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Schloss in Heinrichsfelde verfällt

Gebäude steht leer Schloss in Heinrichsfelde verfällt

Eine Sanierung des Schlosses in Heinrichsfelde wäre teuer. Etwa zwei Millionen müssten investiert werden. Vor etwa zehn Jahren zogen die letzten Mieter aus. Sie hatten noch eine Ofenheizung und teilweise Gemeinschaftsbäder. Für die Eigentümerin, die Wohnungsbaugesellschaft Kyritz, ist das Gebäude ein Sorgenkind.

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Bis vor etwa zehn Jahren war das Schloss in Heinrichsfelde noch bewohnt. Jetzt verfällt es langsam.

Quelle: Sandra Bels

Heinrichsfelde. Immer wenn Günter Uckert aus Heinrichsfelde am ehemaligen Schloss vorbeifährt, ärgert er sich. Warum muss es hier so aussehen? Das ist die Frage, die er sich dann stellt. Das frühere Schloss ist seit gut zehn Jahren nicht mehr bewohnt. „Die letzten Mieter zogen im November 2006 aus“, sagt Gabriele Schuster, Geschäftsführerin der Kyritzer Wohnungsbaugesellschaft. Ihr gehört das Gebäude. Es ist ihr Sorgenkind, sagt sie. Nicht alle Wohnungen haben ein Badezimmer. Es gibt Gemeinschaftstoiletten und Ofenheizung. Die elektrische Anlage ist auch nicht in Ordnung. „Einziehen kann hier so niemand“, sagt die Geschäftsführerin. „Mir gefällt das auch nicht“, fügt sie an. Aber Gabriele Schuster kennt auch keine schnelle Lösung.

Ohne eine große Investition sei das Haus nicht zu bewirtschaften. Und diese Rieseninvestition, wie es Gabriele Schuster ruhig nennen will, denn sie müsste wohl mit bis zu zwei Millionen Euro für eine Sanierung rechnen, wäre in Heinrichsfelde nicht nachhaltig und würde wohl auch deshalb niemals gefördert werden.

„Außerdem möchte da kaum noch jemand hinziehen“, weiß sie. Hin und wieder habe sie Kaufinteressenten das Gebäude gezeigt. „Die sind aber spätestens nach der Besichtigung wieder abgesprungen, so die Geschäftsführerin. Sie hält das Areal für ein Fass ohne Boden und kann deshalb auch nicht mehr als die Verkehrssicherungspflicht erfüllen. Das ist erst vor kurzem wieder geschehen. Mitarbeiter der Wohnungsbaugesellschaft haben auf dem Gelände aufgeräumt.

Die Rückseite des Gebäudes

Die Rückseite des Gebäudes.

Quelle: Sandra Bels

Froh ist Gabriele Schuster indes darüber, dass sie die ehemalige Brennerei, die gleich nebenan liegt und früher auch bewohnt war, kürzlich verkaufen konnte. Der Käufer wolle das Gebäude umbauen und es dann für sich privat nutzen, sagte sie. Mehr wisse sie nicht.

In Sachen Schloss hat sie indes auch schon an einen Abriss gedacht. Aber selbst den hält sie für problematisch, allein schon wegen der Finanzierung. Eine weitere Überlegung geht dahin, dass sie das Haus schätzen lassen will, um es anschließend eventuell sogar einem Auktionshaus zur Versteigerung zu übergeben.

Günter Uckert erinnert sich noch gut daran, dass zu DDR-Zeiten das Schloss zur Straße hin gestrichen worden war, weil dort die Fernverkehrsstraße dran vorbeiführte. Er findet es schade, dass heute nichts mehr passiert und dass das Haus langsam verfällt. Die vernagelten Fenster sind für ihn kein Aushängeschild für den Ort.

Uckert hat ohnehin das Gefühl, dass sich um Heinrichsfelde niemand so richtig kümmert. Es gibt keinen Ortsvorsteher und auch keinen Sprecher der Heinrichsfelder. Dennoch kommen auch bei der Kyritzer Stadtverwaltung laut Bauamtsleiterin Angela Schulz Nachfragen zum schlechten Zustand des früheren Schlosses an – von Heinrichsfeldern. Aber auch Angela Schulz ist klar, dass das Haus und Gelände „ein großer Brocken“ sind. Die Stadt wolle deswegen laut Angela Schulz zusammen mit der Wohnungsbaugesellschaft schauen, was möglich sein könnte.

Beschwerden gab es auch über die Straße in Heinrichsfelde – eine Erschließungsstraße. Konkrete Pläne dafür gebe es zwar derzeit nicht, in den kommenden Jahren aber eventuell, so Bauamtsleiterin Angela Schulz.

Von Sandra Bels

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