzt geschaffen werden. Quelle: Matthias Anke

Die neue Strecke testeten am Wochenende nun rund 70 Fahrer. Einige sahen darin eine optimale Vorbereitung auf das in Dreetz am Wochenende des 16. und 17. April erfolgende Frühjahrsrennen. Es ist ein Berlin-Brandenburger Landesmeisterschaftsrennen in fünf Klassen (MX1, MX2, Senioren 45, Clubsport und 65er Maschinen) sowie ein Rennen der ostdeutschen Ländervereinigung Motocross (LVMX) in den Klassen Seitenwagen und 85 Kubik.

Von Matthias Anke

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