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Ostprignitz-Ruppin Schlammschlacht in Blumenthal
Lokales Ostprignitz-Ruppin Schlammschlacht in Blumenthal
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13:37 18.07.2016
Die Bahn fuhr nicht mehr, richtete Ersatzverkehr mit Bussen ein.  Quelle: Christamaria Ruch
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Blumenthal

 26 Millimeter Niederschlag in zehn Minuten – das sind die Eckdaten des Unwetters am Sonntag gegen 14.30 Uhr in Blumenthal. Besonders der innerörtliche Bereich der Landesstraße 145 zwischen Nadelbach und Ortsausgang in Richtung Dahlhausen ist betroffen. Private Grundstücke, Gullyabflüsse und technische Anlagen am Bahnübergang wurden vom Schlamm geflutet.

Die Feuerwehreinheit Blumenthal/Dahlhausen/Grabow sowie die Königsberger Feuerwehrleute rückten gegen 15 Uhr mit insgesamt 16 Personen zu einem gut zweistündigen Einsatz aus, sagte Gemeindebrandmeister Mathias Jennrich am Montag auf Nachfrage der MAZ. Dabei öffneten und reinigten sie voll gelaufene Gullys und reinigten Gehwege. Besonders betroffen ist das Grundstück von Viola Schmock. Sie wohnt am Bahnübergang mit Blick auf ein 60 Hektar großes Feld gegenüber auf der Straßenseite. Der Acker weist gerade an dieser Stelle ein Gefälle auf. „Dort befindet sich der neuralgische Punkt“, so Bettina Teiche von der örtlichen Agrargesellschaft Blumag. 

„Beim Regen kam es mir so vor, als wohnen wir am Meer“, sagt Viola Schmock. Eine riesige Wasserfläche bildete sich plötzlich auf dem Feld. Die obere Bodenschicht löste sich, schoss als Schlammlawine über die Straße und suchte sich den Weg quer durch das Grundstück. Am Haus sind in gut 20 Zentimeter Höhe die Schlammmarkierungen zu sehen. Vor genau fünf Jahren erlebte die Familie ein ähnliches Szenario. Damals lief sogar der Keller voll. Jetzt ist das gesamte Grundstück von einer braunen Schlammschicht überzogen. „Hier muss grundsätzlich Abhilfe geschaffen werden, das ist auch für das gesamte Dorf wichtig“, appelliert Viola Schmock. Bettina Teiche weiß, dass Sonntag eine Kette unglücklicher Umstände vorlag: „Einen Tag zuvor sind wir dort mit der Raps-Feldbestellung fertig geworden. Dadurch war der Boden locker.“ Da es bereits am Sonntagvormittag 4 Millimeter Niederschlag gab, „war der Boden angeweicht.“ Heftiger Niederschlag in so kurzer Zeit führte dazu, dass der Boden keinen Halt mehr fand.

Die Feuerwehr verständigte wegen der überspülten Gleisanlagen das Bahnunternehmen Regio Infra Nordost. Notfallmanager Wolfgang Schmidt verschaffte sich wenig später ein Bild über das Geschehen. „Der Weichenantrieb neben dem Bahnübergang lief mit Wasser voll und die Weiche musste ausgeschaltet werden“, sagte er. Für mehrere Stunden wurde auf der Strecke Ersatzverkehr eingerichtet. Am Montag waren Mitarbeiter des Unternehmens vor Ort. „Die Fahrbahnteile in der Weiche und Schaltkontakte sowie Schotterbett werden gereinigt“, sagte Eisenbahnbetriebsleiter Frank Brechler auf telefonische MAZ-Nachfrage. Er rechnet damit, dass das Schotterbett später ausgetauscht werden muss, weil „die Elastizität durch den Schlamm nicht mehr gewährleistet ist.“

Bettina Teiche, zugleich Ortsvorsteherin in Blumenthal, sicherte zu, dieses Problem bei der nächsten Zusammenkunft vom Ortsbeirat mit aufzunehmen. „Wir müssen alle Beteiligten an einen Tisch holen und eine Lösung finden.“ Gleichzeitig dankte sie den Einwohnern, die am Sonntag so schnell bei der Beseitigung der Schlammspuren mithalfen.

Von Christamaria Ruch

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