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Saniertes Gotteshaus stolz präsentiert

Kantow Saniertes Gotteshaus stolz präsentiert

Bei der jüngsten Sitzung des Bau- und Ordnungsausschusses der Gemeinde Wusterhausen wurde das sanierte Gotteshaus in Kantow präsentiert. Dank des Engagements vieler Einwohner ist die Kirche zu einem wahren Schmuckstück geworden.

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Sie ist wieder ein stolzes Wahrzeichen des Dorfes – die Kirche in Kantow, 1638 zerstört, 1696 wieder aufgebaut und gerade erst saniert.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Kantow. Staunen und Anerkennung am Beginn, parlamentarisches Graubrot mit kleiner Zankerei garniert in der Mitte, ermüdende Abstimmung über eine rechtlich nicht bindende Leitlinie am Ende – das war in einem Satz die jüngste Sitzung des Wusterhausener Bau- und Ordnungsausschusses. Der tagte am Dienstagabend länger als drei Stunden im Ortsteil Kantow.

Alles begann mit einer stolzen Präsentation des Sitzungsortes. Das Gotteshaus, bis 2009 dem Zusammenbruch näher als der Standfestigkeit, ist mit Engagement der Kantower und Unterstützung mehrerer zuständiger Stellen zu einem Schmuckstück im Dorf geworden. Die Restaurierung hin zu einer „Offenen Kirche“ ist erst jetzt so gut wie abgeschlossen.

Arbeitseinsätze mit vielen Freiwilligen

Ein Förderverein, über 30 Spender und andere Geldgeber wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz haben dafür gesorgt. Und unermüdliche „Einzelkämpfer“. Stellvertretend für alle fiel der Name Norbert Volkmer, als Hannelore Reichert, Vorsitzende des Vereins, die Gäste begrüßte. Sie führte die Besucher auch herum, ließ dabei weder die eingebaute Küche und Toilette aus noch den fein gestutzten Rasen der Außenanlagen mit freiem Blick auf ein bewohntes Storchennest. Die Kirche ist jetzt für alle da. Bei der Bundestagswahl im September wird sich hier das Stimmvolk ­versammeln. „Wir sind nur 11 im Verein, aber bei Arbeitseinsätzen oft mehr als 20“, so die ­Vereinsvorsitzende stolz. Dann nahm der Ausschuss seine Arbeit auf.

Für die wenigen Zuhörer entpuppte sich besonders die Diskussion über den Entwurf eines „Leitfadens zum Umgang mit Planungen zur Errichtung von Anlagen erneuerbarer Energien, insbesondere Freiflächenphotovoltaikanlagen“ als das, was der Name schon vermuten lässt – eine echte Herausforderung. Schon vor Monaten hatten alle Fraktionen der Gemeindevertretung Wusterhausen das Papier der Verwaltung für eigene Stellungnahmen übergeben bekommen. Die fanden sich nun auf elf A4-Seiten wieder zur Aussprache darüber, welche Ergänzung beziehungsweise Veränderung gewählt werden sollte. Nach gut einer Stunde stand das Ergebnis fest. Es wird nun dem Haupt- und Finanzausschuss als gemeinsamer Nenner vorgelegt, bevor die Gemeindevertretung am 11. Juli einen Beschluss fassen kann. Demokratie kann manchmal sehr anstrengend sein.

Technik für den Winterdienst

Torsten Stürmer (AfD) monierte, auch namens seines Fraktionskollegen Marco Schimpke (Bürger für Bürger), bei einer wichtigen Anschaffung für die Gemeinde ungefragt übergangen worden zu sein. Es ging um die beste Variante für den Umgang mit Technik für den Winterdienst in der Großgemeinde. Beide Männer sind Kfz-Meister und hatten dem Bauamt rechtzeitig fachlich fundierte Unterstützung angeboten. Die aber wurde ausgeschlagen. Warum? Das wollte Torsten Stürmer nun von der verantwortlichen Melanie Füllgraf wissen. Die hatte darauf keine so rechte Antwort, was Stürmer sichtlich verärgerte. Die Bauamtsleiterin war erst tags zuvor von einer Fachmesse aus Eisenach zurückgekehrt. Einige Männer vom Baubetriebshof hatten sie dorthin begleitet.

Zwei Beschlussempfehlungen sind noch erwähnenswert. Der Bau- und Ordnungsausschuss war bei einer Enthaltung dafür, dass die Gemeindevertretung die Satzung über den Bebauungsplan für den Aldi-Markt in der Bahnhofstraße beschließt. „Einstimmig“ konstatierte Versammlungsleiter Bernd Jünemann (CDU) dann nach dem Handheben zum Satzungsbeschluss über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Erweiterung DSV-Standort Bückwitz“. Das letzte Wort sprechen auch hier alle Gemeindevertreter.

Von Wolfgang Hörmann

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