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Ostprignitz-Ruppin Schau für den Kulturverein Rheinsberg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schau für den Kulturverein Rheinsberg
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02:17 25.09.2015
Dieses und jenes aus den Schätzen des Vereins wird in der Bücherbar wunderbar präsentiert. Quelle: Celina Aniol
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Rheinsberg

Die Mauer ist längst gefallen, die Wiedervereinigung aber noch nicht vollzogen, als der Rheinsberger Kunst- und Kulturverein Kuk im Sommer 1990 aus der Taufe gehoben wird. Ein zartes Pflänzchen, das aus der Hoffnung auf Veränderung erwachsen ist und das später mit der Gründung der Musikakademie und der Kammeroper für eine Weichenstellung in Sachen Kultur in der Prinzenstadt sorgen wird. Auf welch unsicheren Füßen das Konstrukt zu seiner Geburtsstunde stand, das kann man erahnen, wenn man sich die Gründungsurkunde anschaut, auf der Hammer und Sichel prangen.

Das Schriftstück ist Teil der neuen Schau im Rheinsberger Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum, die den 25 Jahren des Vereins gewidmet ist. Es ist die 13. Ausstellung im Format „Archivschaufenster“ – und eine Re-Premiere für die sogenannte Bücherbar. Die Regalwand war schon einmal Teil einer Ausstellung und wurde jetzt im Zuge des dotierten Depotumbaus dauerhaft in dem Raum für kleine Sonderschauen installiert. In 30 Fächern bietet die Bücherbar – benannt nach Tucholskys Vermarktungskiosk für eigene Werke am Ku’damm – Platz für zahlreiche Exponate. Diesmal sind dort Stücke aus der Sammlung des Vereins zu sehen, die auch 200 Bilder und 900 Postkarten beinhaltet.

Auch ein Brunnen-Modell ist in der Schau zu sehen. Quelle: Celina Aniol

Die meisten von ihnen hat der Verein geschenkt bekommen, einen Teil aber auch selbst erworben. Etwa 6000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden stehen ihm jetzt wieder zur Verfügung. Davon will der Verein unter anderem Bilder der renommierten Fotografin Barbara Klemm kaufen, die auch Rheinsberg auf ihren Aufnahmen verewigt hat. Das haben die Mitglieder bei ihrer Geburtstagstagung am Wochenende beschlossen, so Peter Böthig, Leiter des Literaturmuseums und Vorstandsmitglied im Verein. Bei dem Treffen, an dem etwa 60 Menschen teilnahmen, wurde außerdem festgelegt, dass der Verein die Sanierung des Muschelsaals im Rheinsberger Schloss unterstützen will – mit einem Großeinkauf von Muscheln. Der Rest des Geldes wird in die Überarbeitung der Homepage fließen. Diese soll vor allem moderner werden, damit sie auch junge Menschen anspricht. „Wir merken wie alle Vereine eine gewisse Überalterung in unseren Reihen“, so Böthig. „Vielleicht können wir durch einen besseren Internetauftritt ein paar Jüngere auf uns aufmerksam machen.“

Das aktuelle Archivschaufenster ist noch etwa zwei Monate zu sehen. Das liegt unter anderem daran, dass einige Exponate wie zum Beispiel der Brief des Malers Adoph von Menzel sehr empfindlich sind. „Den können wir nicht ewig im Licht lassen, er muss bald wieder im Depot verschwinden“, erklärt der Museumsleiter.

Von Celina Aniol

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