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Schinkelstraße: Umbau beginnt im April

Pläne für Kirchplatz auf Eis Schinkelstraße: Umbau beginnt im April

Im Frühjahr bekommt die Neuruppiner Innenstadt eine weitere Straßenbaustelle: Ab April will die Stadt die Schinkelstaße umgestalten lassen. Die zehn Jahre alten Pläne für den benachbarten Kirchplatz liegen hingegen auf Eis. Dafür reicht das Geld nicht.

Neuruppin. Einen richtigen Busbahnhof wie bisher wird es dort nicht mehr geben. Trotzdem werden bald wieder Busse an der Neuruppiner Schinkelstraße halten. Der Plan, alle Haltestellen von dieser Seite des Neuruppiner Kirchplatzes in die Karl-Marx-Straße zu verlegen, geht nicht auf, bestätigte Baudezernent Arne Krohn jetzt im Sanierungsbeirat. In der Karl-Marx-Straße ist es zu eng.

Voraussichtlich im April wird die Fontanestadt mit dem Umbau der Schinkelstraße beginnen. Zuerst soll der Abschnitt zwischen Karl-Marx- und Friedrich-Engels-Straße neu gestaltet werden. Dieser Bereich ist ohnehin Sackgasse, so lange die Friedrich-Engels-Straße gesperrt ist.

Der Busbahnhof an der Schinkelstraße wurde bereits in diesem Sommer geschlossen. Er soll in dieser Form auch nach dem Umbau der Straße nicht wieder entstehen, lediglich einige Haltestellen werden neu angelegt. Was aus der Fläche des früheren Busbahnhofs werden soll, ist noch immer offen. Die Stadtverwaltung habe diesen Bereich bisher aus der Planung ausgeklammert, so Krohn.

Nach der Umgestaltung der Fahrbahn wird es in diesem Abschnitt der Schinkelstraße weniger Stellplätze für Autos geben. Dafür sind jedoch weitere Parkplätze geplant, wenn der Straßenbau in den nächsten Jahren weitergeht. So soll entlang der Schinkelstraße am Giebel des Amtsgerichtes ein Parkplatz entstehen, wie es ihn bereits auf der anderen Seite des Gerichtsgebäudes an der Virchowstraße gibt.

Vorgesehen ist, die Schinkelstraße auf der gesamten Länge bis zur B167 umzugestalten. Wie lange das dauert und woher das Geld kommen wird, war bislang jedoch noch unklar, genauso wie die Frage, ob es möglich sein wird, den Verlauf des Klappgrabens dort sichtbar zu machen. Der Graben war im Mittelalter für die Stadt enorm wichtig. Seit Jahrzehnten fließt er nur noch unterirdisch. Die Idee, ihn zumindest teilweise wieder offenzulegen, hat die Stadt fallengelassen.

Eine Grundlage für den Umbau der Schinkelstraße stammt von Stadtplaner Horst Wagenfeld und seinen Kollegen. Ihr Büro hatte vor zehn Jahren einen Wettbewerb für die Gestaltung des Neuruppiner Kirchplatzes gewonnen.

Drei Planer hatten 2003 Ideen für das Areal rund um die Pfarrkirche entwickelt. Damals hatte die Stadt gehofft, das Konzept innerhalb der nächsten fünf Jahre umsetzen zu können. Das hat nicht geklappt. Ob die Pläne jemals ganz realisiert werden, ist ungewiss. Beim Ausbau der Virchowstraße wurden einige kleine Punkte aus dem Wagenfeld’schen Entwurf berücksichtigt. Auch beim Ausbau der Friedrich-Engels- und der Schinkelstraße auf den anderen Seiten des Platzes soll das damalige Konzept beachtet werden. Die Ideen für den eigentlichen Kirchplatz liegen aber auf Eis. "In unserem Zeitplan für die nächsten Jahre ist alles auf den Platzinnenflächen nicht vorgesehen", sagte Arne Krohn im Sanierungsbeirat. "Wir haben zurzeit andere Probleme und können das Geld besser einsetzen."

Ein Problem sind zum Beispiel die vielen großen und alten Bäume, die auch das Bild des Kirchplatzes prägen. Sie brauchen aus Sicht der Stadtverwaltung deutlich mehr Pflege als bisher bis hin zur regelmäßigen Bewässerung. Und das kostet.

Von Reyk Grunow

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