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Sanitäter in OPR kommen später

Retter schaffen Hilfsfrist nur bei 89 Prozent der Einsätze Sanitäter in OPR kommen später

Auch im vergangenen Jahr haben die Sanitäter in Ostprignitz-Ruppin lediglich bei 89 Prozent der Einsätze die Hilfsfrist von 15 Minuten eingehalten. Das ist zwar etwas besser als 2013. Aber die Hilfsfrist gilt für 95 Prozent aller Rettungsfahrten.

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Bei mehr als 700 Einsätzen waren die Retter 2014 nicht in der Hilfsfrist am Unglücksort.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Der Rettungsdienst in Ostprignitz-Ruppin hat im vergangenen Jahr die Hilfsfrist von 15 Minuten von der Alarmierung bis zum Eintreffen am Unglücksort in mehr als 700 Fällen nicht einhalten können. Laut Gesetz soll die Hilfsfrist in 95 Prozent der Notfalleinsätze erreicht werden. Die Retter im Landkreis kommen jedoch lediglich auf eine Quote von 89 Prozent. Zum Vergleich: In Oberhavel schafften die Retter die Frist in gut 91Prozent der Einsätze.

Der Landkreis hat für das deutliche Verfehlen der Vorgaben mehrere Erklärungen. So steige die Zahl der Einsätze Jahr für Jahr, sagt Andy Thierbach von der Pressestelle. Von 2012 zu 2013 gab es demnach 1,2 Prozent mehr Einsätze zwischen Fehrbellin, Neuruppin, Kyritz und Wittstock, von 2013 zu 2014 sogar 2,1 Prozent mehr Rettungsfahrten. Zurückzuführen ist das wohl darauf, dass die Zahl der älteren Menschen im Landkreis, die öfter als Junge gesundheitliche Probleme haben, zunimmt. Zudem hätten „viele Baustellen und Umleitungen“ zu „erheblichen Abweichungen von idealen Fahrtrouten“ geführt, so Thierbach. Diese hätten es ebenfalls dem Rettungsdienst schwer gemacht, die vorgeschriebene Zeit einzuhalten. Hinzu komme, dass die zwei Rettungswachen in Herzsprung und Dorf Zechlin, die der Landkreis 2011 und 2012 in Betrieb genommen hat, „nur geringe Verbesserungen“ beim Einhalten der Hilfsfrist gebracht haben. Und: Viele kleinere Orte am Rande des Landkreises seien nur schlecht zu erreichen.

Verbesserung nur mit enormem wirtschaftlichem Aufwand

Die Kreisverwaltung will deshalb weiter mit den Krankenkassen an einer „Optimierung des Rettungsdienstes“ arbeiten. Allerdings räumte Thierbach ein, dass eine Verbesserung des Einhaltens der Hilfsfrist nur durch „enormen wirtschaftlichen Aufwand“ möglich wäre.

In Neuruppin wird zwar gerade an der Holländer Mühle eine moderne Rettungswache gebaut, die im März 2017 fertig sein soll. Doch der gut zwei Millionen teure Neubau wird sich laut Experten kaum auf die Hilfsfristen auswirken: Mit der neuen Wache soll lediglich die alte in der Neustädter Straße ersetzt werden, die zu klein ist und längst nicht mehr den Anforderungen genügt. Die alte Wache liegt aber ähnlich verkehrsgünstig wie der Neubau: Von der Neustädter Straße können die Sanitäter sowohl schnell in Richtung Alt Ruppin als auch in Richtung Autobahn ausrücken.

Von Andreas Vogel

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