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Saisonstart im Neuruppiner Jahnbad

Rein ins kühle Nass Saisonstart im Neuruppiner Jahnbad

Seit 12. Mai ist das Jahnbad am Ufer des Ruppiner Sees geöffnet. Während das kühle Wetter über Pfingsten nur wenige Besucher anlockte, sehen die Aussichten für das kommende Wochenende besser aus. Bei bis zu 23 Grad dürften sich einige Wasserratten einfinden. Bademeisterin Marlen Steiner hofft indes schon auf einen heißen Sommer.

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Ein Dreimeterbrett lädt in Neuruppin zu kühnen Sprüngen vor toller Kulisse ein.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Im Neuruppiner Jahnbad haben schon viele Generationen an Wasserratten den ein oder anderen heißen Sommertag verbracht. Zum Saisonauftakt in diesem Jahr am 12. Mai ließ das gute Wetter noch auf sich warten. Entsprechend verhalten war der Zuspruch über Pfingsten. Am kommenden Wochenende werden in der Fontanestadt immerhin 23 Grad Celsius erwartet. Damit es im Jahnbad richtig voll wird, ist jedoch mehr vonnöten, sagt Bademeisterin Marlen Steiner. „Es dauert immer einen Moment, bis die Ruppiner herauskommen.“ Sie hofft auf die Tage, „an denen die Wohnung richtig heiß wird, sodass die Leute es zu Hause nicht mehr aushalten.“

Im vergangenen Jahr verzeichnete die städtische Schwimmanstalt am nordwestlichen Ufer des Ruppiner Sees knapp 11 000 Besucher. Größere Zwischenfälle gab es 2015 nicht. „Wir hatten keine Unfälle, es war alles ruhig“, sagt Marlen Steiner und ist mit der Bilanz zufrieden. Während an sonnigen Wochenende vor allem Familien ins Bad kommen, sind unter der Woche viele Kinder und Jugendliche anzutreffen. „Kinder mit 13, 14 kommen fast täglich her – egal, wie das Wetter ist“, sagt Steiner. Auch Regen und Wind würden sie nicht abhalten.

Schwimmbad mit einem markanten Hauptgebäude

An dem Schwimmbad mit seinem markanten Hauptgebäude aus dunklen Ziegeln schätzt Marlen Steiner, die den Posten als Bademeisterin im vergangenen Jahr übernommen hat, vor allem den „außergewöhnlichen“ Blick. Bis zum gegenüberliegenden Ufer des Sees sind es rund 600 Meter. Die Strecke nach Gildenhall lasse sich für geübte Schwimmer durchaus bewältigen, wobei die Zahl derjenigen, die ins Jahnbad kommen, „um einfach ihre Bahnen zu ziehen“, überschaubar sei. Das Jahnbad ist ein klassisches Bad zum Toben und Planschen. Es gibt ein Dreimeterbrett, eine aufblasbare Kletterinsel und Rutsche, drei Volleyballfelder, Strandkörbe, ein Tretboot und einen Imbiss.

Für Kinder ab sechs Jahren wird Schwimmunterricht angeboten. Die Kurse a zehn Stunden leitet die Schwimmmeisterin persönlich. Sie findet wichtig, dass die jungen Menschen eine gewisse Sicherheit mitbringen. „Ein Seepferdchen macht noch keinen Schwimmer aus“, sagt sie. „Es gibt viele Kinder, die alleine kommen. Wenn sie nur ein Seepferdchen haben, bleiben sie vor der Leine“, sagt Marlen Steiner und meint die Absperrung, die den 1,20 Meter tiefen Nichtschwimmerbereich eingrenzt. So ließe sich möglichen Unfällen am besten vorbeugen. Neben der Überwachung des Badebereichs warten noch andere Aufgaben wie Reinigung und Pflege des Geländes auf die Mitarbeiter.

Die Saison geht bis zum 18. September. Zwischen 21. Juli und 4. September ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Bis 20. Juli und ab 5. September ist unter der Woche von 14 bis 19 Uhr und an Wochenenden von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Änderungen vorbehalten. Eintritt zwischen 1,50 und 3,50 Euro. Alle Infos: www.seebadeanstalt-neuruppin.de

Von Mischa Karth

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