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Ostprignitz-Ruppin Schaurig-schönes Fest gefeiert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schaurig-schönes Fest gefeiert
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00:17 03.11.2016
Der Tross auf seinem Weg durch die Innenstadt zum Amtshof. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Starr der Blick, die Haltung steif wie eine Statue, knochiges Gesicht, dunkler Umhang: Sieht so der Tod aus? In der Wittstocker Kettenstraße stand diese Gestalt plötzlich da, hinter einem halb geöffneten Fenster, während auf der Straße die kleinen und großen Geister vorbeizogen. Ein bisschen gruselig darf’s eben schon sein. Zwar war am Sonntag noch nicht ganz Halloween, aber in Wittstock wurde es trotzdem schon einmal gefeiert.

In Grusel-Stimmung

Los ging es auf dem Parkplatz am B3-Center. Dort trafen sich gegen 17 Uhr alle, die Lust hatten, sich ein wenig in Grusel-Stimmung versetzen zu lassen. Viele Kinder trugen Lampions, hatten sich verkleidet und passend geschminkt. Aber auch Erwachsene hatten sich mitunter vom Halloween-Virus anstecken lassen und Spaß daran – so wie Familie Pelzer, die sich nicht nur ordentlich in Geister-Schale geschmissen hatte, sondern auch extra aus Halenbeck (Prignitz) angereist war, um erstmals den Spaß in Wittstock mitzumachen.

Drei Generation machten gemeinsame Sache: Familie Pelzer aus Halenbeck. Quelle: Björn Wagener

Als sich der Tross aus Hunderten von Teilnehmern dann in Bewegung setzte, ging es langsam durch die Innenstadt, angeführt von einem Transporter samt Anhänger mit beleuchtetem Gespenst. Es ging vorbei am Dosseteich, durch Kleine Kettenstraße, Kettenstraße und Burgstraße – bis zum Amtshof. Dort wartete allerhand Vergnügliches auf die Besucher: Buggy-Fun, Geisterkegeln, Armbrust-Schießen, eine kleine Bimmelbahn, Stockbrot-Backen, Puppentheater, Verkaufs- und Imbissstände und einiges mehr.

Informatives am Nachmittag

Wer Halloween lieber ursprünglich begehen wollte, hatte dazu bereits am Sonntagnachmittag Gelegenheit. Denn da lud Kräuterfee Barbara Sommerfeld im Daber-Ensemble in Alt Daber Besucher ein, die irischen Wurzeln von Halloween kennen zu lernen. Der Begriff geht auf „All Hollow’s Eve“ zurück, den Abend vor Allerheiligen. Er markiert den Übergang vom Sommer zum Winter. „Der Totengott wurde begrüßt, weil es oberirdisch nun nicht mehr viel zu sehen gab“, sagte Barbara Sommerfeld. Stattdessen ernteten die Vorfahren vor allem Wurzeln. Die Wand zur Anderswelt – dem Winter – sei von den Menschen an All Hollow’s Eve als besonders dünn empfunden worden, weshalb sie sich als Geister verkleideten, um nicht zu sehr aufzufallen und womöglich vom Totengott mitgenommen zu werden.

Löwenzahnwurzel ausgegraben

Am Nachmittag wurde in Alt Daber symbolisch eine Löwenzahnwurzel ausgegraben. Danach fertigten die Gäste besondere Amulette aus Löwenzahnwurzeln an. Außerdem gab es allerhand Wissenswertes aus der Kräuterkunde – zum Beispiel, dass der Kürbis gut gegen Erkältung hilft, kaum Kalorien hat und viele andere positive Wirkungen im menschlichen Körper entfaltet. Auf den Tisch kam eine gesunde Mahlzeit aus Zutaten wie Butternut-Kürbis, Quinoa, Kichererbsen, Tomate, Spinat und Granatapfel.

Von Björn Wagener

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