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Schinkelpreis in Neuruppin verliehen

Stadt ehrt Direktor des Kupferstichkabinetts Schinkelpreis in Neuruppin verliehen

Alle fünf Jahre wird in Neuruppin der Schinkelpreis verliehen. In diesem Jahr ging er an Heinrich Schulze Altcappenberg, den Direktor des Berliner Kupferstichkabinetts, für die große Schinkelausstellung, die in den Jahren 2012 /2013 im Kupferstichkabinett und in der Kunsthalle München gezeigt wurde.

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Der Märkische Jugendchor des Karl-Friedrich-Schinkel-Gymnasiums sang zu Ehren des 235. Geburtstages Schinkels.

Quelle: Cornelia Felsch

Neuruppin. Ist ein Leben ohne Schinkel möglich? Diese Frage stellte Laudator Rolf H. Johannsen zum Abschluss seiner Lobrede zu Ehren Heinrich Schulze Altcappenbergs. Der Direktor des Kupferstichkabinettes der Staatlichen Museen zu Berlin wurde am Sonntag in der Neuruppiner Kulturkirche mit dem Schinkelpreis geehrt.

Eröffnet wurde die Festveranstaltung am Schinkeldenkmal. Dort wurde der berühmte Sohn der Stadt aus Anlass seines 235. Geburtstags mit Blumen und einem musikalischen Ständchen des Märkischen Jugendchors geehrt. In einer Ansprache würdigte Hartmut Stechow, Vorsitzender der Karl-Friedrich-Schinkel-Gesellschaft, die Verdienste des großen Baumeisters, Architekten, Grafikers und Bühnenbildners, der am 13. April 1781 in Neuruppin das Licht der Welt erblickte. „Wir wollen nicht vor Ehrfurcht erstarren, sondern uns mit seinen Werken auseinandersetzen“, sagte Hartmut Stechow. „Unser Anliegen ist die Bewahrung des Feuers, nicht die Anbetung der Asche“, zitierte er den österreichischen Dirigenten und Komponisten Gustav Mahler.

In der Pfarrkirche begrüßte Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde die rund 200 Gäste. Im Anschluss sahen die Besucher einen Beitrag des RBB-Kulturmagazins „Stilbruch“, in dem über die Ausstellung „Karl Friedrich Schinkel. Geschichte und Poesie“ berichtet wird, die 2012/2013 im Kupferstichkabinett und anschließend in der Kunsthalle München gezeigt wurde. Begleitend wurde das Forschungsprojekt „Das Erbe Schinkels“ umgesetzt. Für diese Ausstellung erhielt der Kunst- und Literaturwissenschaftler, Archäologe und Publizist Heinrich Schulze Altcappenberg den Schinkelpreis der Fontanestadt.

Heinrich Schulze Altcappenberg (l) erhielt  den Schinkelpreis

Heinrich Schulze Altcappenberg (l.) erhielt den Schinkelpreis.

Quelle: Cornelia Felsch

Seit 2006 vergibt die Stadt diesen Preis, der mit 5000 Euro dotiert ist und alle fünf Jahre vom Bürgermeister verliehen wird. Gewürdigt werden Personen oder Institutionen, die sich in besonderer Art und Weise bei der Erforschung und Popularisierung des Lebenswerkes von Schinkel hervorgetan haben. Über ein Schinkelporträt des Schauspielers Armin Mueller-Stahl, aus den Händen des Bürgermeisters, konnte sich der Geehrte ebenfalls freuen. Sein Dank galt im Anschluss nicht nur der Stadt Neuruppin, sondern auch der Preisjury. „Mit seinem Text ’Karl Friedrich Schinkel – Geschichte und Poesie’ zur gleichnamigen Ausstellung konfrontiert Herr Prof. Dr. Schulze Altcappenberg unsere Gegenwart mit dem herausragenden Architekten der Fontanestadt Neuruppin“, heißt es in der Jurybegründung. Durch seine besondere Art der „Schinkelvermittlung“ sei es ihm mit der Ausstellung gelungen, Leben und Werk Schinkels eindrucksvoll darzustellen.

Nicht nur Dankesworte, auch Kritik gab es an diesem Festtag. Der Preisträger kritisierte den Zustand der Friedrichswerderschen Schinkel-Kirche und den Plan, am Lustgarten ein Schwimmbad zu errichten. „In Berlin passieren im Augenblick schlimme Dinge“, sagte er.

Von Cornelia Felsch

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