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Ostprignitz-Ruppin Sanierung des Hortes kostet viel mehr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Sanierung des Hortes kostet viel mehr
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00:18 21.11.2016
Viele Räume sehen noch aus wie vor Jahrzehnten. Der Zustand der Gebäude ist so schlecht, dass das Land droht, sie zu schließen. Quelle: Geisler
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Gildenhall

Umbau und Sanierung des maroden Hortes in Gildenhall kosten deutlich mehr als zuletzt angenommen. Die Stadtverwaltung rechnet inzwischen mit Kosten von rund 1,7 Millionnen Euro. Diese Zahl wurde am Donnerstag im Bauausschuss bekannt. Voraussichtlich am 24. April 2017 will die Stadt mit dem dringend nötigen Umbau des Hortes beginnen. Ein Jahr später soll alles fertig sein. Bis dahin werden die Gebäude grundlegend umgebaut.

Dass der Hort von Gildenhall seit Jahren heruntergekommen ist, war in Neuruppin lange bekannt, auch wenn Stadtverwaltung und Abgeordnete den tatsächlichen Zustand der Gebäude über Jahre verdrängt haben. 2015 zog das Landesjugendamt die Reißleine: Es forderte Neuruppin ultimativ auf, ein Konzept für eine grundlegende Sanierung der Gebäude vorzulegen. Sollte das nicht passieren, drohte das Land, der Stadt die Betriebserlaubnis für den Schulchor zu entziehen. Dort werden etwa 100 Kinder betreut.

Der Entwurf des Büros IBS sieht eine denkmalgerechte Rundumsanierung und den Anbau zweier Treppenhäuser als Fluchtweg vor. Quelle: Büro IBS Hoppegarten

Noch 2015 gaben die Stadtverordneten rund 115 000 Euro für die Planung frei. Die ist inzwischen ziemlich weit gediehen. Besonderes Problem: Ein beträchtlicher Teil des Hortes steht unter Denkmalschutz. Errichtet wurde das Gebäude ab 1926 nach Plänen von Adolf Meyer für die Freilandsiedlung Gildenhall. In den folgenden Jahrzehnten wurde immer wieder um- und angebaut. Eine grundlegende Sanierung gab es aber nie und das ist den Gebäuden an allen Ecken und Enden anzusehen. Der Bau ist derart marode, dass die Kinder nur noch im Erdgeschoss betreut werden dürfen.

Wirklich barrierefrei wird nur das Erdgeschoss

Für die Planer vom Ingenieurbüro für Baustatik und Sanierungsplanung aus Hoppegarten eine Herausforderung. Sie mussten ein modernes Hortgebäude entwerfen, das den Auflagen des Denkmalschutzes entspricht und barrierefrei ist. Herausgekommen ist ein Kompromiss: Wirklich barrierefrei und auch für Rollstuhlfahrer nutzbar wird nur das Erdgeschoss, erklärte Architektin Claudia Fisch am Donnerstag im Ausschuss.

Die Räume im ersten und zweiten Obergeschoss könnten Rollstuhlfahrer nur mit einem Fahrstuhl erreichen, doch auf den wollen Stadt und Planer verzichten. Außen an die Gebäude sollen zwei große Treppenhäuser angebaut werden, die mit Lamellen verkleidet werden. Sie bilden den zweiten Fluchtweg für den Notfall, der bisher nicht vorhanden war.

Die Schäden am Haus sind größer als erwartet

Anfangs hatte die Stadt die Baukosten auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt. Inzwischen ist klar, dass die nicht ausreichen werden. „Insgesamt ist der Zustand der Gebäude schlechter als gedacht“, sagt Fred Müller vom Neuruppiner Bauamt. Die Idee, für den Hortbau einen Kredit aufzunehmen, hat Neuruppin mittlerweile verworfen. Die Stadt will das Projekt aus dem laufenden Haushalt finanzieren. Sie hofft allerdings auf Fördermittel aus dem Leader-Programm der Europäischen Union.

Von Reyk Grunow

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