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Schlechte Ortsdurchfahrt beklagt

Aufreger in Christdorf Schlechte Ortsdurchfahrt beklagt

Ortsbeiräte in Christdorf ärgern sich über den schlechten Zustand der Ortsdurchfahrt. Deshalb regten sie auf der jüngsten Sitzung eine Tonnagebegrenzung für Lkw, eine Temporeduzierung auf 30 km/h und Geschwindigkeitskontrollen an. Eine Sanierung wäre nicht einfach.

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Notdürftig verfüllte Randbereiche an der Ortsdurchfahrt in Christdorf.

Quelle: Björn Wagener

Christdorf. Unzufriedenheit machte sich am Mittwochabend während der Ortsbeiratssitzung in Christdorf breit. Dabei ging es um die Ortsdurchfahrt. Ihr Zustand wird als schlecht eingeschätzt, weil sie der Belastung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge nicht standhalte, hieß es. Außerdem sind die Randbereiche zum Teil ausgefahren und wurden notdürftig mit Erde und Grasresten ausgeflickt.

Deshalb sprach sich der Beirat dafür aus, die Höchstlast für Lkw auf diesem Abschnitt zu begrenzen, ein Tempolimit auf 30 km/h einzuführen, Geschwindigkeitskontrollen zu veranlassen und die Bankette auszubessern. Außerdem solle von der Stadt Wittstock geprüft werden, ob die Ortsdurchfahrt, die sich momentan in kommunaler Verantwortung befindet, zu einer Kreisstraße umgewidmet werden könnte. Auch an eine grundhafte Sanierung wurde auf der Sitzung gedacht. Allerdings würden dann Anliegerbeiträge fällig werden. Ob vor diesem Hintergrund tatsächlich gebaut werden sollte, ist bislang nicht entschieden.

Für Straßenneubau nur noch 50-prozentige Förderung

Eine Umwidmung zur Kreisstraße schließt Bürgermeister Jörg Gehrmann nahezu aus. „Da habe ich wenig Hoffnung, dass es gelingt.“ Überhaupt zeigt er sich überrascht, dass die Christdorfer nun eine Straßensanierung in Erwägung ziehen. „Bisher herrschte da immer eine gegenteilige Auffassung, weil Anliegerbeiträge fällig werden“, sagte er Donnerstag auf MAZ-Nachfrage. Tatsächlich sei für einen Neubau inzwischen nur noch eine 50-prozentige Förderung möglich. „Vor drei Jahren waren es noch 75 Prozent.“ Christdorf sei die einzige Ortsdurchfahrt in kommunaler Trägerschaft, die nicht saniert wurde. Das Zögern der vergangenen Jahre habe zur Folge, dass für alle Beteiligten vor Ort schlechtere Bedingungen herrschen. Sollte Interesse an einer Sanierung bestehen, könnten sich Fachleute aus der Stadtverwaltung mit dem Ortsbeirat dazu verständigen. Wenn sich der Beirat – womöglich mit Hilfe einer Bürgerversammlung – für einen Bau entscheidet, müsste das Projekt im Haushaltsplan berücksichtigt werden. Die Höhe der Anliegerbeiträge richteten sich nach der Satzung. Gehrmann geht davon aus, dass selbst im günstigsten Fall ein Bau nicht vor 2018 oder 2019 umsetzbar ist. „Alles andere wäre ein Wunder.“

Von Björn Wagener

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