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Schlechte Atmosphäre in Tetschendorf

Gefährdeter Dorffrieden Schlechte Atmosphäre in Tetschendorf

Der Ortsbeirat Niemerlang tagte am Montag. In der Einwohnerfragestunde erhitzten sich die Gemüter. Eine schlechte Atmosphäre herrscht in der Gemeinde. Ursache dafür ist, dass bislang Vereine und Ortsbeirat nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Ein Neuanfang soll Bewegung in die Sache bringen.

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Die Auffahrt zum Gutshaus in Tetschendorf soll befestigt und Totholz aus Bäumen entfernt werden.

Quelle: Christamaria Ruch

Tetschendorf. Im Park in Tetschendorf sind in diesem Jahr wieder Sicherungsmaßnahmen an den Bäumen geplant. Darauf verständigten sich die Mitglieder vom Ortsbeirat Niemerlang. Das Gremium tagte am Montagabend im Gemeindezentrum in Tetschendorf.

„Wir haben uns im Januar bereits darauf verständigt, dass Totholz ausgeschnitten wird“, sagte Ortsvorsteher Lothar Winter. Daraufhin haben Mitarbeiter des Wittstocker Bauhofes fünf Bäume im Park mit einem roten Punkt markiert. Das bedeutet, dass diese Bäume gefällt werden. Das möchte Winter jedoch so nicht hinnehmen und bittet um nochmalige Prüfung. Außerdem soll die Auffahrt zum Gutshaus „mit Naturstein befestigt werden.“ Grund dafür: Bei Regen gestaltet sich dieser Weg bislang als Rutschbahn. Da die Anlage unter Denkmalschutz steht, dürfen laut Winter keine Formsteine für die Befestigung verwendet werden.

Persönliche Differenzen sorgen für Streit

Auf der Hofseite des weiträumigen Areals steht nun die Gefahrensicherung der alten Stallungen im Vordergrund. „Wenn hier Kinder spielen, können Dachsteine herunterfallen“, so Lothar Winter. Letzte Woche sicherten Mitarbeiter des Wittstocker Bauhofes in einer ersten Maßnahme die Gebäude mit Flatterband. „Ich fordere einen Bauzaun“, so Winter. Was langfristig aus den Stallungen wird, ist noch unklar.

Ratlosigkeit herrschte zuvor in der Einwohnerfragestunde. Ein Mitglied vom Kultur- und Dorfverein konfrontierte Ortsvorsteher Lothar Winter. Dabei ging es wiederholt um persönliche Differenzen. Die Einwohnerin kündigte am Ende „die Zusammenarbeit mit dem Ortsvorsteher auf, aber nicht mit dem Ortsbeirat.“ Ein Einwohner stellte daraufhin fest: „Es herrscht generell zwischen Dorfverein und Ortsbeirat eine schlechte Atmosphäre, in der gegenseitig Beschlüsse vorgesetzt werden und die Zusammenarbeit fehlt.“ Winter nahm zu einigen Äußerungen Stellung und sicherte zu: „Die Arbeit vom Kultur- und Dorfverein wird weiter von uns unterstützt und die Kulturpauschale auch zukünftig aufgeteilt.“ Doris Lorenz vom Ortsbeirat räumte ein: „Wir haben es bisher nicht geschafft, alle Vereine an einen Tisch zu bekommen. Wir sind ein kleines Dorf, aber kommen nicht unter einen Hut.“ Im Interesse des Dorffriedens schlug Lorenz vor: „Hier muss ein Schnitt gemacht werden, ein Neuanfang ist die einzige Chance.“

Von Christamaria Ruch

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