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Sarah und Marcia sind „Blech trifft Tasten“

Alt Ruppin Sarah und Marcia sind „Blech trifft Tasten“

Sarah am Waldhorn, Marcia am Klavier – so wird aus den Schwestern bei Musikwettbewerben das Duo „Blech trifft Tasten“. Mit ihren Auftritten haben sie die Musikschule Neuruppin schon oft erfolgreich vertreten – trotz ihrer unterschiedlichen Vorlieben bei der Auswahl der Lieder.

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Marcia (l.) und Sarah Stück bei „Jugend musiziert“.

Quelle: Privat

Alt Ruppin. Mit der musikalischen Früherziehung fing alles an. Dadurch hat Sarah Stück die Flöte für sich entdeckt und für ihre Schwester Marcia stand schnell fest: „Klavier ist das, was ich lernen will.“ Später ist Sarah – inspiriert durch ihre Lehrerin – auf das Waldhorn umgestiegen und mittlerweile treten die beiden bei Wettbewerben immer als Duo „Blech trifft Tasten“ auf.

„Das Schöne an Musik ist für uns auf jeden Fall, dass wir gemeinsam musizieren können“, sagt Sarah. „Dabei haben wir besonders viel Spaß.“ Ihre 15-jährige Schwester ergänzt: „Und auch, dass wir die Musik mit anderen Menschen teilen, sie anderen schenken können und den Leuten damit eine Freude machen.“ So sei es auch schon Tradition, dass die Geschwister das heimische Weihnachtsfest musikalisch begleiten.

Lampenfieber kennen sie nicht

Für die Musikschule in Neuruppin sind die blonden Mädchen zuletzt beim Wettbewerb „Musik aus Kommunen“ in Guben (Niederlausitz) angetreten, wo sie den dritten Platz belegten. Auch beim Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ in Kassel haben sie im Mai die Bronzemedaille geholt. Aktuell seien sie in der Planung neuer musikalischer Projekte, erzählen die Schwestern. „Meist ergibt sich spontan, woran wir als nächstes arbeiten“, erzählt Sarah. „Uns hat zum Beispiel ein Komponist angesprochen, mit dem wir jetzt Ideen entwickeln. Und auch dank der Wettbewerbe ergeben sich immer wieder neue Kontakte.“

Bei der Frage, ob sie vor ihren Auftritten Lampenfieber haben, schauen sich beide an und schütteln dann den Kopf. „Eigentlich nicht“, sagt Sarah. „Das ist eher so eine Art Spannung, die sich aber verliert, sobald man auf der Bühne steht“, ergänzt ihre fünf Jahre jüngere Schwester. Dass sie beide so entspannt sind, liege sicher auch daran, dass sie eben zusammen vor dem Publikum stehen. „Wir können uns einfach total aufeinander verlassen und ergänzen uns super“, sagt Sarah. „Die eine gleicht aus, wenn die andere mal nicht so fit ist“, stimmt Marcia zu. Sie würden die Stärken und Schwächen der jeweils anderen mittlerweile auch einfach sehr gut kennen.

Sarah (l) und Marcia mit ihren Urkunden vom Gubener Wettbewerb

Sarah (l.) und Marcia mit ihren Urkunden vom Gubener Wettbewerb.

Quelle: Privat

Damit sie so gut harmonieren, dürfen gemeinsame Übungsstunden nicht zu kurz kommen – trotz Schule und Uni. „Vor Wettbewerben proben wir fast täglich und sonst meist so, wie jede von uns Zeit hat“, sagt Sarah. Sie studiert seit 2014 Mathe und Musik auf Grundschullehramt, ist aktuell im fünften Semester an der Potsdamer Universität. „Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, danach noch Waldhorn zu studieren“, sagt Sarah, die für ihre Seminare in der Landeshauptstadt pendelt. Auch Marcia erzählt, dass sie sich gut vorstellen könne, nach der Schule was mit Musik zu machen. Nur was genau, das wisse sie noch nicht. Ihre aktuellen Lieblingsfächer – da ist sie ihrer Schwester ganz nah – sind Mathe und Musik.

Häufige Proben zwischen Uni und Schule

Ähnlich sind sich die beiden Mädchen auch, wenn sie nach ihrem Musikgeschmack gefragt werden. Sie seien offen für alles, sagen sie. In der Freizeit laufe auch einfach mal Popmusik aus dem Radio. Sarah erzählt außerdem, dass sie sich gerne mal Hornkonzerte von Professoren anhöre.

Wenn es darum geht, was Sarah und Marcia Stück auf ihren Instrumenten am liebsten spielen, gehen die Meinungen der beiden dann aber doch noch mal auseinander. „Da sind wir das komplette Gegenteil“, sagt Marcia mit Blick auf ihre Schwester und beide lachen. „Ich spiele lieber schnelle, temperamentvolle und moderne Musik“, erzählt die Jüngere. „Und ich mag langsame Stücke mit langen, schnulzigen Phrasen, wo der Ton vom Horn so richtig gut raus kommt“, ergänzt Sarah. „Eben solche, wo einem ein Schauer über den Rücken läuft wegen dem geilen Ton.“

Von Josephine Mühln

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