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Ostprignitz-Ruppin Schinkelehrung zum 175. Todestag
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schinkelehrung zum 175. Todestag
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00:17 12.10.2016
Zum 175. Todestag versammelten sich Schinkel-Verehrer auf dem Kirchplatz. Quelle: Cornelia Felsch
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Neuruppin

Am 9. Oktober 1841 starb Karl Friedrich Schinkel in Berlin. In seiner Geburtsstadt Neuruppin wurde er am Sonnabend aus Anlass des 175. Todestags mit einer Kranzniederlegung an seinem Standbild geehrt. Rund 40 Verehrer des preußischen Baumeisters, Architekten, Malers und Bühnenbildners kamen auf den Kirchplatz, um seiner Verdienste zu gedenken.

Dabei warf die Friedrichswerdersche Kirche in Berlin ihre Schatten bis nach Neuruppin, als der Vorsitzende der Karl-Friedrich-Schinkel-Gesellschaft, Hartmut Stechow, auf den unerfreulichen Zustand der Schinkelkirche einging, die seit 2012 wegen Bauschäden geschlossen ist. Der letzte noch in Berlin erhaltene Sakralbau Schinkels leidet unter dem Bau eines Luxuswohnviertels in unmittelbarer Nachbarschaft. „Schinkels harmonische Kirche war ein Traumbild von Leichtigkeit“, sagte er. „Sie überstand den Zweiten Weltkrieg und die Jahre der Teilung, das neue Berlin übersteht sie nicht.“ Seine Kritik richtete er an Politiker und Architekten, die mit einer „großen Gleichgültigkeit ökonomische Aspekte in den Vordergrund“ stellen würden. Für die Mitglieder der Karl-Friedrich-Schinkel-Gesellschaft sei dies entsetzlich angesichts der großen Verdienste Schinkels. Hartmut Stechow betonte in seiner Festrede, dass der berühmte Sohn der Stadt mehr als ein berühmter Architekt war. Insofern sei es nicht in seinem Sinne, sich nur an Gebäude zu klammern. Von großer Bedeutung sei das, was Schinkel gedacht und in Bewegung gesetzt habe. „Mit seinen Ideen zeigte Karl-Friedrich Schinkel kulturelle Werte auf, die er in seinen Bauten vergegenständlicht hat.“

Die Aufgabe der Schinkelgesellschaft sei es deshalb , nicht nur, sich für den Schutz der Gebäude zu engagieren, sondern auch dahinter zu gucken und sich gegen Gleichgültigkeit einzusetzen.

Die Karl-Friedrich-Schinkel-Gesellschaft, die ihren Sitz im Neuruppiner Predigerwitwenhaus hat, wurde im September 1992 gegründet. Den 25. Schinkeltag am Sonnabend begingen die Mitglieder dort mit einem anschließenden Festvortrag des Berliner Architekten Fabian Hegholz zum Thema „Die Wohnung Friedrich Wilhelms  IV. im Berliner Schloss.

Von Cornelia Felsch

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