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Schlachtjubiläum wird in Wittstock vorbereitet

Museum Dreißigjähriger Krieg in Wittstock Schlachtjubiläum wird in Wittstock vorbereitet

Bis in die siebente Etage muss der Besucher des Museums Dreißigjähriger Krieg im Amtsturm der Bischofsburg aufsteigen, um zum Frieden zu gelangen. Denn dort dreht sich alles um den Westfälischen Frieden. Für Herbst wird eine Festwoche zur Wittstocker Feldschlacht am Scharfenberg vorbereitet – 380 Jahre danach.

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Antje Zeiger zeigt eine der Tafeln, die über Teilnehmer der Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück informieren.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Die Stufen zum Frieden zu erklimmen, war schon vor 370 Jahren bei den Verhandlungen in Münster und Osnabrück kein leichtes Unterfangen. Doch es hat sich gelohnt, der Westfälische Friede beendete 1648/49 den Dreißigjährigen Krieg, der ganz Mitteleuropa arg in Mitleidenschaft gezogen hatte.

Ebenso mühsam ist es für die Besucher des Museums in der Alten Bischofsburg, die vielen Stufen bis zur Ebene 7 der Ausstellung zum Dreißigjährigen Krieg im Amtsturm zu besteigen. Und auch hier ist die Mühe nicht umsonst. „Die Leute werden von zeitgenössischen Friedensgesängen begrüßt“, sagt Museumsleiterin Antje Zeiger. Die siebte Ebene vervollständige die seit 2012 aufgebaute Ausstellung nun endlich und informiere die Besucher über Fluch und Segen des Westfälischen Friedens. „Wir haben sie ’der langersehnte Frieden’ genannt“, informiert Zeiger.

Eine große Karte im Raum lässt sofort erkennen, welche Auswirkungen das Kriegsende auf das damalige Deutschland hatte. „Der berühmte Flickenteppich an vielen Kleinstaaten machte es nicht einfach, einheitliche Beschlüsse für das ganze Reich zu finden“, erklärt die Museumsleiterin. Auf der anderen Seite sei mit dem Frieden wieder eine Art Stabilität in das von plündernden Truppen heimgesuchte Land gekommen.

Klatsch und Tratsch über Verhandlungspartner

An Drahtseilen sind die Porträts der Verhandlungspartner von Münster und Osnabrück angebracht. „Was zum Drehen und Informieren war uns wichtig“, sagt Zeiger. Auf der Rückseite der Tafeln finde sich Wissenswertes aber auch Klatsch und Tratsch über die Männer, die damals den Frieden ausgehandelt hatten. „Die Brandenburger gehörten zu den ärmlichsten Vertretern“, so Zeiger. Dennoch habe die Mark noch viel für sich rausholen können, zum Beispiel Hinterpommern.

Die vervollständigte Ausstellung ist, so Zeiger, der Beitrag des Museums zum diesjährigen Jubiläum des 380. Jahrestages der „Schlacht am Scharfenberg“. Im September gebe es vielleicht noch Vorträge, mehr könne das Museum jedoch nicht leisten. „Dazu sind wir zu wenig Personal“, moniert Zeiger.

Festwoche im Rathaus geplant

Die Stadt plane vom 19. bis 24. September eine Festwoche, wie aus dem Rathaus zu erfahren ist. „ Dazu sind wir mit Schulen in Kontakt, die sich in Projekten mit dem Thema auseinandersetzen sollen“, informiert Stadtsprecher Jean Dibbert. Diese würden dann im Rahmen der Festwoche präsentiert.

Weiterhin seien eine Lesung in der Bibliothek und ein Sternenmarsch von drei verschiedenen Standorten in Richtung Aussichts- und Gedenkplattform 1636 am 24. September geplant. Ein Historienspektakel wie das Schwedenspektakel in vergangenen Jahren werde es jedoch nicht geben.

Von Christian Bark

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